Jahrbuch Preussischer Kulturbesitz Vol. 48 / 2012

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2012 jährte sich der Geburtstag König Friedrich des Großen zum 300. Mal. Dies war Anlass für einen Themenschwerpunkt der Stiftung, der auch im Jahrbuch aufgegriffen wird. Außerdem in diesem Band: ein Beitrag und eine Pressedokumentation zum geplanten Umzug der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin auf die Museumsinsel sowie eine Rede Neil MacGregors über die Herausforderungen und Chancen im Umgang mit globalen Sammlungen am Beispiel des British Museum.

Jahrbuch-Cover mit Detailausschnitt des Allgemeinen Lesesaals im Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu BerlinJahrbuch-Cover mit Detailausschnitt des Allgemeinen Lesesaals im Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin; Zeichnung © HG Merz / Bearbeitung: Julia Lerche

Klappentext zum Jahrbuch Bd. 48 / 2012

Den 300. Geburtstag Friedrichs des Großen im Jahr 2012 nahmen die Stiftung und ihre fünf Einrichtungen zum Anlass, unter dem Motto „Kunst – König – Aufklärung“ ein vielfältiges Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm umzusetzen. Im vorliegenden Band widmen sich mehrere Artikel verschiedenen Facetten der Persönlichkeit und der Regentschaft Friedrichs II. Sein Engagement für die Königliche Bibliothek, die heutige Staatsbibliothek zu Berlin, sowie seine Person, Politik und verschiedenen Reformen im Spiegel zeitgenössischer Medaillen werden beleuchtet. Ein weiterer Beitrag geht der Frage nach, weshalb sich Originalmanuskripte seiner bekannten Schrift „Antimachiavell“ in der Staatsbibliothek wie auch im Geheimen Staatsarchiv PK befinden.

Das Jahr 2012 war für die SPK in besonderem Maße geprägt durch die öffentliche Debatte zum geplanten Umzug der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin auf die Museumsinsel. Die Stiftung plant bereits seit Langem eine Neuordnung ihrer Sammlung Alter Meister und der Kunst des 20. Jahrhunderts. Durch die Bereitstellung von Mitteln aus dem Bundeshaushalt wurde dieses Vorhaben weiter vorangebracht. Die sich anschließende kontroverse Diskussion von Fachleuten und interessierter Öffentlichkeit wird in einer umfangreichen Pressedokumentation wiedergegeben. Auch vor dem Hintergrund dieser Debatte widmet sich ein Beitrag den Chancen und Zielen einer gemeinsamen Präsentation von Malerei und Skulptur in den Berliner Sammlungen.

Die Eröffnung des Archäologischen Zentrums war ein weiterer Meilenstein bei der Umsetzung des Masterplans Museumsinsel. Sie bildete zugleich die Voraussetzung für den Beginn der Grundinstandsetzung des Pergamonmuseums. Mit dem Ende der erfolgreichen Ausstellung „Pergamon. Panorama der antiken Metropole“, die in einem Beitrag umfassend vorgestellt wird, schloss der Nordflügel des Pergamonmuseums für umfangreiche Baumaßnahmen. Nach deren Abschluss wird dort künftig das Museum für Islamische Kunst untergebracht sein. Diese Sammlung hat bereits jetzt eine detaillierte Neukonzeption seiner künftigen Ausstellung erarbeitet und stellt diese vor.

Mit dem baulichen Fortschritt am Berliner Schlossplatz schreiten auch die inhaltlichen Planungen der Stiftung zum Humboldt Forum weiter voran. Das neue Inhaltskonzept mit Überlegungen zur künftigen Ausstellungs- und Programmarbeit wie auch zur Organisation und Profilierung des Gesamtprojekts wird vorgestellt. Ergänzt wird dieser Beitrag von einer Rede Neil MacGregors, des Direktors des British Museum: Er schildert anhand ›seines‹ Museums die Herausforderungen und Chancen im Umgang mit globalen Sammlungen in einer globalen Stadt wie London.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nahm bereits 1999 eine klare Haltung im Umgang mit NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut ein. Sie hat in der Vergangenheit zahlreiche Werke an die rechtmäßigen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben. In diesem Band wird die richtungsweisende Einigung mit den Erben nach Prof. Dr. Curt Glaser dokumentiert. Zugleich wird das Wirken Curt Glasers als Mitarbeiter des Kupferstichkabinetts und späterer Direktor der Staatlichen Kunstbibliothek bis zu seiner Entlassung und erzwungenen Emigration im Jahr 1933 gewürdigt.

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