Provenienzforschung und Eigentumsfragen

  • Die Stiftung erforscht in umfassender Weise die Provenienz, also die Herkunft, der Objekte in ihren Sammlungen. Damit sind wissenschaftliche Fragestellungen wie auch die Klärung von Eigentumsverhältnissen verbunden.

    Anhand der Ergebnisse von Provenienzrecherchen können Eigentumsfragen geklärt werden. Häufig tauchen solche Fragen in Bezug auf Werke auf, die in den Jahren ab 1933 in die Sammlungen gelangten. Grundsätzlich vertritt die Stiftung die Haltung, dass sie keine Objekte in ihren Sammlungen behalten möchte, die nicht rechtmäßig dorthin gelangt sind.

    Die Museen, Bibliotheken und Archive der Stiftung haben in ihrer Geschichte aber auch selbst Eigentum verloren. Dies ist vor allem eine Folge des Zweiten Weltkriegs. Provenienzforschung spielt auch beim Erwerb neuer Objekte eine wichtige Rolle. Die Stiftung achtet dabei auf eine lückenlos dokumentierte Herkunft. Archäologische Kulturgüter können somit kaum mehr erworben werden, da sie häufig illegal gehandelt werden.

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