Staatsbibliothek

  • Beide Häuser der Staatsbibliothek zu Berlin durchlaufen seit einigen Jahren Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Hiermit wird auch das Konzept "Eine Bibliothek in zwei Häusern" umgesetzt.

    Foto des von innen erleuchteten Glaskubus des Lesesaals (öffnet Vergrößerung des Bildes)Glaskubus des im März 2013 eröffneten neuen Allgemeinen Lesesaals im Haus Unter den Linden nach einem Entwurf von HG Merz © bpk / Jörg F. Müller

    Eine Bibliothek in zwei Häusern

    Zur Zeit der deutschen Teilung waren auch die Bestände der Staatsbibliothek auf zwei unterschiedliche Einrichtungen in Ost- und West-Berlin verteilt. Daher hat die Staatsbibliothek zu Berlin zwei Häuser an unterschiedlichen Standorten: das historische Bibliotheksgebäude am Boulevard Unter den Linden und den 1978 eröffneten Scharoun/Wisniewski-Bau am Kulturforum. Nach der Wiedervereinigung wurden die Staatsbibliotheken aus Ost und West organisatorisch unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammengeführt.

    Im Anschluss wurde ein Nutzungskonzept für die Staatsbibliothek entwickelt. Beide Häuser sollten unterschiedliche Profile erhalten. Das Gebäude Unter den Linden entwickelt sich nun zur historischen Forschungsbibliothek, während der Scharoun/Wisniewski-Bau zur Forschungsbibliothek der Moderne wird. Das „Zwei-Häuser-Konzept“ sieht auch die Errichtung eines Speichermagazins vor.

    Baumaßnahmen bei laufendem Bibliotheksbetrieb

    Im Haus Unter den Linden waren und sind umfangreiche Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen für den Altbau nötig. Darüber hinaus wurde beschlossen, das Gebäude an der Stelle des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kuppellesesaals mit einem neuen Allgemeinen Lesesaal und weiteren Neubauten zu ergänzen.

    Auch das Haus Potsdamer Straße am Kulturforum durchläuft verschiedene Baumaßnahmen. Dazu gehören die Entfernung von asbesthaltigen Materialien, die Sanierung der raumlufttechnischen Anlagen und die Beseitigung der Feuchteschäden im Sockelbereich. Alle Baumaßnahmen finden bei laufendem Bibliotheksbetrieb statt.

    Zusätzlicher Standort: Speichermagazin in Friedrichshagen

    Der Bestand der Staatsbibliothek wächst ständig an. Bereits heute reichen die Magazine für die rund elf Millionen Bände nicht mehr aus. Vor diesem Hintergrund errichtet die Stiftung ein neues Magazingebäude in Friedrichshagen. Dieses soll Bestände der Staatsbibliothek, des Ibero-Amerikanischen Instituts und der bpk Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte aufnehmen.