Tiefe Trauer um Werner Knopp

Pressemitteilung vom 07.01.2019

Langjähriger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Alter von 87 Jahren verstorben – Parzinger: Er war der Präsident der Einheit

Der langjährige Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Werner Knopp, ist am 4. Januar 2019 im Alter von 87 Jahren verstorben. Der gebürtige Braunschweiger hatte über zwanzig Jahre an der Spitze der größten deutschen Kulturinstitution in Berlin gestanden.

„Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre fünf Einrichtungen trauern um einen Mann, der wie geschaffen war für das Präsidentenamt. Werner Knopp war ein eleganter und politisch versierter Kulturdiplomat, ein engagierter Macher und gleichzeitig ein Brückenbauer nach innen und außen. Wir werden diesen Präsidenten nicht vergessen, sein Wirken ist bis heute unser Fundament“, sagte SPK-Präsident Hermann Parzinger. 

Werner Knopp stand von 1977 bis 1998 an der Spitze der größten deutschen Kulturinstitution in Berlin. In seine Amtszeit fiel die deutsche Wiedervereinigung und damit die Zusammenführung der jahrzehntelang geteilten ehemals preußischen Sammlungen. „Dieser Präsident hat aus der SPK eine gesamtdeutsche Stiftung gemacht und vor allem auch alle neuen Länder in die SPK integriert. Es ist sein Verdienst, dass die Zusammenführung der Sammlungsteile in Berlin so eindeutig und umfassend im Einigungsvertrag geregelt werden konnte. Mindestens ebenso wichtig ist, dass die Kolleginnen und Kollegen aus Ost und West mit großer Offenheit und ohne Argwohn zusammenfanden, weil er ihnen leidige Abwicklungsdebatten ersparte. Wir verdanken Werner Knopp auch den Bau der Gemäldegalerie am Kulturforum und die Wiederherstellung des Neuen Museums durch David Chipperfield“, sagte Parzinger. 

Im SPK-Magazin 2/2015, das die Wiedervereinigung der Berliner Sammlungen aus der Sicht von 25 Protagonisten schildert, schrieb Werner Knopp: „Ich erinnere mich an einen mich sehr bewegenden Brief eines Ost-Mitarbeiters, der mir schrieb, dass er und andere sich Gedanken gemacht hätten, ob man seine Identität verlöre, wenn man mit der Bundesrepublik vereinigt würde. Aber die Stiftung habe ihnen diese Sorge genommen und mit der preußischen Tradition könnten auch DDR-Bürger leben.“ www.preussischer-kulturbesitz.de/news-detail/article/2016/02/01/im-spk-magazin-zur-einheit-ich-wollte-keine-uebernahme.html

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