Provenienzforschung und Eigentumsfragen

  • Die Stiftung erforscht in umfassender Weise die Provenienz, also die Herkunft, der Objekte in ihren Sammlungen. Damit sind wissenschaftliche Fragestellungen wie auch die Klärung von Eigentumsverhältnissen verbunden.

    Anhand der Ergebnisse von Provenienzrecherchen können Eigentumsfragen geklärt werden. Häufig tauchen solche Fragen in Bezug auf Werke auf, die in den Jahren ab 1933 in die Sammlungen gelangten. Grundsätzlich vertritt die Stiftung die Haltung, dass sie keine Objekte in ihren Sammlungen behalten möchte, die nicht rechtmäßig dorthin gelangt sind.

    Die Museen, Bibliotheken und Archive der Stiftung haben in ihrer Geschichte aber auch selbst Eigentum verloren. Dies ist vor allem eine Folge des Zweiten Weltkriegs. Provenienzforschung spielt auch beim Erwerb neuer Objekte eine wichtige Rolle. Die Stiftung achtet dabei auf eine lückenlos dokumentierte Herkunft. Archäologische Kulturgüter können somit kaum mehr erworben werden, da sie häufig illegal gehandelt werden.

    Erforschung und Dokumentation von Provenienzen

    Akte des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin

    © SMB CC NC-BY-SA

    Provenienzforschung hat zum Ziel, die Herkunft von Objekten zu klären. Sie ist eine Querschnittsaufgabe für alle Einrichtungen der Stiftung. In einigen Forschungsprojekten werden ausschließlich Provenienzen aufgearbeitet. mehr

    Eigentumsfragen

    Zeichnung „Olivenbäume vor dem Alpillengebirge“ von Vincent van Gogh

    © bpk / Jörg P. Anders

    In den Bestand der Stiftung sind im Laufe der Geschichte Objekte gelangt, deren Herkunft nicht vollständig geklärt ist. Die Stiftung möchte die Eigentumsverhältnisse dieser Objekte klären. mehr

    Kriegsverluste der Sammlungen

    Historische Aufnahme des Wiederaufbaus des Pergamonaltars im Pergamonmuseum

    © bpk / Herbert Hensky

    Der Zweite Weltkrieg fügte den preußischen Sammlungen große Verluste zu. Vieles wurde zerstört. Teile der zum Schutz ausgelagerten Bestände kehrten nach Kriegsende aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Sammlungen zurück. mehr

    Schutz von Kulturgütern

    Luftaufnahme einer geplünderten Grabungsstätte, im Boden sind zahlreiche Löcher zu sehen

    © Comando Carabinieri Tutela Patrimonio Culturale

    Archäologische Objekte sind durch Raubgrabungen und illegalen Handel sehr gefährdet. Die Stiftung setzt sich für gesetzliche Regeln bei Ausfuhr und Handel solcher Kulturgüter ein. Dazu gehört die Dokumentation ihrer Provenienzen. mehr