Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz http://www.preussischer-kulturbesitz.de/ Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz de Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz http://www.preussischer-kulturbesitz.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.preussischer-kulturbesitz.de/ 18 16 Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 13 Feb 2018 13:28:33 +0100 Inés de Castro wird nicht Sammlungsdirektorin für Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/02/13/ines-de-castro-wird-nicht-sammlungsdirektorin-fuer-ethnologisches-museum-und-museum-fuer-asiatische-ku.html SPK-Präsident Parzinger bedauert Absage – Wir werden bald eine neue Sammlungsleitung präsentieren Inés de Castro, Direktorin des Linden-Museums Stuttgart, wird nicht Direktorin für die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bedauert die Absage von Inés de Castro. Wir haben uns über ihre Bewerbung gefreut und waren in intensiven Gesprächen mit ihr. Nun hat sie anders entschieden. Wir werden bald eine neue Leitung für die Sammlungen im Humboldt Forum und für das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst präsentieren. Wir brauchen hier schnell eine verlässliche, starke und stabile Führungspersönlichkeit, die im guten Austausch und auf Augenhöhe mit den anderen Partnern und dem künftigen Intendanten im Humboldt Forum agieren kann.“ 

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Pressemitteilung 2018 Tue, 13 Feb 2018 13:28:33 +0100
Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält den Nachlass von Leni Riefenstahl http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/02/12/stiftung-preussischer-kulturbesitz-erhaelt-den-nachlass-von-leni-riefenstahl.html Erbin schenkt umfangreiche Fotografie- und Filmbestände, Manuskripte, Briefe, Akten und Dokumente –... Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält mit einer großzügigen Schenkung den kompletten Nachlass von Leni Riefenstahl (1902-2003), einer der bedeutendsten aber auch umstrittensten Künstlerin der deutschen Film- und Fotogeschichte. Als Tänzerin, Schauspielerin, Filmemacherin (Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin, Schnittmeisterin) und Fotografin feierte sie große Erfolge. Für ihre Filme und Fotografien wurde sie zu Lebzeiten als kreative und innovative Bilderfinderin bewundert und geschätzt, in der Nachkriegszeit aber scharf dafür kritisiert, dass sie ihr künstlerisches Können in den Dienst nationalsozialistischer Propaganda stellte. Der Nachlass enthält umfangreiche Fotografie- und Filmbestände, Manuskripte, Briefe, Tageskalender, Akten und Dokumente sowie Presseausschnitte und Bücher.

Nach dem Tod von Leni Riefenstahls Ehemann Horst Kettner im Dezem-ber 2016 wurde die ehemalige Sekretärin Leni Riefenstahls, Gisela Jahn, Alleinerbin. Sie entschied, den gesamten Nachlass der Künstlerin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu schenken. Die Archivbestände reichen bis in die 1920er Jahre zurück und scheinen vor allem für die Nachkriegszeit überaus komplett zu sein. Mit der Übernahme aus dem Haus Leni Riefenstahls in Pöcking am Starnberger See und dem Abschluss des Schenkungsvertrages erfolgt nun in den nächsten Monaten eine intensive Phase der Sichtung. Für die Erfassung und Erschließung des Nachlasses soll, finanziert durch noch einzuwerbende Drittmittel, ein interdisziplinäres Forschungs- und Archivteam zusammengestellt werden. Im Bereich Film wird eine Kooperation mit der Stiftung Deutsche Kinemathek angestrebt.

„Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat mit dem Nachlass von Leni Riefenstahl nicht nur ein bahnbrechendes ästhetisches Werk übernommen, sondern auch eine besondere Verantwortung für die kritische Auseinandersetzung mit dieser streitbaren Person der Zeitgeschichte. Gerade auch die Rolle von Leni Riefenstahl im Nationalsozialismus wird bei der Aufarbeitung des Nachlasses von zentraler Bedeutung sein“, sagt Stiftungspräsident Hermann Parzinger. 

Es war der Wunsch der Erbin Gisela Jahn, den Nachlass in Berlin, in Leni Riefenstahls Geburtsstadt, aufbewahrt zu wissen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bietet mit ihren Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstituten hervorragende Voraussetzungen für die Bewahrung dieses komplexen Nachlasses. 

Der fotografische Bestand soll, betreut von der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek, im Museum für Fotografie am Bahnhof Zoo untergebracht werden. Hier wird seit 2004 auch das Werk Helmut Newtons gezeigt, mit dem Leni Riefenstahl in ihren späten Lebensjahren eng befreundet war. In der Dauerausstellung „Private Property“ ist dies mit Briefen und Büchern von Leni Riefenstahl dokumentiert – die Briefe Newtons finden sich umgekehrt in ihrem Archiv. Das Museum für Fotogra-fie hat sich in den letzten Jahren zu einem lebendigen Ort für die Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart der Fotografie entwickelt. Über 30 Ausstellungen haben die Rolle der Fotografie in Kunst, Presse, Wissenschaft, Geschichte zum Thema gehabt. Mit dem Pressebildarchiv Willy Römer und weiteren Nachlässen bedeutender Fotografen wurde die schon 150 Jahre alte Sammlung seit 2004 erheblich erweitert. 

Der Schriften-Bestand des Leni Riefenstahl Archivs mit Korrespondenzen, Tagebüchern und Manuskripten soll von der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin betreut werden, in der heute über 1000 Nachlässe aus fünf Jahrhunderten von Persönlichkeiten aus allen Bereichen des geistigen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens aufbewahrt und erschlossen werden.

Die kommerziellen Verwertungsrechte wurden von Gisela Jahn der Firma La Tresor Kreativhandel GmbH von Holger Roost-Macías übertragen, die digitale Einzelbildverwertung übernimmt die bpk-Bildagentur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Weiterführende Links

Pressebilder

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Pressemitteilung 2018 Startseite Intranet Mon, 12 Feb 2018 18:30:00 +0100
Parzinger: Provenienzforschung darf nicht an den Türen öffentlicher Einrichtungen enden! http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/02/02/parzinger-provenienzforschung-darf-nicht-an-den-tueren-oeffentlicher-einrichtungen-enden.html Im Rahmen einer Debatte zu den Entwicklungen seit Verabschiedung der Washingtoner Prinzipien... „In den 20 Jahren seit Verabschiedung der Washington Principles hat sich bereits einiges getan, doch das Kapitel ist bei weitem nicht abgeschlossen. In der SPK haben wir über 50 Restitutionsfälle zu einer fairen und gerechten Einigung gebracht und arbeiten weiterhin systematisch unsere Bestände auf. Deutschlandweit nehmen die öffentlichen Museen und Bibliotheken ihre Aufgabe zur Aufarbeitung wahr, dafür ist die Projektförderung über das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste eine ganz wichtige Unterstützung. Aber die Forschung und Aufarbeitung des Unrechts kann natürlich nicht an den Türen der öffentlichen Einrichtungen enden. Viele Lücken bleiben, nicht zuletzt, weil private Archive und Unterlagen des Kunsthandels schwer bis gar nicht für die Provenienzforscher zugänglich sind. Das muss sich ändern!“

Mehr zur Provenienzforschung bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz:

www.preussischer-kulturbesitz.de/schwerpunkte/provenienzforschung-und-eigentumsfragen.html

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Pressemitteilung Fri, 02 Feb 2018 09:03:57 +0100
Die SPK im Jahr 2018: Spektakuläre Archäologie, romantische Wanderlust und digitaler Bach http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/01/24/die-spk-im-jahr-2018-spektakulaere-archaeologie-romantische-wanderlust-und-digitaler-bach.html Jahresempfang mit Gästen aus Politik, Medien, Kultur, Tourismus und Wirtschaft im Neuen Museum –... Bei einem Jahresempfang im Neuen Museum hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz über ihr Programm für das Jahr 2018 informiert. Stiftungspräsident Hermann Parzinger kündigte an, dass die SPK noch mehr dafür tun werde, „die Faszination unserer Sammlungen und Bestände auch zu vermitteln.“ Das laufe in einer modernen Erlebnisgesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Als Kernthemen für die kommenden Jahre nannte Parzinger daher die Bildungs- und Vermittlungsarbeit und die Digitale Transformation, aber auch die Provenienzforschung, die immer weitere Facetten bekomme. Außerdem betonte er: „Wir sind dabei, uns untereinander noch stärker zu vernetzen, denn das Einzigartige der SPK ist das Spartenübergreifende – Vielfalt ist unsere Stärke. Durch unsere digitale Strategie wollen wir Querverbindungen zukünftig noch sichtbarer und die Potenziale der SPK besser nutzbar machen.“ 

Im Laufe des Abends informierten die Generaldirektoren und Direktoren der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin, des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz, des Ibero-Amerikanischen Instituts und des Staatlichen Instituts für Musikforschung gemeinsam mit Kuratoren und Wissenschaftlern ihrer Häuser über ihre wichtigsten Vorhaben für 2018. 

Weiterführender Link

Das Programm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2018

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Pressemitteilung Wed, 24 Jan 2018 12:07:12 +0100
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs 2018 in den Fächern Klavier und Komposition http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/01/22/die-preistraegerinnen-und-preistraeger-des-felix-mendelssohn-bartholdy-hochschulwettbewerbs-2018-in-de.html Mit einem spektakulären Abschluss endete gestern Abend der Felix Mendelssohn Bartholdy... KLAVIER

Mendelssohn-Preis (1. Preis)
Shihyun Lee (Universität der Künste Berlin)

Preis des Bundespräsidenten (2. Preis)
Cunmo Yin (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)

Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung (3. Preis)
Geteilt an:
Junhyung Kim (Hochschule für Musik und Theater München)
Qian Yong (Universität der Künste Berlin)

Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks
(Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung)
Shihyun Lee (Universität der Künste Berlin)

Preis der Freunde Junger Musiker Deutschland
Cunmo Yin (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)

KOMPOSITION

Mendelssohn-Preis (1. Preis)
Marc David Ferrum (Hochschule für Musik Karlsruhe)

Preis des Bundespräsidenten (2. Preis)
Wataru Mukai und Jonathan Schmieding (Gemeinschaftswerk)
(Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim)

Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung (3. Preis)
Arsen Babajanyan (Hochschule für Musik und Theater München)

Sonderpreis Interpretation Wettbewerbsbeitrag
Malinquartett und Alexander Kalina (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf)

Das Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger ist demnächst in der Mediathek der UdK Berlin abrufbar unter www.udk-berlin.de.

Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und der Universität der Künste Berlin. Die künstlerische Leitung unterliegt Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthaus Berlin. Schirmherr des Wettbewerbs ist Andris Nelsons, Music Director des Boston Symphony Orchestra (BSO) und neu ernannter Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig.

Direktlinks Pressefotos (Druckversionen)

Shihyun Lee (Universität der Künste Berlin)
www.fmbhw.de/wp-content/uploads/Shihyun_Lee_UdK_Berlin.jpg

Cunmo Yin (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
www.fmbhw.de/wpcontent/uploads/Cunmo_Yin_HMTM_Hannover.jpg

Junhyung Kim (Hochschule für Musik und Theater München)
www.fmbhw.de/wpcontent/uploads/Junhyung_Kim_HfMT_Muenchen.jpg

Qian Yong (Universität der Künste Berlin)
www.fmbhw.de/wp-content/uploads/Qian_Yong_UdK-Berlin.jpg

Marc David Ferrum (Hochschule für Musik Karlsruhe)
www.fmbhw.de/wpcontent/uploads/Marc_David_Ferrum_HfM_Karlsruhe.jpg

Wataru Mukai (Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim)
www.fmbhw.de/wpcontent/uploads/Wataru_Mukai_HfMDK_Mannheim.jpg

Arsen Babajanyan (Hochschule für Musik und Theater München)
www.fmbhw.de/wpcontent/uploads/Arsen_Babajanyan_HfMT_Muenchen.jpg

Malinquartett (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf)
www.fmbhw.de/wpcontent/uploads/Malinquartett_RSH_Duesseldorf.jpg

Druckversion Gruppenfoto aller Preisträger:
www.fmbhw.de/presse/#pressefotos

Presseanfragen

Claudia Assmann
Tel. (030) 3185 2456
presse@fmb-hochschulwettbewerb.de
www.fmb-hochschulwettbewerb.de

Partner und Förderer des Wettbewerbs

  • Konzerthaus Berlin
  • Freunde Junger Musiker e. V. Berlin
  • Freunde Junger Musiker Deutschland
  • betont
  • Elsa-Wera-Arnold-Stiftung
  • Hotel Savoy Berlin
  • Musikverlag Ries&Erler
  • Kasseler Musiktage
  • Kulturradio vom rbb
  • Deutschlandradio Kultur
  • reservix
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Pressemitteilung Mon, 22 Jan 2018 11:57:30 +0100
SPK restituiert Werke an Oppenheim-Erben http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/01/22/spk-restituiert-werke-an-oppenheim-erben.html Im Kunstgewerbemuseum und in der Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin wurden elf... Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „Für die gemeinsam gefundene faire und gerechte Lösung möchte ich den Erben von Margarete Oppenheim danken. Die Frage der Auffindung und Rückgabe von NS-Raubkunst ist auch heute noch, fast 20 Jahre nach Verabschiedung der Washingtoner Prinzipien, eine wichtige Aufgabe für die SPK, und ich bin glücklich über jeden geklärten Fall. Deshalb widmen wir uns der Frage der Herkunft der Objekte nicht nur in der täglichen Arbeit der Kuratoren, sondern auch in vertieften, systematisch angelegten Provenienzforschungsprojekten.“

Imke Gielen von der Rechtsanwaltskanzlei von Trott zu Solz Lammek und David Rowland von der Rechtsanwaltskanzlei Rowland & Associates, die die Erben vertreten, erklärten: „Auch wir halten die gefundene Lösung für gerecht und möchten der SPK für ihre faire Herangehensweise danken und begrüßen die nicht nachlassenden Bemühungen der Stiftung zur Klärung der Provenienzen der Kunstwerke in ihren Beständen.“

Margarete Oppenheim (1857 – 1935, geb. Eisner, verw. Reichenheim) war bis zu dessen Tod 1929 mit dem Chemiker und Industriellen Franz Oppenheim verheiratet. Sie besaß eine der größten und wertvollsten Kunstsammlungen Deutschlands, mit zahlreichen Impressionisten, aber auch Porzellan, Majoliken, Fayencen, Silberarbeiten und Kleinplastiken. Sowohl Margarete als auch ihre Erben gehörten wegen ihrer jüdischen Abstammung zu dem von den Nationalsozialisten verfolgten Personenkreis.

Margarete Oppenheim hatte bereits 1933 verfügt, dass die Kunstsammlung von den Testamentsvollstreckern zum von ihnen „geeignetst erscheinenden Zeitpunkt“ versteigert und der Erlös dem Nachlass zugeführt werden sollte. Die Auktion fand im Mai 1936 beim Auktionshaus Böhler statt – zu einem Zeitpunkt also, für den davon auszugehen ist, dass die Testamentsvollstrecker, die ebenso wie die Vorerbin und die Nacherben Juden waren, ihn nicht frei gewählt haben, sondern durch die äußeren Umstände dazu gezwungen waren. Damit ist der Verkauf als verfolgungsbedingt einzustufen. Für die Auktion hatte das Schlossmuseum auf eigene Kosten den Katalog erarbeitet. Eine solche Katalogerstellung ohne Vergütung war damals nicht unüblich und häufig mit der Erwartung verbunden, dass das Museum im Gegenzug Objekte geschenkt bekommen würde.

Bei der Auktion erwarb das Museum insgesamt 24 Objekte, von denen heute noch zehn erhalten sind. Im selben Jahr wurden drei weitere Objekte inventarisiert, die in den Akten als Vermächtnis oder Nachlass Margarete Oppenheim gekennzeichnet sind. Zwei von ihnen sind heute noch vorhanden. Im Rahmen der Recherchen hat das Kunstgewerbemuseum zwei weitere Objekte aus der Sammlung Oppenheim identifiziert, die noch zu Lebzeiten von Margarete als Leihgaben ins Museum kamen und dort verblieben, ohne dass es je zu einer Erwerbung kam. Die gefundene Lösung berücksichtigt all die verschiedenen Aspekte des Falles.

Bei den restituierten und zurückerworbenen Stücken handelt es sich um zwei kunsthistorisch bedeutende Werke der Donau-Schule – eine klagende Maria und ein Johannes von einer Kreuzigungsgruppe des Monogrammisten IP – und drei Porzellane aus dem 18. Jahrhundert aus den Manufakturen Meißen und Frankenthal.

Pressebilder: www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/presse/pressebilder.html

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz befasst sich seit Beginn der neunziger Jahre aktiv und verantwortungsbewusst mit der Frage des Umgangs mit verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut. Sie hat bereits in mehr als 50 Restitutionsersuchen unterschiedliche faire und gerechte Lösungen vereinbaren können. Insgesamt hat sie dabei mehr als 350 Kunstwerke und über 1.000 Bücher an die Berechtigten zurückgegeben. Anlass waren meist Rückgabeersuchen. Mit der zunehmenden Aufarbeitung ihrer Bestände durch Provenienzforschung kann die Stiftung aber auch selbst aktiv auf Berechtigte zugehen. Richtschnur ihres Handelns sind dabei stets die Vorgaben der Washingtoner Prinzipien und der „Gemeinsamen Erklärung“ von Bund, Ländern und Kommunen. 

Weiterführende Links

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Pressemitteilung Mon, 22 Jan 2018 09:53:43 +0100
Neue Räume – neue Blickachsen – neue Aussichten http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/01/11/neue-raeume-neue-blickachsen-neue-aussichten.html Die Baustelle der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel eröffnet Perspektiven Berlin. Seit dem Richtfest im April 2016 nimmt die James-Simon-Galerie als zentrales Eingangsgebäude der Berliner Museumsinsel sichtbar von außen wie von innen Gestalt an. Höchste Präzision in der Bauausführung, hochwertige Materialien und die Definition neuer Räume in klaren Linien charakterisieren die Baustelle und eröffnen neue Aussichten für und auf den Stadtraum. Der Neubau entsteht nach Plänen von David Chipperfield Architects, das Projekt-management liegt beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Bauherr, betont: "Wir sind mit der James-Simon-Galerie endlich auf der Zielgeraden und können uns auf ein brillantes Gebäude von David Chipperfield freuen, das die erste Adresse sein wird für die Besucher der Museumsinsel. Das Haus wird faszinierende Blickachsen bieten auf die Bildungslandschaft im historischen Berlin, vor allem aber auch die Form von Gastlichkeit, Orientierung und Information, die ein internationales Publikum von diesem Museumsensemble erwartet." 

Prägendes Material für die inzwischen fertiggestellten Fassaden aus großformatigen Fertigteilen ist Betonwerkstein. Sowohl die Errichtung der Fassaden wie auch die Aufrichtung der extrem schlanken Stützen aus demselben Material erforderten höchste Präzision. Zwischen dem Neuen Museum und der James-Simon-Galerie zeichnet sich nun der durch die neuen Kolonnaden gerahmte Hof ab, in dem auch bereits ein langgestreckter Brunnentisch vorbereitet ist.

Alexander Schwarz, Partner und Design Director bei David Chipperfield Architects Berlin, beschreibt die mittlerweile deutlich wahrnehmbare Wirkung des Gebäudes folgendermaßen: „Die James-Simon-Galerie ergänzt die Topografie der Berliner Museumsinsel. Sie ordnet das Ensemble der solitären Häuser neu und strahlt weit in den Stadtraum. Sie feiert den öffentlichen Raum. Durch ihre Architektur des Wandelns erscheint die Museumsinsel als Freistätte, als Forum, wie einst in den Plänen Friedrich August Stülers.“

Im Gebäudeinneren bestimmen Sichtbetonflächen mit horizontaler Struktur die öffentlichen Bereiche. Die Gebäudehülle wurde zuletzt durch unterschiedliche Glasfassaden geschlossen. In der Hoch-kolonnade wurde eine Sonderkonstruktion realisiert: Dabei garantieren rund 8,50 Meter hohe, im Abstand von 1,50 Metern montierte so genannte Glasschwerter, die die Verglasung halten, sowohl Stabilität als auch störungsfreie Aussicht auf die Umgebung. Eine besondere Herausforderung stellte auch die Produktion der Verbundscheiben aus Glas mit sehr dünn geschliffenem Marmor dar. Diese transluzenten Fassadenelemente kommen im oberen Foyer als besonderes Gestaltungselement zum Einsatz.

Die räumliche Anordnung für künftige Servicefunktionen der James-Simon-Galerie wie Kartenverkauf, Café, Garderoben, Museumsshop etc. zeichnen sich durch den fortschreitenden Innenausbau inzwischen klar ab. Auch das Auditorium mit akustisch wirksamen Deckensegeln aus europäischem Nussbaumholz präsentiert sich bereits in seinem Charakter. 

Der Ausbau der Technikzentralen und die Installationen sind weitestgehend abgeschlossen. Kanäle und Leitungstrassen des hochtechnisierten Gebäudes sind vertikal in Schächten und horizontal in Decken beziehungsweise in den so genannten Rippenböden verlegt, die derzeit einen Fußbodenbelag aus großformatigen Muschelkalkplatten erhalten. Im Wechselausstellungsbereich wird die Zuluft der Klimatisierung nicht über Kanäle, sondern in einem Druckluftboden geführt. Diese Art der Klimatisierung hat den Vorteil, dass auf ein Kanalsystem verzichtet werden kann, erfordert aber bei der Bauaus-führung in diesem Bereich besondere Maßnahmen zur Einhaltung hygienischer, staubfreier Verhältnisse.

Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, erklärt: „Bei den Betonwerksteinarbeiten der James-Simon-Galerie hat es sich bewährt, dass bereits im Vergabeverfahren großer Wert auf Nachweise zu Material- und Ausführungsqualitäten gelegt wurde. So stehen bei diesem Projekt neben der Materialqualität höchste Ansprüche und absolute Maßgenauigkeit bei der Betonwerk-steinfassade und den Kolonnaden im Mittelpunkt.“

Die bauliche Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2018 geplant. Parallel zur Bautätigkeit laufen – ebenfalls in Regie des BBR – die Vorbereitungen zur Ausstattung des Hauses. Hierzu gehören die Einrichtung sämtlicher Arbeitsplätze und die Möblierung der öffentlichen Bereiche, von den Foyers über den Museumshop bis hin zum Café, sowie auch eine Grundausstattung von variabel einsetzbaren Vitrinen und Stellwänden für Wechselausstellungen. Außerdem werden nach Baufertigstellung im Rahmen der Erstausstattung alle technischen, grafischen und medialen Elemente des Ticket-, Kassen- und Kontrollsystems sowie des Leit- und Besucherinformationssystems eingebracht. 

Bestandteil der James-Simon-Galerie ist nicht zuletzt eine Dauer-ausstellung zur Geschichte der Museumsinsel. Als erstes Objekt dieser Ausstellung wurde bereits im Dezember 2017 ein 10 Meter langer Gründungspfahl des ehemaligen, durch Karl Friedrich Schinkel von 1829 bis 1832 errichteten, Packhofes in das Gebäude eingebracht. Dieser Pfahl war während der Baufeldfreimachung für die James-Simon-Galerie in ganzer Länge gezogen und restauriert worden.

Weiterführende Links

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Pressemitteilung 2018 Thu, 11 Jan 2018 18:00:00 +0100
Parzinger: Europäisches Kulturerbejahr für Neustart nutzen http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/01/08/parzinger-europaeisches-kulturerbejahr-fuer-neustart-nutzen.html Das Europäische Kulturerbejahr 2018 in Deutschland wird heute im Hamburger Rathaus eröffnet Unter dem Motto „Sharing Heritage“ wird das gemeinsame kulturelle Erbe Europas im Zentrum des Jahres 2018 stehen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz lädt im Juni zu einem Gipfeltreffen der europäischen Partnerorganisationen ein. 

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ist Botschafter des Kulturerbejahres: „Wenn der französische Präsident von einer Neuerfindung Europas spricht, dann ist unsere gemeinsame kulturelle Geschichte das wichtigste Antrieb dafür. Wir sind davon überzeugt, dass unser Erbe für eine europäische Identität von enormer Bedeutung ist und uns auch in schwierigen Zeiten beieinander stehen lässt.“ 

Als einen der Höhepunkte des Kulturerbejahres veranstaltet die SPK ge-meinsam mit Europa Nostra und dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz den European Cultural Heritage Summit unter dem Motto “Sharing Heritage – Sharing Values” vom 18. bis 24. Juni 2018 in Berlin. Die Anmeldung zum Summit ist ab Februar möglich.

Weiterführende Links:

Hashtags in Sozialen Medien: #SharingHeritage #Heritage4Europe #EuropeForCulture.

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Pressemitteilung 2018 Startseite Intranet Mon, 08 Jan 2018 16:40:53 +0100
„Starke Nerven behalten!“ bei den Wertungsspielen des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2018 in den Fächern Klavier und Komposition http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2018/01/08/starke-nerven-behalten-bei-den-wertungsspielen-des-felix-mendelssohn-bartholdy-hochschulwettbewer.html Am 17. Januar 2018 beginnen die öffentlichen Wertungsspiele des Felix Mendelssohn Bartholdy... Im Fach Klavier nehmen 27 Studierende an den Wertungsspielen teil. Die erste Runde wird in dieser Kategorie am 17. und 18. Januar durchgeführt, die zweite Runde einen Tag später.

Im Fach Komposition treten sieben Studenten an. Die von ihnen geschriebenen Werke werden am 19. Januar von Studierenden ihrer eigenen Hochschulen aufgeführt. Bisher wurden Kompositionen beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb nur nach Partitur bewertet. Die Neuerung in Form der Aufführung der Werke durch Ensembles der Hochschulen der Komponisten dient dazu, den Studierenden eine größere Plattform zu schaffen und dem Publikum die für den Wettbewerb geschriebene Musik direkt vorzustellen. Beginn aller Wertungsspiele ist jeweils um 10 Uhr, der Eintritt ist frei.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen Blick

Die Wettbewerbsteilnehmenden haben die Chance, ihr Können vor hochkarätigen Jurys unter Beweis zu stellen. „Künstlerisch das Beste geben und starke Nerven behalten!“ rät die Pianistin Lilya Zilberstein, die der Jury im Fach Klavier vorsitzen wird, den Studierenden. Bei Komposition hat Christian Jost den Juryvorsitz inne. Er erhofft sich „Werke, welche die bereichernde Vielfalt zeitgenössischen Komponierens widerspiegeln.”

Das Finalkonzert Klavier findet am 20. Januar 2018 im Großen Saal des Konzerthaus Berlin statt. Hierbei treten die maximal vier besten Studierenden dieser Disziplin auf. Je nach persönlicher Präferenz spielen sie das Klavierkonzert Nr. 1 op. 25 oder das Klavierkonzert Nr. 2 op. 40 von Felix Mendelssohn Bartholdy zusammen mit dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung der Dirigentin Corinna Niemeyer.

Die mit einem Ersten Preis prämierten Studierenden beider Fächer präsentieren sich am 21. Januar 2018 im Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger im Konzertsaal der Universität der Künste (UdK) Berlin in der Hardenbergstraße. Die Aufführung wird vom Label „betont“ der UdK Berlin live im Internet übertragen. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Uraufführung des für den Wettbewerb komponierten Werkes „Études de dessin“ für Klavier solo von Kit Armstrong und mindestens eine Uraufführung eines im Fach Komposition mit einem Preis ausgezeichneten Werkes. Auch für dieses Konzert konnte das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Corinna Niemeyer verpflichtet werden.

Künstlerischer Leiter des Wettbewerbs ist seit Frühjahr 2016 Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthaus Berlin. Schirmherr ist Andris Nelsons, Music Director des Boston Symphony Orchestra (BSO) und neu ernannter Kapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig ab Februar 2018. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und der Universität der Künste Berlin.

Die Termine auf einen Blick

17. bis 19. Januar 2018, jeweils ab 10 Uhr
Öffentliche Wertungsspiele Klavier
Konzertsaal der Universität der Künste Berlin
Hardenbergstraße/Ecke Fasanenstraße
10623 Berlin
Hinweis: Zugang nur über Fasanenstraße 1 B, 10623 Berlin
Eintritt frei

19. Januar 2018, ab 10 Uhr bis voraussichtlich 12 Uhr
Öffentliche Wertungsspiele Komposition
Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste Berlin
Bundesallee 1–12
10719 Berlin
Eintritt frei

20. Januar 2018, 17 Uhr
Finalkonzert Klavier
Konzerthausorchester Berlin
Leitung: Corinna Niemeyer
Großer Saal des Konzerthaus Berlin
Gendarmenmarkt
10117 Berlin
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro

21. Januar 2018, 19 Uhr
Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger
Konzerthausorchester Berlin
Leitung: Corinna Niemeyer
Konzertsaal der Universität der Künste Berlin
Hardenbergstraße/Ecke Fasanenstraße
10623 Berlin
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro

Dieses Konzert wird vom Studiengang Tonmeister der UdK Berlin auch live übertragen.

Tickets

Tickets für das Konzert am 20.01.2018 im Konzerthaus Berlin:
www.konzerthaus.de oder Tel. (030) 2030 92101

Tickets für das Konzert am 21.01.2018 im Konzertsaal der UdK Berlin:
www.reservix.de oder Tel. (030) 3185 2374

Presseanfragen und Akkreditierungen

Claudia Assmann
Tel. (030) 3185 2456
presse@fmb-hochschulwettbewerb.de
www.fmb-hochschulwettbewerb.de

Partner und Förderer des Wettbewerbs

  • Konzerthaus Berlin
  • Freunde Junger Musiker e. V. Berlin
  • Freunde Junger Musiker Deutschland
  • betont
  • Elsa-Wera-Arnold-Stiftung
  • Hotel Savoy Berlin
  • Musikverlag Ries&Erler
  • Kasseler Musiktage
  • Kulturradio vom rbb
  • Deutschlandradio Kultur
  • reservix
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Pressemitteilung 2018 Mon, 08 Jan 2018 15:08:00 +0100
Rückgabe aus dem Ethnologischen Museum an Native People in Alaska beschlossen http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/12/18/rueckgabe-aus-dem-ethnologischen-museum-an-native-people-in-alaska-beschlossen.html Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird neun Objekte aus der Sammlung des Ethnologischen Museums... Bei den Objekten handelt es sich um Grabbeigaben von Native People aus dem Südwesten Alaskas. Sie waren unter jenen Objekten, die Johan Adrian Jacobsen, der zwischen 1882 und 1884 die amerikanische Nord-westküste und Alaska im Auftrag des damaligen Königlichen Museums für Völkerkunde (heutiges Ethnologisches Museum) bereiste, nach Berlin brachte.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sagte: „Die Objekte wurden damals ohne Zustimmung der Native People und damit unrechtmäßig aus Gräbern ihrer Verstorbenen entnommen, sie gehören deshalb nicht in unsere Museen. Wir werden Sie nun der Chugach Alaska Corporation zurückgeben, mit der wir seit 2015 an der Aufarbeitung unserer Sammlung zusammenarbeiten.“

Bei den Objekten handelt es sich um Grabbeigaben aus Chenega Island und dem heute unbekannten Ort Sanradna. Darunter befinden sich zwei zerbrochene Masken und eine Kinderwiege, sowie ein Holz-Idol. Masken wurden nach Gebrauch meist verbrannt oder in Gräber gelegt, weshalb heute nicht mehr viele Masken der Chugach existieren. Die rote Farbe auf ihnen verweist auf den Begräbniskontext. Bei dem Holz-Idol handelt es sich vermutlich um eine schamanische Figur, die Menschen vor Gefahren und dem Tod schützen sollte.

Im November 2015 besuchte eine Delegation der Chugach Alaska Corporation das Ethnologische Museum, mit dem Ziel, eine Kooperation für zukünftige Projekte anzustoßen. Hintergrund war unter anderem das Interesse, eine virtuelle Sammlung aller Chugach Objekte weltweit anzulegen. Im Anschluss bat die Corporation das Ethnologische Museum um Unterstützung bei der Rückführung eventuell vorhandener Grabbeigaben der Region. Die Chugach Alaska Corporation (www.chugach-ak.com) ist eine seit 1972 bestehende Interessenvertretung der Native People der Chugach Region in Alaska. Sie setzt sich unter anderem für die Bewahrung des kulturellen Erbes dieser Gruppen ein. Die Regierung der USA unterstützte das Rückgabeersuchen mittels einer Diplomatischen Note.

Die SPK prüfte entsprechend ihrer Grundhaltung zum Umgang mit ihren außereuropäischen Sammlungen und der Erforschung der Provenienzen sorgfältig, aus welchem Kontext die Grabbeigaben stammen, die sich im Ethnologischen Museum befinden. Im vorliegenden Fall deutet alles darauf hin, dass die Objekte aus einer Grabplünderung und nicht einer genehmigten archäologischen Grabung stammen. Aus den Reisetagebüchern von Adrian Jacobsen ist klar erkennbar, dass die Gräber nur zu dem Zweck geöffnet wurden, um deren Inhalte zu entnehmen. Es lagen keine behördlichen oder staatlichen Genehmigungen dafür vor, ebenso wenig war eine Zustimmung der Herkunftsgemeinschaft dokumentiert. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung zur Rückgabe.

Grundhaltung zum Umgang der SPK mit ihren außereuropäischen Sammlungen und der Erforschung der Provenienzen

Johan Adrian Jacobsen bereiste Ende des 19. Jahrhunderts für das Berliner Völkerkundemuseum die amerikanische Nordwestküste und Alaska. Der Direktor des Museums, Adolf Bastian, hatte ihn zum Zweck des Aufbaus einer Sammlung beauftragt, möglichst „originale“, von der europäischen Kultur unbeeinflusste Gegenstände zu sammeln. Jacobsen brachte rund 3000 Objekte von der Nordwestküste und rund 4000 Objekte aus Alaska nach Berlin. Sein Bericht über die Reise ist ein eindrückliches Zeitdokument. Es zeichnet sich allerdings weniger durch genaue ethnografische Beobachtung, denn als Abenteuererzählung eines hartgesottenen Draufgängers aus. Vor diesem Hintergrund wird die Reise des selbsternannten „Kapitäns“ auch im Zentrum eines Ausstellungsmoduls im Humboldt Forum stehen, im Sinne einer kritischen Betrachtung der Sammlungsgeschichte aus heutiger Sicht.

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Press Release in English

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Pressemitteilung 2017 Mon, 18 Dec 2017 17:42:00 +0100