Four SPK projects receive KEK funding

News from 07/21/2026

"Dagar Diaries", zentrale Quellen zum Königreich Westphalen, bislang geheime Aufzeichnungen zu einer nordindischen Musiktradition, Fotografien aus Sarajevo und 200.000 Theaterzettel – vier Restaurierungsprojekte in SPK-Einrichtungen sind im KEK-Förderprogramm „Schriftliches Kulturgut erhalten“.

Aktenbündel auf einem Tisch
Akten aus dem Bestand „V. HA Königreich Westphalen“ des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz. Im Rahmen des KEK-geförderten Projekts werden die Akten gereinigt und neu verpackt, um ihre langfristige Erhaltung zu sichern. © GStA PK / Franziska Mücke

Vier Vorhaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhalten eine Förderung im Rahmen des Programms Schriftliches Kulturgut erhalten der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) und machen damit die Bandbreite des schriftlichen Kulturguts in den Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die vielschichtigen Anforderungen an dessen Bewahrung deutlich.

Marion Ackermann, Präsidentin der SPK, erklärte dazu: „Die Sammlungen, Archive und Bibliotheken der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bewahren einzigartige Originale unseres kulturellen Gedächtnisses. Sie zu erhalten und zugleich für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben. Die Einrichtung der KEK vor etwas mehr als zehn Jahren war ein großer Gewinn für alle Kulturgut erhaltenden Einrichtungen in Deutschland.“

Die Projekte im Überblick

  • Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz: Konservierung des Bestands „V. HA Königreich Westphalen“. Diese handschriftlichen Überlieferungen aus dem frühen 19. Jahrhundert sind zentrale Quellen zum Königreich Westphalen, das von 1807 bis 1813 bestand.
  • Ethnologischen Museum / Museum für Asiatische Kunst: Restaurierung der „Dagar Diaries“. Diese Handschriften einer der bedeutendsten Musikerfamilien Nordindiens enthalten wertvolle Informationen zur Dhrupad-Tradition, einer der ältesten Gattungen der nordindischen klassischen Musik, und zu deren bislang geheimen Gesangstechniken und -übungen.
  • Museum Europäischer Kulturen: Konservierung einer Holzkassette mit 25 Fotografien des internationalen Kongresses für Archäologie und Anthropologie in Sarajevo aus dem Jahr 1894. Die Aufnahmen dokumentieren Exkursionen der Kongressteilnehmenden – darunter auch Rudolf Virchow – sowie Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung.
  • Staatsbibliothek zu Berlin: Restaurierung der Sammlung historischer Theaterzettel. Die Sammlung umfasst mehr als 200.000 Theaterzettel vom Ende des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts und sind eine der wichtigsten Quellen für die Theater-, Musik- und Aufführungsgeschichte.

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