Sam Bardaouil und Till Fellrath übernehmen den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Pressemitteilung vom 10.09.2021

Die Gründer der multidisziplinären kuratorischen Plattform Art Reoriented treten ihre Ämter am 1. Januar 2022 an – Grütters: Fellrath und Bardaouil werden wegweisende Impulse für den Hamburger Bahnhof geben – Parzinger: Kuratorenduo wird Großes für die zeitgenössische Kunst in Berlin bewirken

Der Stiftungsrat der SPK beschloss auf seiner heutigen Sitzung am 10. September 2021, dass Sam Bardaouil und Till Fellrath gemeinsam ab 1. Januar 2022 die Leitung des Hamburger Bahnhofs – Museum für Gegenwart – Berlin der Staatlichen Museen zu Berlin übernehmen werden. 

Bardaouil und Fellrath sind Gründer der multidisziplinären kuratorischen Plattform Art Reoriented, die sie 2009 in New York und München ins Leben gerufen haben. Sie sind 2022 Kuratoren der 16. Lyon Biennale und seit 2017 Assoziierte Kuratoren am Gropius Bau in Berlin. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Inklusivität künstlerischer und institutioneller Praktiken sowie ein revisionistischer Ansatz der Kunstgeschichte. Sie sind international anerkannte Kuratoren und preisgekrönte Autoren, deren gemeinsame Praxis sowohl in der globalen zeitgenössischen Kunst als auch im Bereich der Studien der Moderne verwurzelt ist.

Der im Libanon geborene Sam Bardaouil ist promovierter Kunsthistoriker und studierter Theaterwissenschaftler. Till Fellrath, geboren in Deutschland, ist studierter Wirtschafts- und Politikwissenschaftler und derzeit Professor für Designbezogene Wissenschaften an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Die Vielfalt ihres kulturellen und akademischen Hintergrunds unterstreicht das inhärent kollaborative Modell ihrer Praxis. In den letzten 12 Jahren haben Bardaouil und Fellrath gemeinsam Ausstellungen und Kollaborationen mit mehr als 70 Institutionen weltweit realisiert, darunter Centre Pompidou in Paris, Mathaf: Arab Museum of Modern Art in Doha, Reina Sofia in Madrid, ARTER in Istanbul, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, Tate Liverpool, Gwangju Museum of Art in Südkorea, und Moderna Museet in Stockholm. Auf der Biennale in Venedig kuratierten sie die Nationalen Pavillons des Libanons (2013) und der Vereinigten Arabischen Emirate (2019), und sind nächsten Jahr die Kuratoren des Französischen Pavillons.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte zur Entscheidung des Stiftungsrates: „Mit Sam Bardaouil und Till Fellrath übernimmt ein international agierendes, versiertes Kuratorengespann die Direktion eines der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland und Europa. Als freie Kuratoren mit einer Spezialisierung auf die Kunst des Mittleren Ostens haben sie in den vergangenen Jahren mit renommierten Museen auf der ganzen Welt zusammengearbeitet und bringen damit ein tiefes Verständnis der globalen Kunstszene in ihre neue Aufgabe ein. Mit ihrer inspirierenden Begeisterung werden sie sicher wegweisende Impulse für den Hamburger Bahnhof geben.“

„Der Hamburger Bahnhof als Hotspot der aktuellen Kunst bekommt mit Sam Bardaouil und Till Fellrath erstmals ein Leitungsduo. Ihre internationale Erfahrung verleiht ihnen das Wissen und die Sensibilität, die für einen spannenden Austausch mit Künstlern und Institutionen aus aller Welt unerlässlich sind. Ich bin sicher, dass Sam Bardaouil und Till Fellrath mit ihren Überzeugungen und ihrem Mut hier Großes für die zeitgenössische Kunst in Berlin erreichen werden“, so SPK-Präsident Hermann Parzinger. Der Präsident dankte der bisherigen Leiterin Gabriele Knapstein ausdrücklich für ihre Arbeit. 

Mit Blick auf ihre neue Aufgabe sagen Sam Bardaouil und Till Fellrath: „Wir freuen uns darauf, den Hamburger Bahnhof als zentrale und integrative Institution innerhalb der Kulturlandschaft Berlins zu führen, einer Stadt, die sich als international führender Standort für kreatives Schaffen ständig neu erfindet. Der Hamburger Bahnhof wird sich als offenes Forum für die Generierung neuer Ideen behaupten und die Spielräume institutioneller Praktiken und zeitgenössischer künstlerischer Kreation erweitern.“

Pressefoto: www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/presse/pressebilder.html
 

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