Luise

„Luise“ eröffnet einen poetisch-künstlerischen Blick auf die Sammlungen, Ausstellungen und Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Im deutsch-englischen Magazin erkunden Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Schauspieler*innen die Häuser der SPK und erzählen von ihren Entdeckungen. Idee und Konzept stammen von Holger Liebs und Timo Feldhaus.

Vorder- und Rückseite des Magazins „Luise“, Ausgabe 01: links ein Männerporträt mit rosa Schrift, rechts ein liegender Löwe auf einer Ziegelwand.
Vorder- und Rückseite der ersten Ausgabe von „Luise“. Gestaltung: Gisiger.ltd. Vorderseite: Gemäldegalerie/SMB, Foto: Christoph Schmidt, Berlin. Rückseite: © Vorderasiatisches Museum/SMB, KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI) nach Vorlage von Olaf M. Teßmer.

Ausgabe 01: Jetzt mal langsam

Die erste Ausgabe widmet sich der Langsamkeit, dem Innehalten und Nachdenken. Wie können Museen, Bibliotheken und Archive Räume der Ruhe und Inspiration sein? Und was lässt sich entdecken, wenn wir uns Zeit nehmen?

Florian Illies schreibt über Königin Luise, die Namensgeberin des Magazins. László F. Földényi denkt über das Betrachten von Porträts nach. Katharina Sieverding, Jenny Erpenbeck und Maurizio Cattelan erzählen, wie sie zur Ruhe kommen. Ein Fotoessay von Christian Werner führt zu besonderen „Oasen der Ruhe“ in den Einrichtungen der SPK. Die Gestaltung der ersten Ausgabe stammt von Gian Gisiger.

Das Magazin erhalten

„Luise“ liegt ab Mitte Oktober 2026 kostenlos in den Einrichtungen der SPK aus. Bestellungen sind per E-Mail an presse(at)spk-berlin(dot)de möglich.

Editorial von Marion Ackermann

Stopp! Jetzt mal langsam: Manchmal muss man einen Schritt zurücktreten, tief einatmen und sich neu verorten – wo stehen wir eigentlich? Wie zoome ich raus, wie gewinne ich einen Adlerblick? Reflexion und Kontemplation sind Kerngebiete musealer und archivalischer Arbeit, in der Forschung wie in der Ästhetik. Museen, Bibliotheken und Archive, wie die der SPK, ermöglichen Denkräume, Pausen vom Alltag sowie neue Erkenntnisse und Inspirationen. Nofretete, Cattelan, Botticelli oder Tiravanija als Gegengewichte zu Beschleunigung und Verwertungslogik: Die Orte der Stiftung sind auch Räume des Widerstands gegen den permanenten Aktualitätsdruck, den die Aufmerksamkeitsökonomie unserer Tage erzeugt.

Die Entdeckung der Langsamkeit ist folgerichtig das Thema des neuen Magazins der SPK, Luise. Mit neuem Konzept und neuem Gewand – und mit einem poetisch-künstlerischen Blick von außen auf die Inhalte, Ausstellungen und Einrichtungen der Stiftung. Jenny Erpenbeck und Florian Illies, Leif Randt und Dana von Suffrin, Senthuran Varatharajah und Raphaela Vogel – mehr als ein Dutzend Künstler*innen und Denker*innen steigen in die Zeitmaschine und berichten von ihren Ausflügen in die Kulturgeschichte. Damit Sie, liebe Leser*innen, Lust bekommen, es ihnen nachzutun.

Denn das Nachdenken ist heute zum Luxus geworden. Wo gelingt das noch in Ruhe? Zum Beispiel in den Einrichtungen der SPK. Deshalb hat der Fotograf Christian Werner unseren „Oasen der Ruhe“ einen eigenen Fotoessay gewidmet, und deshalb erforscht Juliet Kothe die Atmosphäre des Aleppo-Zimmers, das ab 2027 im wiedereröffneten Pergamonmuseum zu bestaunen sein wird.

Unsere Objekte, Räume und Sammlungen sind Erkenntnisspiegel und Gedächtnis der Menschheit und ihrer Kulturgeschichte – wie wertvoll sie für uns sind, erkennen wir jetzt mehr denn je, da die hyperindividualisierte Kultur der KI heraufdämmert, in der die Demokratie, das ausgehandelte, errungene Miteinander, in Gefahr gerät. Die erste Luise feiert die Langsamkeit, das Innehalten und Nachdenken, die ästhetische Kontemplation, das gemeinsame Gespräch. Und damit eines der „letzten Lagerfeuer“ der Demokratie, wie das Museum in einer Studie über Vertrauen in öffentliche Institutionen des Instituts für Museumsforschung genannt wird.

Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle dem Kuratorium Preußischer Kulturbesitz, das dieses Magazin ermöglicht hat. Und warum erscheint es als gedruckte Zeitschrift? Papier ist nicht nur analog, sondern auch geduldig und wehrhaft. Das heißt auch: Es will nichts von dir. Eine Qualität, die vor allem junge Menschen wieder mehr und mehr an Magazinen fasziniert. Ich hoffe, Luise gefällt Ihnen!

Ihre Marion Ackermann

P.S.: Sie fragen sich, warum Luise Luise heißt?
Dann schlagen Sie auf Seite 18 nach.

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 Andrea  Wiethoff
Andrea Wiethoff

Vorzimmer des Direktors der Abteilung für Medien, Kommunikation und Veranstaltungen

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