Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz http://www.preussischer-kulturbesitz.de/ Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz de Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz http://www.preussischer-kulturbesitz.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.preussischer-kulturbesitz.de/ 18 16 Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 05 Sep 2017 10:05:28 +0200 Geschichte to go: Geheimes Staatsarchiv PK bietet künftig einen „Archivkoffer“ für Schülerinnen und Schüler an http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/09/05/geschichte-to-go-geheimes-staatsarchiv-pk-bietet-kuenftig-einen-archivkoffer-fuer-schuelerinnen-und.html Um Schülerinnen und Schülern ab Jahrgangsstufe 9 den Umgang mit historischem Quellenmaterial näher... Der Archivkoffer beinhaltet eine Sammlung originalgetreuer Nachbildungen verschiedener Quellengattungen. Die Schriftbeispiele umfassen historische Epochen vom Dreißigjährigen Krieg, über die Revolution 1848 bis zum Ersten Weltkrieg. Zusätzlich enthält der Archivkoffer ein Glossar archivarischer Begriffe, Materialien und Informationen zum Umgang mit Akten sowie ein pädagogisches Begleitheft mit Schriftbeispielen und Transkriptionen.

Konzipiert wurde der Koffer als Angebot der Kulturellen Bildungsarbeit des Archivs. Dieser Servicebereich besteht seit 2013 und hat zum Ziel, als außerschulischer Lernort bei Schülerinnen und Schülern das Interesse an Geschichte zu wecken. Gemäß dem Motto „Archivgut bewahren – Geschichte erforschen“ soll Schülerinnen und Schülern die eigenständige Erforschung des Vergangenen und der kritische Umgang mit Quellen nahegebracht werden. Der Archivkoffer entspricht dem Rahmenlehrplan Geschichte. 

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer sowie Referendarinnen und Referendare können ab September ein Exemplar inklusive pädagogischem Begleitmaterial kostenfrei entleihen. Zusätzlich wird für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 ein Projekttag im Geheimen Staatsarchiv PK mit einer Einführung in die Archivarbeit und das quellengestützte Arbeiten im Archiv angeboten. Buchungsinformationen finden sich auch auf dem Bildungsserver des Landes Berlin-Brandenburg.

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Pressemitteilung Tue, 05 Sep 2017 10:05:28 +0200
Stiftung Preußischer Kulturbesitz restituiert Werke aus der Sammlung Buchthal http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/08/15/stiftung-preussischer-kulturbesitz-restituiert-werke-aus-der-sammlung-buchthal.html Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt neun Werke aus dem Kupferstichkabinett der Staatlichen... Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sagt: „Wie bei fast allen Restitutionsfällen der letzten Jahre konnten wir auch in diesem Fall eine faire und gerechte Lösung finden. Ich danke den Erben von Eugen Buchthal sehr, dass sie uns den Erwerb des Kirchner-Druckes für das Kupferstichkabinett ermöglicht haben.“

Lothar Fremy (Rechtsanwälte Rosbach & Fremy), der die Erben nach Eugen Buchthal vertritt, sagt: „Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat sich sehr darum bemüht, zusammen mit den Erben von Eugen Moritz Buchthal eine gerechte Lösung hinsichtlich der dem Sammler verfolgungsbedingt entzogenen Werke zu finden und hat damit ein weiteres Beispiel dafür gesetzt, wie derartige Angelegenheiten im Rahmen einer wechselseitigen und respektvollen Zusammenarbeit zu einer fairen Lösung gebracht werden können. Die Buchthal-Erben danken der Stiftung sehr für ihren verantwortungsvollen Umgang mit dieser noch heute weitgehend ungelösten Problematik.“

Eugen Moritz Buchthal, geboren am 11.3.1878 in Berlin, war Mitinhaber der Seeler-Herrmann-Damenmäntel- und Kleiderfabrik & Co. Er war verheiratet mit Therese Wolff, mit der er drei Kinder hatte. 1922/23 ließ das Ehepaar in Berlin-Westend von Hans und Wassili Luckhardt sowie Franz Hoffmann eine repräsentative expressionistische Backsteinvilla (1928 umgebaut im Stil der Neuen Sachlichkeit) errichten, die heute zu den Baudenkmälern Berlins zählt. Eugen Buchthal war außerdem passionierter Sammler zeitgenössischer Kunst. Zu seiner Sammlung zählten etwa Werke von Otto Müller, Emil Nolde, Lyonel Feininger, Wilhelm Lehmbruck oder Franz Marc, häufig direkt von den Künstlern erworben.

Eugen Buchthal und seine Familie wurden als Juden von den Nationalsozialisten verfolgt. Buchthals Sohn Hugo, der bei Panofsky studiert hatte, emigrierte bereits 1934 nach London, wo er an der Warburg Library tätig war, seine Tochter Anne Gerda im April 1936, später folgte auch der jüngste Sohn Wolfgang. Im Mai 1936 veräußerte Buchthal den Familienwohnsitz in der Lindenallee 22, blieb jedoch dort wohnen bis er ebenfalls auswanderte. Bereits im Januar 1936 hatte er in größerem Umfang grafische Werke aus seiner Kunstsammlung bei der Galerie Nierendorf eingeliefert. Einige davon wurden noch im selben Monat von den Staatlichen Museen zu Berlin erworben. 1938 emigrierte schließlich auch Buchthal mit seiner Frau nach London, wo er 1954 starb.

Das Kupferstichkabinett hatte 16 Werke aus Eugen Buchthals Sammlung über die Galerie Nierendorf erworben. Im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ wurden einige davon 1937 beschlagnahmt, sodass heute nur mehr neun vorhanden waren: 2 Lithographien von Erich Heckel, 3 Radierungen von Wilhelm Lehmbruck, eine Radierung von Paula Modersohn-Becker, ein Holzschnitt von Emil Nolde, eine Lithographie von Otto Müller sowie eine Radierung von Ernst Ludwig Kirchner.

Bei dem zurückgekauften Werk handelt es sich um den blauen Probedruck einer Radierung (Bild: 26,7 x 34,7 cm, Blatt: 36,6 x 47,8 cm). Im Sommer 1908 reiste Ernst Ludwig Kirchner erstmals auf die Ostseeinsel Fehmarn. Anlässlich dieses Aufenthaltes entstanden unter anderem mehrere Radierungen, von denen meist nur wenige Exemplare erhalten sind. Eine der Besonderheiten von „Fehmarnhäuser mit großem Baum“ ist, dass die Radierung zu den wenigen graphischen Werken gehört, die Kirchner in Blau drucken ließ. Neben dem Blatt in Berlin, einem von Kirchner signierten und als solchen bezeichneten Probedruck, gibt es nur mehr drei weitere blaue Exemplare. Die Druckplatte hat sich in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe erhalten, das motivisch identische Gemälde befindet sich als Leihgabe aus Privatbesitz im Frankfurter Städel. Stilistisch ist der Druck kein „typischer“ Kirchner, sondern eher dem Post-Impressionismus zuzuordnen. Damit stellt das Werk auch in der an Kirchner-Werken so reichen Sammlung des Kupferstichkabinetts eine Besonderheit dar – es ist ein „Kirchner vor Kirchner“. In der Sammlung ist es die perfekte Ouvertüre für eine Reihe von Werken, die in den folgenden Jahren gleichfalls auf Fehmarn entstanden.

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Pressemitteilung 2017 Erwerbungen und Schenkungen Provenienz Eigentumsfragen NS-Raubgut Provenienzforschung Tue, 15 Aug 2017 20:29:57 +0200
Knapp 100.000 Euro Förderung für Erhalt von schriftlichem Kulturerbe in der SPK http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/08/14/knapp-100000-euro-foerderung-fuer-erhalt-von-schriftlichem-kulturerbe-in-der-spk.html „Ostpreußische Folianten“ und „Schriftkunst“ erhalten Schutz Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz erhält aus dem „Sonderprogramm 2017 zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes“ von Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine Förderung von 50.000 Euro zum Schutz der „Ostpreußischen Folianten“. Rund 40.000 Euro erhält die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin für die Restaurierung und Konservierung einer Sammlung von Schriftkunst in einem Modellprojekt der Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts (KEK). In beiden Fällen werden die Fördermittel durch Eigenmittel ergänzt.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „Pflege und Erhalt von schriftlichem Kulturgut sind in unseren Archiven und Bibliotheken ein großes Thema. Ich freue mich, dass wir dank der Förderung durch die KEK die Arbeit an zwei wichtigen Bestandsgruppen angehen können.“

Ostpreußische Folianten im Geheimen Staatsarchiv PK

Die rund 16.800 Ostpreußischen Folianten (16.-18.Jh.) des Geheimen Staatsarchivs PK sind unschätzbar reiche Quellen für die Geschichte des Herzogtums, dann Königsreichs Preußens bzw. der späteren Provinz Ostpreußen. Sie stammen aus den Registraturen von Königsberger Behörden, die ihr Schriftgut nach alten Traditionen in solchen „Folianten“ organisierten, einer Übergangsform zwischen spätmittelalterlichen Amtsbüchern und frühneuzeitlichen Akten. Damit haben sie auch formal großen archivgeschichtlichen Wert. Derzeit stehen sie in langen Reihen im Magazin des GStA PK.

Ulrike Höroldt, seit 1. August 2017 Direktorin des GStA PK, erklärt: „Im Rahmen des Projektes werden die Bände nun gereinigt und konservatorisch angemessen zur Aufbewahrung verpackt. Die Förderung, die wir mit Eigenmitteln ergänzen, bestätigt auch die Anstrengungen, die in den letzten Jahren für die Restaurierung und Konservierung von Archivgut am Haus unternommen wurden.“

Die großformatigen und besonders starkleibigen Folianten werden maßbezogene Spezialverpackungen aus langzeitstabilen, archivgerechten Wellpapp-Boxen erhalten. Wie bisher ist auch weiterhin eine stehende, nun aber schonende Lagerung vorgesehen, da die Buchblöcke durch die maßbezogen umschließende Verpackung stabilisiert werden. Die kleineren Bände in gängigen „Buchgrößen“ werden hingegen zukünftig in der archivischen Standardlagerung aufbewahrt: liegend in einem Archivkarton, zum besonderen Schutz eingeschlagen in eine langzeitstabile „Jurismappe“. Durch die normgerechten Verpackungen sind die Folianten künftig vor Licht und Staub geschützt und können im Sinne der Archivgesetze konservatorisch optimal auf Dauer aufbewahrt werden.

Schriftkunst in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin

Die Bestandsgruppe „Schriftkunst“ in der Kunstbibliothek wurde in den Jahren 1880-1930 aufgebaut. Als Vorbildersammlung für Typographie und Schriftgestaltung umfasst sie Beispiele für Schrift als künstlerische Ausdrucksform. Der konservatorische Zustand der Objekte lässt eine Benutzung im Studienbetrieb in den meisten Fällen nicht mehr zu, obwohl die Sammlung bis heute für Forschung und Lehre vorgesehen ist, insbesondere für den Studiengang „Visuelle Kommunikation“.

Joachim Brand, Leiter der Kunstbibliothek, erklärt: „Die jahrelange intensive Nutzung ist der Sammlung anzusehen: Verschmutzungen, Risse und Fehlstellen sind nur einige der entstandenen Schäden. Auch veraltete Methoden der Objektmontage haben die Schriftträger und die Schreib- und Malmittel in Mitleidenschaft gezogen. Mit der Restaurierung können wir sie nun wieder dauerhaft zugänglich machen.“

Die Bestandsgruppe „Schriftkunst“ umfasst vor allem seltene handschriftliche Unikate – von karolingischen Minuskeln bis zur Kalligrafie des 20. Jahrhunderts aus verschiedenen Kulturkreisen, darunter auch herausragende Beispiele islamischer Schriftkunst. Es finden sich auch viele Bei-spiele von Schriftzeichnung in besonderen Formaten, etwa ausgeschnittene Initialen und Seiten mittelalterlicher Handschriften oder Schriftmuster auf Urkunden, Lehrbriefen, Albumblättern und Wandsprüchen. Diese zeigen eine ungewöhnlich große Vielfalt an verwendeten Materialien und angewandter Techniken – Pergament, Papier, Tinte, Farbpigmente, Blattgold, Collagen, Holzschnitte, Zeichnungen, Buchdruck und vieles mehr.

In dem Projekt soll ein Teil dieser verschiedenartigen Objekte modellhaft so bearbeitet werden, dass Schadensursachen entfernt werden, mechanische Schäden behoben und durch den Einsatz neuer Materialien die Objekte vor beschleunigter chemischer Zersetzung bewahrt werden. Unabhängig von dem Modellprojekt werden zahlreiche weitere Objekte der Bestandsgruppe konservatorisch und restauratorisch bearbeitet werden. Auch eine Digitalisierung ist geplant.

Erhalt von schriftlichem Kulturgut in der Staatsbibliothek

Mit der Ansiedlung der bundesweit agierenden Koordinierungsstelle für die Erhaltung des Schriftlichen Kulturguts, KEK, im Jahr 2011 in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz haben die Träger der KEK, der Bund und die Kulturstiftung der Länder, die besondere Expertise der Bibliothek für das Thema Bestandserhaltung unterstrichen. Wie auch in den anderen Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, den Museen, Archiven und Forschungsinstituten, genießen die präventive Pflege wie auch bestandserhaltende Maßnahmen in der Staatsbibliothek zu Berlin hohe Priorität.

Aus dem Etat der KEK, mit dem bundesweit insbesondere modellhafte Projekte gefördert werden, konnte im Jahr 2015 ein sehr besonderer Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin behandelt werden: Eine altjavanische Handschrift aus Blättern der Gebang-Palme, ein extrem seltenes Zeugnis früher Schriftlichkeit. Auf den Palmblättern findet sich in Kawi-Schrift ein Text auf Sanskrit mit dem Titel Darma Pātañjala. Darin erläutern die Hindu-Gottheit Bhattara sowie ihr Sohn Kumara die Kosmologie des Shivaismus und das Konzept von Yoga und Karma. Nur wenige Dutzend Gebang-Palmblatthandschriften haben die Zeit überdauert. Die 1407 oder 1467 entstandene Berliner Gebang-Handschrift zählt zu den ältesten Exemplaren weltweit. 

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Pressemitteilung 2017 Kulturgutschutz GStA SBB SMB Mon, 14 Aug 2017 13:17:27 +0200
SPK erforscht Herkunft von menschlichen Überresten aus Ost-Afrika – Gerda Henkel Stiftung fördert das Projekt http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/08/02/spk-erforscht-herkunft-von-menschlichen-ueberresten-aus-ost-afrika-gerda-henkel-stiftung-foerdert-da.html Im Rahmen eines Pilotprojektes wird die SPK ab Anfang Oktober die Provenienz von rund tausend... Die Schädel gehören zu den anthropologischen Sammlungen, die die SPK 2011 in äußerst schlechtem Zustand von der Charité übernommen hat.  In den vergangenen Jahren wurden sie zunächst aufwändig gereinigt und konservatorisch gesichert. Um ihre Herkunft klären zu können, haben die zuständigen Wissenschaftler eine Forschungsdatenbank aufgebaut und erste Recherchen an ausländischen Archiven durchgeführt.

Das zweijährige Projekt zur Aufarbeitung der Bestände aus dem ehemaligen Deutsch-Ostafrika soll als Vorbild auch für die zukünftige Erforschung der Provenienz der übrigen Human Remains dienen, die sich in der Obhut des Museums für Vor- und Frühgeschichte befinden. Dazu müssen die weltweit verstreuten Quellen zu dem Bestand erfasst und ausgewertet werden. Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete werden in dem Projekt zusammenarbeiten, da sowohl ethnologische als auch anthropologische und kolonialgeschichtliche Kenntnisse nötig sind. Ziel ist es auch, ein internationales Netzwerk mit Wissenschaftlern aus den betroffenen Herkunftsländern (Tansania, Burundi, Rwanda) aufzubauen, um eine angemessene Erforschung zu gewährleisten.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „Um entscheiden zu können, wie wir weiter mit den menschlichen Überresten umgehen, müssen wir genau wissen, woher sie kommen, insbesondere ob sie aus einem Unrechtskontext stammen. Auch die Entscheidung über eine Restitution ist von den Forschungsergebnissen abhängig. Je nach Herkunft der Gebeine suchen wir die angemessenste Lösung. Wenn wir sie eindeutig einer Herkunftsgesellschaft zuordnen können, werden wir gemeinsam mit deren Vertretern über den Umgang beraten und die Rückgabe diskutieren.“

Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung, ergänzt: „Das Projekt bietet die große Chance, exemplarisch zu zeigen, wie man gemeinsam mit Wissenschaftlern der Zielregionen Rückgabekonzepte auf Augenhöhe erarbeitet. Aus Sicht der Stiftung wäre es wünschenswert, dass dieses Pilotprojekt Maßstäbe für einen – lange überfälligen und fairen – Dialog mit Partnern aus ehemaligen Kolonien über den künftigen Umgang mit deren kulturellem Erbe setzen wird.“

Da die Primärdokumentation der vom Museum für Vor- und Frühgeschichte betreuten anthropologischen Sammlungen größtenteils nicht mehr existiert, müssen zu deren Erforschung zahlreiche andere Quellen herangezogen werden. Relevant sind zum Beispiel Aufzeichnungen von Sammlern, die sich teils in öffentlichen Archiven, teils auch in Privatbesitz im In- und Ausland befinden. Weil die Sammlungstätigkeit häufig in eine koloniale Infrastruktur eingebettet war, sind auch Akten wirtschaftlicher, militärischer oder kirchlicher Institutionen von Interesse. Ergänzende (nichtinvasive) anthropologische Untersuchungen an den Objekten selbst können ebenfalls wichtige Erkenntnisse zu Herkunft und Erwerbung liefern.

Zum einem Pressetermin zum Projektstart wird gesondert eingeladen.

Grundlage der SPK für den Umgang mit menschlichen Überresten sind die Richtlinien des Deutschen Museumsbundes und die eigenen dazu entwickelten Grundpositionen der SPK. Diese besagen, dass vor jeder anderen Forschung die Provenienzforschung steht.

Die Gerda Henkel Stiftung wurde im Juni 1976 von Frau Lisa Maskell zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel als gemeinnützige Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf errichtet. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft, vornehmlich auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft. Sie hat bislang weltweit mehr als 6.600 Forschungsprojekte mit rund 160 Millionen Euro unterstützt. Seit 2015 setzt sich die Stiftung in ihrem Förderschwerpunkt „Patrimonies“ verstärkt für den Erhalt kulturellen Erbes vor allem in Krisenregionen ein. Im subsaharischen Afrika unterstützt sie unter anderem Projekte zur Bewahrung mündlicher Erinnerung in Kamerun und Gambia, zur Digitalisierung von Handschriften in Mali und Mauretanien und zur Erforschung archäologischer Zeugnisse in der DR Kongo und in Äthiopien.

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Pressemitteilung 2017 Wed, 02 Aug 2017 11:45:00 +0200
Parzinger zum Kulturgutschutzgesetz: Illegaler Handel kein Kavaliersdelikt mehr http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/08/02/parzinger-zum-kulturgutschutzgesetz-illegaler-handel-kein-kavaliersdelikt-mehr-1.html Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sieht positive Entwicklungen nach der Novellierung des... Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Der illegale Handel mit Kulturgütern ist ein weltweites Problem. Wir müssen darauf hinarbeiten, dass der Wert von Kulturgut, seine gesellschaftliche und kulturelle Rolle eine Anerkennung findet. Vor allem in Krisenzeiten geht sein Wert deswegen über einen rein materiellen hinaus: Kulturgüter geben kulturelle Identität und Halt, ermöglichen Orientierung und wecken die Hoffnung auf gesellschaftliche Aussöhnung.“ 

Das Gesetz, so Parzinger, sei eine klare Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens für den Kulturgutschutz, denn es sei die überfällige Umsetzung der UNESCO-Konvention von 1970. Es habe rechtliche Rahmenbedingungen für das Vorgehen gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern in Deutschland geschaffen, indem es das wenig praktikable Listenverfahren des Gesetzes von 2007 abgelöst habe. Durch die Novellierung sei nun erstmals auch die Möglichkeit strafrechtlicher Konsequenzen gegeben – illegaler Handel sei nun kein Kavaliersdelikt mehr. „Unsere Partner im Ausland bestätigen immer wieder, dass die Novellierung des Gesetzes ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einheitlichen Standards für den Kulturgutschutz auf EU-Ebene war.“

Erhöhte Sorgfaltspflichten für den Handel, der nun die Pflicht hat, darzulegen, dass das angebotene Kulturgut rechtmäßig eingeführt worden ist, sieht Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums und Koordinator des Verbundprojekts „ILLICID“, das Methoden der Dunkelfeldforschung im Bereich des Handels mit Kulturgütern erprobt: „Zu unseren Beobachtungen gehört derzeit, dass in Deutschland archäologische Objekte aus dem östlichen Mittelmeerraum in beträchtlichem Umfang zum Kauf angeboten werden, darunter auch zahlreiche Objekte aus dem Irak und Syrien. Beide Staaten sehen jedoch keine Ausfuhr von archäologischem Kulturgut vor und die Einfuhr sowie der Handel mit ihnen sind innerhalb der EU durch unmittelbar geltendes EU-Recht erheblich beschränkt. Besorgniserregend ist daher, dass für die große Mehrheit dieser Objekte kaum aussagekräftige Angaben zur Provenienz gemacht werden. Dieser Befund ist auch nur schwer vereinbar mit den Regelungen des neuen Kulturgutschutzgesetzes.“ 

Hilgert ergänzt: „ILLICID zeigt, wie wichtig es ist, dass Expertinnen und Experten den Handel mit Kulturgütern systematisch beobachten und dokumentieren. Nur so kann eine verlässliche Faktenbasis geschaffen werden, die möglicherweise auch Aufschluss über illegale Aktivitäten in diesem Bereich oder Potentiale für die Terrorismusfinanzierung liefert.“ 

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Pressemitteilung Wed, 02 Aug 2017 11:17:28 +0200
Parzinger: SPK wird dauerhaft an die Schrecken und Wirkungen der Propagandaausstellung „Entartete Kunst“ erinnern http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/07/19/parzinger-spk-wird-dauerhaft-an-die-schrecken-und-wirkungen-der-propagandaausstellung-entartete-ku.html Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird nach den Worten ihres Präsidenten Hermann Parzinger... Die Nationalgalerie, die unter ihrem damaligen Direktor Ludwig Justi eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgebaut hatte, verlor über 500 Werke. Die SPK beklagt nicht nur die riesigen Lücken, die die Aktion ‚Entartete Kunst‘ in die Sammlungen der Museen gerissen hat, sondern erforscht auch die Rolle, die Mitarbeiter der Museen bei der Aussonderung und Vernichtung von Kunstwerken gespielt haben“, sagte Parzinger. 

Der SPK-Präsident erinnert auch an die Wanderausstellung zum „Berliner Skulpturenfund – Entartete Kunst im Bombenschutt", die im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung in 5 deutschen Städten zu sehen war und weitere Stationen absolvieren wird. 2010 waren bei einer archäologischen Grabung vor dem Roten Rathaus Skulpturen der klassischen Moderne gefunden worden. Forschungen ergaben, dass die Werke von Otto Baum, Karl Ehlers, Otto Freundlich, Richard Haizmann, Karl Knappe, Will Lammert, Karel Niestrath, Marg Moll, Emy Roeder, Edwin Scharff, Naum Slutzky, Milly Steger, Gustav Heinrich Wolff und Fritz Wramp bei der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt worden waren. 

Aktuell zeigt die Nationalgalerie regelmäßig in der „Neuen Galerie“ im Hamburger Bahnhof Ausstellungen zur Kunst der Moderne, derzeit: „Rudolf Belling. Skulpturen und Architekturen“ (noch bis 17.9.2017). Auch Werke von Belling waren in der Ausstellung „Entartete Kunst“ vertreten.

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Pressemitteilung Wed, 19 Jul 2017 10:38:30 +0200
Ausstellung „Gläubiges Staunen – Biblische Traditionen in der Islamischen Welt“ http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/06/29/ausstellung-glaeubiges-staunen-biblische-traditionen-in-der-islamischen-welt.html Eine Sonderausstellung des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin... Anhand von herausragenden Handschriften zeigt die Ausstellung die Viel-falt der christlichen Traditionen im Vorderen Orient – von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert. Bibelhandschriften jüdischer und orientalisch-christlicher Glaubensgemeinschaften werden gemeinsam mit islamischen Handschriften, die biblische Sujets reflektieren, präsentiert. Neben prächtig illuminierten armenischen Evangeliarien, syrischen Pergamentbibeln oder koptischen Papyri werden u.a. auch indische Miniaturen mit christlichen Motiven zu sehen sein.

Zur Presseführung (16:30 Uhr) und Eröffnung (18 Uhr) am 13. Juli 2017 im Pergamonmuseum (Mschatta Saal) laden wir Sie herzlich ein.

Zur Eröffnung sprechen:

  • Stefan Weber, Direktor des Museum für Islamische Kunst 
  • Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin 
  • Christoph Rauch, Leiter der Orientabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin 
  • Ronny Vollandt, Professor für Judaistik, Ludwig-Maximilians-Universität München: „Die Bibel auf Arabisch? Ein Blick in frühe Handschriften“

Der kulturelle und künstlerische Austausch zwischen den unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften war im östlichen Mittelmeerraum ein häufiges Phänomen. Die Bibel entstand im Orient – Judäa, Ägypten und Persien sind einige ihrer historischen Schauplätze. Der Islam wiederum entstand in einem von Judentum und Christentum geprägten Umfeld; und der Koran bezieht sich an mehreren Stellen auf den biblischen Text und setzt diese Themen und Gestalten als bekannt voraus.

In der Ausstellung werden hochkarätige Handschriften aus den reichen Beständen der Orientabteilung der Staatsbibliothek für drei Monate mit islamischer Buchkunst aus der Privatsammlung Vollmer und dem Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin in Dialog treten. Anhand zahlreicher Beispiele werden so die Verbindungen zwischen christlicher und islamischer Buchkunst sichtbar: Die Illustrationen in manchen islamischen Bilderhandschriften haben nicht selten verblüffende Ähnlichkeiten mit zeitgenössischen christlichen Vorbildern aus byzantinischen, armenischen und syrischen Manuskripten, besonders aus illustrierten Bibeln. Umgekehrt reflektieren auch die christlichen Bibelhandschriften den jahrhundertelangen Kulturkontakt mit ihrer muslimischen Umwelt. 

Die Ausstellung beginnt bei den Ursprüngen der Bibel mit hebräischen und griechischen Urtexten: Ein früher koptischer Kodex (4. Jh. n.Chr.) aus Ägypten mit den Sprüchen Salomos ist das älteste Objekt. Eine Besonderheit stellt eine samaritanische Tora dar, die an der Stelle des Aaronitischen Segens von den Küssen der Gläubigen dunkel gefärbt ist. Sehr seltene biblische Zeugnisse aus dem einstmals christlichen Nubien des 10./11. Jahrhunderts, die ersten jemals gefundenen Texte der nubisch-christlichen Kultur, werden zu sehen sein. Leuchtende Farben und eine direkte Bildsprache zeichnen die äthiopischen Pergamenthandschriften aus, Zeugen einer ungebrochenen tiefen Religiosität, die bis heute das christliche Äthiopien prägt. Für die reiche arabisch-christliche materielle und geistige Kultur stehen ein Evangeliar aus dem Palästina des 11. Jahrhunderts und ein wunderbar illuminiertes Prophetenbuch aus dem frühen 14. Jahrhundert. In den gezeigten muslimischen Handschriften treten vertraute biblische Gestalten und Geschichten gleichsam verändert auf und sind doch immer wiederzuerkennen. Den zahlreichen im Koran und anderen islamischen Überlieferungen zu findenden biblischen Gestalten sind etwa die Qiṣaṣ al-anbiyāʾ (Erzählungen von den Propheten) gewidmet. Die indischen Miniaturen mit zahlreichen Heiligen- und Madonnendarstellungen aus der Sammlung Vollmer zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit europäischer Kunst, die seit dem Ende des 16. Jahrhunderts zu beobachten ist.

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Pressemitteilung 2017 Thu, 29 Jun 2017 12:17:23 +0200
Wilhelm von Humboldt – Gründervater der Museumsinsel http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/06/22/wilhelm-von-humboldt-gruendervater-der-museumsinsel.html Festakt am Familiensitz Schloss Tegel / Parzinger: Bildungsreformer und Gründervater der... Aus Anlass des 250. Geburtstages von Wilhelm von Humboldt haben heute der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Gründungsintendant des Humboldt Forums Hermann Parzinger und die Familie von Heinz zu einem Festakt auf Schloss Tegel geladen. Im Anschluss an die Kranzniederlegung an der Familiengrabstätte und die Grußworte der Einladenden hielt Neil MacGregor, Leiter der Gründungsintendanz des Humboldt Forums, die Festrede „Eine ganz moderne Vergangenheit“. Das musikalische Rahmenprogramm wurde von der Sing-Akademie zu Berlin gestaltet.

Hermann Parzinger sagte: „Wilhelm von Humboldt ist uns heute noch Vorbild und hat auch für die Staatlichen Museen eine entscheidende Rolle gespielt. In seinem humanistischen Bildungskonzept kam der ästhetischen Erziehung durch Kunst eine zentrale Rolle zu, unterstützt durch das Museum als Ort freier Selbstbildung. Und so wurde Wilhelm von Humboldt nicht nur zum Gründer der Berliner Universität, sondern auch zu einem Gründervater der Museumsinsel.“

Die Mitglieder der Familie von Heinz sind die direkten Nachkommen Wilhelm von Humboldts und bewohnen und erhalten Schloss Tegel, den früheren Wohnsitz Wilhelm von Humboldts. Schloss Tegel, die Grabstätte und der öffentlich zugängliche Park bilden ein Ensemble, dessen Bedeutung als geistesgeschichtliches Dokument für das Leben und Wirken der Brüder Humboldt kaum überschätzt werden kann.

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Pressemitteilung 2017 Startseite Intranet Thu, 22 Jun 2017 11:15:50 +0200
Deutsch-Amerikanisches Austauschprogramm zur Provenienzforschung: Jetzt für 2018 bewerben! http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/06/15/deutsch-amerikanisches-austauschprogramm-zur-provenienzforschung-jetzt-fuer-2018-bewerben.html Seit Anfang 2017 läuft der Deutsch-Amerikanische Austausch zur Provenienzforschung. Das dreijährige... Der „Deutsch-Amerikanische Austausch zur Provenienzforschung / German-American Provenance Exchange Program for Museum Professionals (PREP)“ soll ein gemeinsames transatlantisches Netzwerk etablieren und so die Provenienzforschung zur NS-Zeit in beiden Ländern künftig effizienter gestalten. Die Teilnehmer jedes Jahrgangs treffen sich zu jeweils einem Workshop in den Vereinigten Staaten und einem in Deutschland. Nach einem erfolgreichen Auftakttreffen in New York im Februar trifft sich der erste Jahrgang im September 2017 in Berlin wieder. Im Jahr 2018 werden die Treffen in Los Angeles und München stattfinden.

Organisatoren

  • Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin)
  • Smithsonian Institution, Washington, USA (Smithsonian Provenance Research Initiative)

Projektpartner

  • Staatliche Kunstsammlungen Dresden
  • Zentralinstitut für Kunstgeschichte München
  • Metropolitan Museum of Art, New York
  • Getty Research Institute, Los Angeles
  • Deutsches Zentrum Kulturgutverluste (Beratender Teilnehmer)

Das Projekt wird durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. PREP wird ebenfalls gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Mehr zu PREP und zum Bewerbungsverfahren:

 Austauschprogramm zur Provenienzforschung

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Pressemitteilung Thu, 15 Jun 2017 10:45:50 +0200
100 Jahre Staatliches Institut für Musikforschung: Magazin zum Jubiläum erscheint http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/news/2017/06/12/100-jahre-staatliches-institut-fuer-musikforschung-magazin-zum-jubilaeum-erscheint.html Das „Soundlabor“ am Potsdamer Platz wurde 1917 im niedersächsischen Bückeburg gegründet: Das... Es liegt in direkter Nachbarschaft der Berliner Philharmonie und feiert Jubiläum: Das Staatliche Institut für Musikforschung (SIM) mit dem Musikinstrumenten-Museum. Bevor die kleinste Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz am 23. Juni im Beisein von Kulturstaatsministerin Grütters als größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung für Musikwissenschaft in Deutschland gewürdigt wird und am 24. Juni einen Publikumstag ausrichtet, erscheint an diesem Montag das SPK-Magazin mit einer neuen Ausgabe - dank der Unterstützung durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz. Im neuen Heft erinnert Manuel Brug noch einmal daran, warum der musikbegeisterte Fürst Adolf II. zu Schaumburg-Lippe 1917 ein solches Institut aus der Taufe hob, und reist mit dem heutigen SIM-Direktor Thomas Ertelt per Westfalenbahn an die Geburtsstätte nach Bückeburg.

Julia Spinola wiederum hat sich mit dem Musikwissenschaftler Heinz von Loesch und dem Violinisten Michael Barenboim getroffen, um der Frage nachzugehen, ob es die richtige Interpretation in der falschen gibt – und umgekehrt. Damit beschäftigt sich das groß angelegte Forschungsprojekt „Geschichte der Interpretation“, das von Loesch am SIM leitet. Frederik Hanssen hat sich von der Musikerin Katharina Bäuml erzählen lassen, wie die Alte Musik im Musikinstrumenten-Museum frisch gehalten wird und welche Möglichkeiten darin zu entdecken sind. Schließlich entdeckt Richard Schroetter einen der größten Pianisten der Welt neu: Josef Hofmann, dessen Nachlass zu den Schätzen des SIM gehört.

Abgerundet wird das Magazin von einer Architekturkritik von Philipp Oswalt, der die postume „Aktualisierung“ der Scharoun‘schen Baukunst in den 1980er Jahren durch Edgar Wisniewski in Augenschein genommen hat. Und wer wissen will, warum Alfred Hitchcocks Vögel letztlich doch sehr berlinisch klingen, dem sei das Heft ebenfalls empfohlen. 

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Pressemitteilung Mon, 12 Jun 2017 13:47:22 +0200