Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz http://www.preussischer-kulturbesitz.de/ Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz de Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz http://www.preussischer-kulturbesitz.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.preussischer-kulturbesitz.de/ 18 16 Pressemitteilungen der SPK - Stiftung Preußischer Kulturbesitz TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 25 May 2018 12:41:17 +0200 Vom 18. bis 24. Juni 2018 findet in Berlin und Potsdam der European Cultural Herita http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/05/25/10118-vom-18-bis-24-juni-2018-findet-in-berlin-und-potsdam-der-european-cultural-herita.html Der European Cultural Heritage Summit unter dem Motto „Sharing Heritage - Sharing Values“ ist die... Ein solcher internationaler Gipfel findet zum ersten Mal in dieser Form statt und stellt eine einzigartige Plattform für den Austausch diverser Stakeholder aus dem Feld des kulturellen Erbes dar. Die meisten Fachveranstaltungen finden vom 18. bis zum 21. Juni statt. Unter anderem treten hier das Bundesministerium für Inneres, Bauen und Heimat, die Deutsche UNESCO Kommission, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, das British Council, Eurocities, NEMO, ICOMOS, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die Humboldt-Universität zu Berlin, Bertelsmann und das Goethe-Institut als Veranstalter auf. Einige Veranstaltungen richten sich dabei speziell an ein jüngeres Publikum (Jugendkonferenz „Erinnerungskultur in einer digitalen Welt“, Studierenden-Summit “Culture Up Your Future – Living out European Heritage in the Digital Age”, Young Professionals Summit „Kulturerbe ist Zukunft / The Future is Heritage”).

Im Rahmen der European Policy Debate „Sharing Heritage - Sharing Values“ wird am 22. Juni im Allianzforum und im Berlin Congress Center die Rolle des Kulturerbes in Bezug auf europäische Werte, Identität und Kohäsionspolitik auf hoher politischer Ebene diskutiert werden. Unter anderem werden sprechen: Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung; Corina Creţu, EU-Kommissarin für Regionalpolitik; Karl-Heinz Lambertz, Präsident des Ausschusses der Regionen; Luca Jahier, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses und Françoise Nyssen, französische Kulturministerin. Als Teil der Debatte wird außerdem der „Berlin Call“ präsentiert. Dieser stellt einen bedeutenden Beitrag zur „Neuen europäischen Agenda für Kultur“ und den „Aktionsplan für Kulturerbe“ dar, die derzeit durch die Europäische Kommission vorbereitet werden.

Am Abend des 22. Juni werden im Berlin Congress Center die diesjährigen Gewinner des Kulturerbepreises der Europäischen Union (Europa Nostra Award) in einer feierlichen Zeremonie geehrt. Der Festveranstaltung werden unter anderem der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in seiner Funktion als Schirmherr für das Europäische Kulturerbejahr in Deutschland, Plácido Domingo, Opernsänger und Präsident von Europa Nostra und Regisseur Wim Wenders beiwohnen.

Am Samstag, den 23. Juni wird die Öffentlichkeit zum „Europäischen Picknick in Sanssouci“ unterhalb der Terrassen des Orangerieschlosses eingeladen. Am Sonntag, den 24. Juni findet auf dem Berliner Gendarmenmarkt der Mitmach-Markt „Wir Erben!“ statt.

Eine Liste aller Veranstaltungen im Rahmen des European Cultural Heritage Summits finden Sie hier:http://european-cultural-heritage-summit.eu/de/veranstaltungen Eine Presseeinladung mit Details zur Akkreditierung folgt in Kürze. 

Hinweis: Die SPK möchte ihren Presseverteiler aktuell halten. Wenn Sie Änderungen Ihrer Adressangaben mitteilen möchten oder keine Presseinformationen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an pressestelle@hv.spk-berlin.de oder melden sich mit dem folgenden Online-Formular ab: www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/presse/presseverteiler.html. Hinweise zum Datenschutz bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter www.preussischer-kulturbesitz.de/service/datenschutz.html

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Pressemitteilung Fri, 25 May 2018 12:41:17 +0200
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz erhält wertvolles Kunsthandwerk zurück, das ins Gotische Haus gehört http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/05/25/10117-kulturstiftung-dessau-woerlitz-erhaelt-wertvolles-kunsthandwerk-zurueck-das-ins-gotische-haus-g.html SPK-Präsident Hermann Parzinger übergibt in Wörlitz 21 Objekte, die sich als Fremdbesitz im... Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat 21 kunsthandwerkliche Objekte an die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz zurückgegeben, die sich bislang im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin befanden. Die Objekte wurden 1943 aus dem Gotischen Haus in Wörlitz in das Bergwerk Sovayhall bei Bernburg ausgelagert. Von dort wurden sie 1946 durch die Rote Armee in die Sowjetunion abtransportiert. Bei der Rückgabe von rund 1,5 Mio. Objekten an die DDR 1958 gelangten sie irrtümlich nach Ost-Berlin. Im dortigen Kunstgewerbemuseum erhielten sie teils temporäre Inventarnummern als Zeichen für ihre ungeklärte Herkunft, teils wurde irrtümlich angenommen, dass sie zum ehemaligen Bestand des Hohenzollernmuseums im Schlosses Monbijou gehörten. Im Zuge der Mitarbeit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Deutsch-Russischen Museumsdialog konnte dieser Fremdbesitz nun der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz zugeordnet und die Rückgabe der Objekte eingeleitet werden.

Das Ende des 18. Jh. erbaute Gotische Haus zählt zu den frühesten und besterhaltenen neogotischen Architekturen auf dem europäischen Kontinent. Neben der umfangreichen Sammlung von  Glasgemälden in den großen Fenstern schufen darin altdeutsche Gemälde sowie zahlreiche historische Bildnisse, Waffen und kunsthandwerkliche Objekte eine Atmosphäre, die den Geist des ausgehenden Mittelalters atmen sollte. Die Glasgemälde wurden schon 1946 wieder eingebaut und auch ein Teil der Gemälde wieder gezeigt. Im Zuge der großen Rückgabe der Sowjetunion 1958 kehrten auch die meisten Gemälde und Grafiken nach Wörlitz zurück. Allein die kunsthandwerklichen Objekte und die Möbel aus dem Gotischen Haus sowie das Porzellan aus dem Schloss Oranienbaum fehlten. 

Das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin konnte nun – wie beschrieben – 21 Objekte identifizieren, die nach Wörlitz gehören. Darunter sind beispielsweise ein geschnitztes Tablett aus dem Horn eines Elches, ein Briefbeschwerer aus weißem Stein, ein Krug aus Steinzeug (Schnelle) mit Zinndeckel, ein Korallenzweig, ein Porzellanwaschkrug mit Malerei im japanischen Stil, Glasgefäße, Vasen, Bernsteinfragmente und zwei gläserne Stiefel. 

SPK-Präsident Hermann Parzinger sagte bei der Übergabe: „Für viele Museen in Deutschland ist die Nachkriegszeit noch nicht zu Ende. Wir forschen, recherchieren und fahnden nach auseinandergerissenen Sammlungen. Der Deutsch-Russische Museumsdialog hilft uns, ganz neue Verbindungen herzustellen und die Puzzleteile zusammenzusetzen. Wenn wir Kriegsverluste anderer Museen in unseren Sammlungen identifizieren, ist es für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine Selbstverständlichkeit, sie zurückzugeben, so wie das heute geschehen ist. Ich ahne, was es bedeutet, wenn solch lang vermisste Stücke wieder ins Gotische Haus zurückkehren. Das ist ein Tag der Freude für Wörlitz!“

Brigitte Mang, Vorstand und Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, betonte: „Mein Dank gilt allen Institutionen und KollegInnen für die sehr gute Zusammenarbeit über so viele Jahre und Jahrzehnte. Diese hat zu den sehr beeindruckenden Ergebnissen geführt, die wir heute präsentieren dürfen. Die Rückgabe ist ein beeindruckendes Zeichen erfolgreicher Kunst- und Kulturpolitik."

Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, erklärte: „Die nun erfolgte Rückgabe erfüllt mich mit großer Freude für das Kulturland Sachsen-Anhalt. Sie ist auch ein großer Erfolg des Deutsch-Russischen Museumsdialogs. Generell genießt die Provenienzforschung in Sachsen-Anhalt einen sehr hohen Stellenwert. Nicht ohne Grund hat das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste seinen Sitz in Magdeburg. Unser Anliegen ist es, auch im Kulturbereich einen wichtigen Beitrag zur Wiedergutmachung erlittenen Unrechts zu leisten.“

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Pressemitteilung Fri, 25 May 2018 10:41:19 +0200
Rückgabe aus dem Ethnologischen Museum an Native People in Alaska http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/05/16/10089-rueckgabe-aus-dem-ethnologischen-museum-an-native-people-in-alaska.html Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat heute neun Objekte aus der Sammlung des Ethnologischen... Bei den Objekten handelt es sich um Grabbeigaben von Native People aus dem Südwesten Alaskas. Sie waren unter jenen Objekten, die Johan Adrian Jacobsen, der zwischen 1882 und 1884 die amerikanische Nordwestküste und Alaska im Auftrag des damaligen Königlichen Museums für Völkerkunde (heutiges Ethnologisches Museum) bereiste, nach Berlin brachte. Alles deutet darauf hin, dass die Objekte aus einer Grabplünderung und nicht einer genehmigten archäologischen Grabung stammen. Vor diesem Hintergrund fiel im Dezember 2017 die Entscheidung zur Rückgabe entsprechend der Grundhaltung zum Umgang der SPK mit ihren außereuropäischen Sammlungen und der Erforschung der Provenienzen.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sagte: „Die Objekte wurden damals ohne Zustimmung der Native People und damit unrechtmäßig aus Gräbern entnommen. Sie gehören deshalb nicht in unsere Museen..Ich freue mich besonders, dass diese Rückgabe nun aber nicht den Abschluss einer Zusammenarbeit markiert, sondern dass wir im Gegenteil den Austausch mit der Chugach Alaska Corporation im Zuge einer Kooperation noch intensivieren werden.“

John Johnson sagte: „Die Chugach freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin, die zu unterschiedlichen Formen des Kulturaustausches führen wird. Ich bin stolz und auch sehr dankbar für all die Bemühungen, die diesen Traum wahr werden ließen.“.

Die restituierten Objekte werden künftig in der Chugach Community präsentiert, unter anderem im Rahmen des jährlich stattfindenden Chugach Spirit Camps, das dem Wissensaustausch zwischen den Generationen und den verschiedenen tribes, die sich heute zu den Chugach zählen, dient. Im Rahmen des aktuellen Besuches von John Johnson in Berlin wurde auch ein Memorandum of Understanding mit dem Ethnologischen Museum vorbereitet. Von beiden Seiten besteht Interesse, in den nächsten Jahren eine gemeinsame Ausstellung für das Humboldt Forum zu entwickeln, die als Wanderausstellung auch in Alaska gezeigt wird.

Grabbeigaben der Chugach

Bei den Objekten handelt es sich um Grabbeigaben aus Chenega Island und dem heute unbekannten Ort Sanradna (Soonroodna) in Kachemak Bay. Darunter befinden sich zwei zerbrochene Masken und eine Kinderwiege sowie ein Holz-Idol. Masken wurden nach Gebrauch meist verbrannt oder in Gräber gelegt, weshalb heute nicht mehr viele Masken der Chugach existieren. Die rote Farbe auf ihnen verweist auf den Begräbniskontext. Bei dem Holz-Idol handelt es sich vermutlich um eine schamanische Figur, die Menschen vor Gefahren und dem Tod schützen sollte. Insgesamt besitzt das Ethnologische Museum knapp über 200 Objekte der Chugach.

In der Chugach-Region in Südwest-Alaska lebten seit mehreren tausend Jahren Menschen, die sich als Sugpiaq oder Alutiiq bezeichnen und früher auch Pazifik-Eskimos genannt wurden. Vor etwa 1.000 bis 1.500 Jahren wanderten dann auch athabaskisch-sprachige Indianergruppen ein, die heutigen Dena’ina (früher Tanaina genannt). Heute leben die Alaskan Natives, die sich als Chugach bezeichnen, rund um den Prince William Sound und Cook Inlet. Sie leben in sieben Communities: Chenega, Eyak, Nanwalek, Port Graham, Seward, Tatilek and Valdez. Regelmäßige Kontakte zu Europa bestanden seit der Zeit des Zaren Peter des Großen.

Die Chugach Alaska Corporation (www.chugach-ak.com) ist eine seit 1972 bestehende Interessenvertretung der Native People der Chugach Region in Alaska. Sie setzt sich unter anderem für die Bewahrung des kulturellen Erbes dieser Gruppen ein.

Rückgabe

Im November 2015 besuchte eine Delegation der Chugach Alaska Corporation das Ethnologische Museum, mit dem Ziel, eine Kooperation für zukünftige Projekte anzustoßen. Hintergrund war unter anderem das Projekt Llangaklluku Llucilerpet Cuumi: Becoming Aware of Our Beginnings, dessen Ziel es ist, eine virtuelle Sammlung aller Chugach Objekte weltweit anzulegen. Im Anschluss bat die Corporation das Ethnologische Museum um Unterstützung bei der Rückführung eventuell vorhandener Grabbeigaben der Region. Die Regierung der USA unterstützte das Rückgabeersuchen mittels einer Diplomatischen Note.

Die SPK prüfte entsprechend ihrer Grundhaltung zum Umgang mit ihren außereuropäischen Sammlungen und der Erforschung der Provenienzen sorgfältig, aus welchem Kontext die Grabbeigaben stammen, die sich im Ethnologischen Museum befinden. Im vorliegenden Fall deutet alles darauf hin, dass die Objekte aus einer Grabplünderung und nicht einer genehmigten archäologischen Grabung stammen. Aus den Reisetagebüchern von Adrian Jacobsen ist klar erkennbar, dass die Gräber nur zu dem Zweck geöffnet wurden, um deren Inhalte zu entnehmen. Es lagen keine behördlichen oder staatlichen Genehmigungen dafür vor, ebenso wenig war eine Zustimmung der Herkunftsgemeinschaft dokumentiert. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung zur Rückgabe.

Grundhaltung zum Umgang der SPK mit ihren außereuropäischen Sammlungen und der Erforschung der Provenienzen

Johan Adrian Jacobsen bereiste Ende des 19. Jahrhunderts für das Berliner Völkerkundemuseum die amerikanische Nordwestküste und Alaska. Der Direktor des Museums, Adolf Bastian, hatte ihn zum Zweck des Aufbaus einer Sammlung beauftragt, möglichst „originale“, von der europäischen Kultur unbeeinflusste Gegenstände zu sammeln. Jacobsen brachte rund 3000 Objekte von der Nordwestküste und rund 4000 Objekte aus Alaska nach Berlin. Sein Bericht über die Reise ist ein eindrückliches Zeitdokument. Es zeichnet sich allerdings weniger durch genaue ethnografische Beobachtung, denn als Abenteuererzählung eines hartgesottenen Draufgängers aus. Vor diesem Hintergrund wird die Reise des selbsternannten „Kapitäns“ auch im Zentrum eines Ausstellungsmoduls im Humboldt Forum stehen, im Sinne einer kritischen Betrachtung der Sammlungsgeschichte aus heutiger Sicht.

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Pressemitteilung 2018 Wed, 16 May 2018 11:14:42 +0200
Hohe spanische Auszeichnung für Hermann Parzinger http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/05/14/10079-hohe-spanische-auszeichnung-fuer-hermann-parzinger.html Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat heute Hermann Parzinger in Segovia das Großkreuz... Der Archäologe Hermann Parzinger war lange am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) tätig und ist seit 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), die mit ihren bedeutenden Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstituten zu den weltweit renommiertesten Kultureinrichtungen zählt. In seiner Zeit beim DAI leitete Parzinger Forschungsprojekte in Spanien, arbeitete insbesondere zur keltiberischen Kultur, worüber er grundlegende Arbeiten veröffentlichte. Parzinger ist seit vielen Jahren Mitglied der Real Academia de la Historia in Madrid. Im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit steht der Kulturwandel in Kontaktzonen in verschiedenen Teilen Europas und Eurasiens vom 7. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er ist Mitglied im Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste sowie zahlreicher in- und ausländischer Akademien. Daneben hat er sich immer wieder um den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Spanien verdient gemacht. 

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Pressemitteilung Mon, 14 May 2018 09:37:32 +0200
Online-Portal macht Provenienzforschung zur Sammlung Rudolf Mosse zugänglich / Neuerwerbungen für Staatliche Museen zu Berlin http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/05/02/10055-online-portal-macht-provenienzforschung-zur-sammlung-rudolf-mosse-zugaenglich-neuerwerbungen.html Die Sammlung des Berliner Verlegers und Mäzens Rudolf Mosse (1843–1920) umfasste tausende Bilder,... In der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin erinnert zudem seit heute eine Medienstation an eine geglückte Restitution und die Sammlung Mosse: 2015 bzw. 2016 restituierte die SPK als eine der ersten deutschen Einrichtungen neun Werke an die Erben von Felicia Lachmann-Mosse. Drei davon konnten in den folgenden Jahren für die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin erworben werden. Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „Nachdem wir einen römischen Kindersarkophag aus Eigenmitteln ankaufen konnten, ist es dank der großen Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gelungen, auch zwei wichtige Werke für die Alte Nationalgalerie zu sichern: die Susanna von Reinhold Begas und eine Löwenskulptur von August Gaul. Eine Medienstation direkt bei der Skulptur der Susanna erinnert nun an die Geschichte der Objekte.“ Der Kindersarkophag ist im Neuen Museum ausgestellt, die liegende Löwin wird in Zukunft in der James-Simon-Galerie zu sehen sein.

Die SPK ist auch Partnerin in dem 2017 gestarteten Forschungsprojekt Mosse Art Research Initiative (MARI) der Freien Universität Berlin, das von der Erbengemeinschaft und vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert wird. Die seit Frühjahr 2017 erforschten Daten zum Aufbau der Sammlung und ihrer Bedeutung sowie ihrem Verlust werden in dem heute vorgestellten MARI-Online-Portal (http://mari-portal.de) gesammelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das vorrangige Ziel von MARI ist es, die Kunstsammlung von Rudolf Mosse zu rekonstruieren und zu recherchieren, wo sich die von den Nationalsozialisten entzogenen Werke gegenwärtig befinden. 

Dr. Meike Hoffmann, projektverantwortliche Koordinatorin der Mosse Art Research Initiative: „Wir haben bisher die Forschung zu 115 Werken aufgenommen, zu 68 Werken haben sich belastbare Spuren ergeben. Für 30 Werke sind im heute freigeschalteten MARI-Online-Portal alle Informationen hinterlegt, die in unsere Forschung eingegangen sind.“ 24 Werke konnten die Provenienzforscherinnen und -forscher des MARI-Teams, verstärkt durch Studierende der Freien Universität Berlin, bereits eindeutig identifizieren, acht sogar lokalisieren: Dazu gehören etwa das Gemälde „Dichter Wald im Frühling“ von Emil Jakob Schindler, das sich noch im Belvedere in Wien befindet, aber auf Grundlage der MARI-Forschungen von der Österreichischen Kommission für Provenienzforschung bereits zur Restitution empfohlen wurde. Unter den lokalisierten Werken finden sich außerdem die Gemälde „Durch Nacht zum Licht“ von Joseph Israels (Tel Aviv Museum, Israel), „Blondes Bauernmädchen am Fenster“ von Anders Zorn (Privatbesitz) sowie „Schlittschuhläufer“ von Carl Melchers (Arkell Museum, Canajoharie, New York).

MARI ist die erste öffentlich-private Partnerschaft in der Provenienzforschung und gilt als einzigartig. Roger Strauch, Leiter des Mosse Art Restitution Project und Präsident der Mosse Foundation: „Diese Zusammenarbeit ist beispiellos und steht für die wohlwollende Grundhaltung der deutschen Regierung und der Kultureinrichtungen des Landes. Danken möchten wir auch den vielen talentierten Provenienzforschern, die mit großer Beharrlichkeit nach den Kunstwerken aus der Sammlung Mosse suchen.“

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Pressemitteilung Wed, 02 May 2018 07:50:52 +0200
Kontrabass aus dem Musikinstrumenten-Museum ziert eine 50-Euro-Goldmünze http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/04/26/10047-kontrabass-aus-dem-musikinstrumenten-museum-ziert-eine-50-euro-goldmuenze.html Fünfteilige Serie zur Würdigung des deutschen Musikinstrumentenbaus bis 2022 geplant / Präsentation... Ein Kontrabass aus der Sammlung des Musikinstrumenten-Museums des Staatlichen Instituts für Musikforschung ziert eine 50-Euro-Goldmünze, die das Bundesministerium für Finanzen im zweiten Halbjahr 2018 ausgeben wird. Die Münze besteht aus Feingold (999,9 Tausendteile) und wird in Stempelglanzqualität geprägt. Ihre Masse wird 7,78 g betragen, der Durchmesser 22 mm. Das darauf abgebildete Instrument aus dem 17. Jahrhundert stammt aus dem oberbayerischen Mittenwald, wo 1685 Mathias Kloz den Geigenbau begründet hatte. Andreas Jais, erster Schüler von Kloz, war weit über die Grenzen Bayerns hinaus für seine großen Kontrabässe berühmt. Seitdem gelten Kontrabässe aus Mittenwald als Markenzeichen deutscher Geigenbauer. 

Ein Objekt aus der Sammlung des Musikinstrumenten-Museums bildet damit den Auftakt für eine fünfteilige Reihe, mit der das Bundesministerium für Finanzen den deutschen Musikinstrumentenbau bis 2022 würdigen will, der seit dem Mittelalter eine herausragende Stellung in Europa einnimmt. „Für die wertvolle Sammlung des Musikinstrumenten-Museums ist die Prägung der 50-Euro-Goldmünze eine besondere Anerkennung. Hier lässt sich in der Dauerausstellung jeden Tag erfahren, warum deutsche Musikinstrumente seit Jahrhunderten Botschafter deutscher Musikkultur im In- und Ausland sind“, sagt SPK-Präsident Hermann Parzinger.

Bei einem Festakt am Dienstag, 8. Mai, um 18 Uhr im Musikinstrumenten-Museum  (Eingang Ben-Gurion-Straße) wird die 50-Euro-Goldmünze im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, Bettina Hagedorn, des Vizepräsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Günther Schauerte, und der Direktorin des Musikinstrumenten-Museums, Conny Restle, erstmals präsentiert. Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Wir bitten um Antwort bis zum 3. Mai unter presse@sim.spk-berlin.de.

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Pressemitteilung Thu, 26 Apr 2018 14:25:10 +0200
Lars-Christian Koch wird Direktor für die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/03/19/9965-lars-christian-koch-wird-direktor-fuer-die-sammlungen-der-staatlichen-museen-zu-berlin-im-humbol.html Stiftungsrat wählte heute den renommierten Musikethnologen einstimmig / Parzinger: Koch überzeugt... Der Musikethnologe Lars-Christian Koch wird Direktor des Ethnologischen Museums und bald auch des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum. Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters wählte heute einstimmig den 59-jährigen Abteilungsleiter am Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der auch die kommissarische Leitung des gesamten Museums innehat. Das neuerliche Verfahren war nötig geworden, weil die bisherige Kandidatin Inés de Castro das Linden-Museum in Stuttgart doch nicht verlassen möchte.

„Um es klar zu sagen: Lars-Christian Koch war von Anfang an ein gleichrangiger Kandidat, der im Bewerbungsverfahren durch Expertise, Erfahrung, internationale Vernetzung und Enthusiasmus für die neue Aufgabe überzeugt hat. Er ist nicht nur ein renommierter Musikethnologe, er kennt die beiden Sammlungen durch seine jahrelange Arbeit und wird zeitgemäße und vor allem öffentlichkeitswirksame Ausstellungen und Projekte gestalten. Ich bin sicher, dass die Staatlichen Museen zu Berlin mit dieser Personalentscheidung für die Arbeit und die Kooperationen im Humboldt Forum bestens gerüstet sind“, sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger.

Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin Michael Eissenhauer ergänzte: „Lars-Christian Koch hat mit seiner bisherigen Arbeit, nicht zuletzt als kommissarischer Direktor, seine starken und integrativen Führungsqualitäten überzeugend unter Beweis gestellt. Seine fachliche Expertise ist unbestritten. Es wird nun darauf ankommen, neben einem anspruchsvollen und attraktiven Ausstellungsprogramm im Humboldt Form auch einen Forschungscampus für die beiden Sammlungen in Dahlem zu entwickeln.“

„Ich freue mich sehr über die Berufung und denke, dass ich für die Arbeit gut gerüstet bin. Dem Museum für Asiatische Kunst fühle ich mich besonders durch meine regionalen Forschungsschwerpunkte Südostasien und Ostasien sehr verbunden. Das Humboldt Forum kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, mit den Sammlungen auf aktuelle Fragen zu antworten. Das bedeutet, dass unsere Ausstellungen flexibler werden müssen, vor allem aber auch zeitgenössischer. Die immer wichtiger werdenden Aspekte der Globalisierung, der Dialog zwischen den Kulturen bis hin zu Fragen der Repatriierung von Kulturgütern begleiten mich in meiner täglichen Arbeit und werden auch für das Humboldt Forum entscheidend sein. Die Digitalisierung bietet große Chancen stärkerer Teilhabe, die mir sehr wichtig ist. Kurz und gut: Unsere Präsentationen müssen so sein, dass sie beim Publikum glaubwürdig ankommen“, sagte Lars-Christian Koch.

Lars-Christian Koch, geboren 1959 in Peine, hat von 1980 bis 1985 Ethnologie, Musikwissenschaft und Vergleichende Religionswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn studiert. Dort wurde er nach Forschungsaufenthalten in Indien 1994 mit der Arbeit „Zur Bedeutung der Rasa-Lehre für die zeitgenössische Nordindische Kunstmusik“ promoviert. Von 1999 bis 2002 arbeitete Koch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln und wurde dort 2002 mit einer Arbeit zu den Liedern Rabindranath Tagores habilitiert. 2003 kam er nach Berlin und übernahm die Abteilung Medien – Musikethnologie, Berliner Phonogramm-Archiv und Visuelle Anthropologie des Ethnologischen Museums. Derzeit ist er kommissarischer Direktor des Ethnologischen Museums. Koch ist außerplanmäßiger Professor für Musikethnologie an der Universität zu Köln und Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin und hatte Gastprofessuren an den Universitäten Wien und Chicago (University of Chicago) inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Praxis der nordindischen Musik, Instrumentenkunde unter besonderer Berücksichtigung des Instrumentenbaus, audiovisuelle Medien in kulturellen Kontexten, Popular-Musik und urbane Kultur, musikalische Interpretationen im historischen Kontext und Musikarchäologie.

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Pressemitteilung 2018 Startseite Intranet Personalia Mon, 19 Mar 2018 15:13:25 +0100
Thorsten Strauß steht weiter an der Spitze des Kuratoriums Preußischer Kulturbesitz: Vertreter der deutschen Wirtschaft begleiten Wandel der SPK http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/03/15/8962-thorsten-strauss-steht-weiter-an-der-spitze-des-kuratoriums-preussischer-kulturbesitz-vertreter.html Thorsten Strauß, Global Head of Art, Culture & Sports der Deutschen Bank AG, steht weiterhin an der... Das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz ist ein Zusammenschluss führender deutscher Wirtschaftsunternehmen, mit dem Ziel, ausgewählte Aktivitäten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zu fördern.

Dem im Jahr 2014 gegründeten Kuratorium gehören folgende Unternehmen an: Bayer AG, Bertelsmann SE & Co. KGaA, Daimler AG, Deutsche Bank AG, Linde AG, KPMG AG, SAP SE, Siemens AG, Würth-Gruppe und ZDF.

„Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist der bedeutendste kulturelle Player Deutschlands mit ungeahnten Möglichkeiten. Dem Kuratorium geht es nicht einfach nur um Sponsoring. Die von uns unterstützten Projekte sollen nachhaltig sein und die SPK insgesamt moderner, leistungsstärker und erfahrbarer machen. Die SPK als Verbund aus Archiven, Bibliotheken und Museen fit zu machen für das digitale Zeitalter, das will der Präsident und das wollen auch wir“, so Strauß.

Förderschwerpunkte des Kuratoriums sind u.a. die Unterstützung der Kommunikation und der digitalen Transformation der SPK, Bildungs- und Vermittlungsprojekte, herausragende Sonderausstellungen sowie Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Humboldt Forum.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, über die Zusammenarbeit: „Als größte deutsche Kulturorganisation befinden wir uns im ständigen Wettbewerb mit vielen anderen Angeboten. Wir wollen und müssen State of the Art sein, um unserer Rolle als führender Kultureinrichtung gerecht zu werden. Das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz unterstützt unsere Arbeit auf vorbildliche Weise. Ohne die Unterstützung des Kuratoriums hätten wir viele wichtige Vorhaben nicht umsetzen können. So zum Beispiel auch das Provenienzforschungsprojekt Tansania – Deutschland. Geteilte Objektgeschichten?! Für das finanzielle Engagement und für die konstruktive Zusammenarbeit danke ich allen Kuratoriumsmitgliedern sehr herzlich und freue mich auf die Fortsetzung der Partnerschaft!“

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2018 Pressemitteilung Engagement Thu, 15 Mar 2018 09:48:00 +0100
Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergibt Handschriften an das Deutsche Historische Museum http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/03/14/8957-stiftung-preussischer-kulturbesitz-uebergibt-handschriften-an-das-deutsche-historische-museum.html Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat der Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) neun... Die Bibliothek des Staatlichen Zeughauses war ehemals eine der größten militärischen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum. Nur ein Viertel des Bestandes, rund 5.000 Werke, überstand den Krieg im Gebäude des Zeughauses Unter den Linden unbeschadet. Die meisten der restlichen Bände gelten bis heute als verschollen. Von der einstigen Handschriftensammlung der Zeughaus-Bibliothek mit knapp 400 Signaturen sind noch gut 120 Stücke im DHM erhalten. Nach der Auflösung des Zeughauses in der Nachkriegszeit wurde der Restbestand zunächst auf andere Bibliotheken in der DDR verteilt. Als 1953 das Museum für Deutsche Geschichte, die Vorgängerinstitution des Deutschen Historischen Museums, gegründet wurde, wurde entschieden, die Bibliothek dort wieder zusammenzuführen. Nicht in allen Fällen kam es dann aber tatsächlich zur Rückgabe. Bei seinen Recherchen zum Verbleib der Zeughaus-Bibliothek war der Leiter der DHM-Bibliothek, Dr. Matthias Miller, auf den nun übergebenen Bestand gestoßen.

Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „Diese Rückgabe zeigt einmal mehr, dass wir immer noch historische Altlasten aufzuarbeiten haben. Fälschlich in unsere Sammlungen gelangte Stücke versuchen wir natürlich, ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Dafür müssen sie aber auch auffindbar gemacht werden.“

Barbara Schneider-Kempf ergänzt: „Die Staatsbibliothek zu Berlin hinterlegt seit Jahren jede verfügbare Information zur Provenienz ihrer in ihren Katalogen, was bereits zu mehreren erfreulichen Rückgaben geführt hat.“

„Wir danken der Generaldirektorin der Staatsbibliothek, Barbara Schneider-Kempf, und dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Hermann Parzinger, für die Rückgabe der Zeughaus-Handschriften an das Deutsche Historische Museum“, sagte der Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Prof. Dr. Raphael Gross. „Das Deutsche Historische Museum ist darum bemüht, die während des Zweiten Weltkrieges verlorenen Sammlungsbestände des Zeughauses Berlin wenigstens virtuell zu rekonstruieren. Mit der Rückgabe der neun Handschriften hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erneut ermöglicht, Kriegsverluste des Zeughauses auch real wieder in ihren ursprünglichen Sammlungszusammenhang rückzuübertragen.“

Die wertvollste der zurückgegebenen Handschriften ist ein in Süddeutschland verfasstes Kriegsbuch aus dem Jahr 1453. Auf 254 Blättern zeigt es neben anderem zahlreiche Federzeichnungen den Stand der Kriegstechnik und die Ausrüstung der Soldaten um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Dargestellt sind Belagerungsgeräte, Pyrotechnik, Geschütze, Rüstungen, Kampfszenen sowie Burganlagen. Zwei der Handschriften entstanden um 1800 in Frankreich, sie handeln vom Krieg im Gebirge und von der Ausbildung in der Königlichen Garde du Corps. Die sechs weiteren Handschriften stammen aus Deutschland und wurden zwischen 1820 und 1900 verfasst. Sie handeln vom Wert und der Verwendung von Scharfschützen, von der Entwicklung der Kanonen seit dem Jahr 1666, beschreiben die Belagerung der Zitadelle von Antwerpen, behandeln die Ursachen des Krieges, taktische Fragen oder strategische Operationspläne.

Weiterführende Links

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Pressemitteilung 2018 Startseite Intranet Provenienz Eigentumsfragen SBB Wed, 14 Mar 2018 13:03:35 +0100
Parzinger zum Umgang mit Human Remains: Wir forschen, um auch zurückgeben zu können http://www.preussischer-kulturbesitz.de//pressemitteilung/_news/2018/03/13/8950-parzinger-zum-umgang-mit-human-remains-wir-forschen-um-auch-zurueckgeben-zu-koennen.html Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat darauf hingewiesen,... Korrektur, 13. März 2018, 14:28 Uhr: Für Parzinger ist ein würdevoller Umgang mit den rund eintausend menschlichen Schädeln, die aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika (heute Rwanda, Tansania, Burundi und ein kleiner Teil von Mozambique) stammen, unabdingbar. Er betont, dass ein verantwortungsvoller Dialog mit den Herkunftsgesellschaften eben keine Phrase ist. „Wir sind uns mit dem Botschafter Rwandas einig, dass wir erst dann zurückgeben können, wenn wir ganz genau wissen, woher die Schädel stammen.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern in den betroffenen Ländern wird die Herkunft nun aufgearbeitet. Es zeigt sich auch an diesem Beispiel wieder, dass Provenienzforschung zu Beständen aus kolonialem Kontext nicht nur am grünen deutschen Tisch geleistet werden kann, sondern dass wir auf unsere Partner vor Ort angewiesen sind. Deshalb muss der wichtigen deutschen Debatte ein neues Verständnis von kultureller und wissenschaftlicher Kooperation folgen.“

Weiterführender Link

www.preussischer-kulturbesitz.de/schwerpunkte/provenienzforschung-und-eigentumsfragen/umgang-mit-menschlichen-ueberresten.html

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Pressemitteilung Tue, 13 Mar 2018 14:36:33 +0100