James-Simon-Galerie

  • Die James-Simon-Galerie wird künftig als Eingangsgebäude die Besucher der  Museumsinsel in Empfang nehmen. Das neu hinzukommende, sechste Haus auf der Museumsinsel nach Plänen von David Chipperfield Architects fügt sich optimal in das bestehende Architekturensemble ein. Im April 2016 fand das Richtfest statt.

    3D-Visualisierung des künftigen Pergamonmuseums mit viertem Flügel (öffnet Vergrößerung des Bildes)Mit der James-Simon-Galerie als neuem Eingangsgebäude entsteht das sechste Haus auf der Museumsinsel, 3D-Visualisierung. © SPK / ART+COM, 2015

    Das sechste Haus: ein zentrales Empfangsgebäude für die Museumsinsel

    Als Besucherzentrum übernimmt die James-Simon-Galerie zentrale Servicefunktionen. Sie bietet Informationen und leitet die Museumsgäste über die Archäologische Promenade in die einzelnen Häuser. Neben einem großen Kassenbereich und Garderoben werden sich in der James-Simon-Galerie auch Café, Museums-Shop und Räume für Vorträge und Sonderausstellungen befinden. Eine Terrasse wird auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich sein.

    Das neue Gebäude entsteht zwischen Kupfergraben und Neuem Museum. Es schließt sich südlich an das Pergamonmuseum an. Zu dessen Hauptausstellungsebene wird es einen direkten Zugang bieten.

    David Chipperfield entwickelt zeitgenössische Architektur aus historischer Formensprache

    Der Entwurf für das neue Gebäude stammt von David Chipperfield Architects. Chipperfield leitete bereits die Sanierung und Wiedererrichtung des Neuen Museums. Für die James-Simon-Galerie nutzt er klassische Architekturelemente, die sich auch an anderen Orten auf der Museumsinsel wiederfinden.

    Eine große Freitreppe an der Südseite der James-Simon-Galerie wird die Gäste der Museumsinsel empfangen. Bestimmendes architektonisches Element ist vor allem das Motiv der Kolonnaden: Den historischen Säulengang setzt Chipperfield an der James-Simon-Galerie in zeitgenössischer Form fort. Zwischen der James-Simon-Galerie und dem Neuen Museum entsteht so ein weiterer kolonnadengesäumter Hof als zusätzliche Freifläche auf der Museumsinsel. Die Kupfergrabenseite des Gebäudes ist ebenfalls von Kolonnaden geprägt. Mit seinem hohen Sockel greift das Haus schließlich auch die Architektur des benachbarten Pergamonmuseums auf.

    Verzögerungen im Bau

    Die bauvorbereitenden Maßnahmen zum neuen Eingangsgebäude begannen im Jahr 2009. Bei den Gründungsarbeiten kam es zu Verzögerungen und Mehrkosten. Dies lag im Wesentlichen an den extrem schwierigen Baugrundverhältnissen, die höchste technische Anforderungen darstellten, und an einem Wechsel der ausführenden Spezialfirma wegen schlechter Leistungen. Die Rohbauarbeiten sind mittlerweile weitgehend abgeschlossen.Im April 2016 wurde Richfest gefeiert.

    James Simon – Museumsmäzen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert

    Das Gebäude erhält den Namen eines der bedeutendsten Mäzene der Staatlichen Museen zu Berlin. Der Berliner Unternehmer James Simon schenkte den Museen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem die Grabungsfunde aus Amarna mit der Büste der Nofretete sowie seine Sammlungen von Renaissancekunst und Kunstgewerbe.