Gemeinsame Sonderausstellung zur Geschichte Tansanias in Berlin

News from 04/11/2022

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Das Humboldt Forum zeigt 2024 eine Sonderausstellung zur Geschichte Tansanias. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem National Museum of Tanzania (NMT), der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF).

© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

In Zusammenarbeit mit dem National Museum of Tanzania (NMT), der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF) präsentiert das Humboldt Forum 2024 eine Sonderausstellung zur Geschichte Tansanias. Zu diesem Zweck haben das NMT und die SHF gestern in Dar es Salaam einen Vertrag unterzeichnet, der auf der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem NMT und der SPK aufbaut und den drei Institutionen nun eine gemeinsame Arbeit ermöglicht. Die Unterzeichnung fand im Beisein von Katja Keul, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, im Rahmen ihres Antrittsbesuchs in Tansania statt.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Objekte aus den Ostafrika-Sammlungen des Ethnologischen Museums und des National Museum of Tanzania, die Schlaglichter auf die reiche und wechselvolle Geschichte Tansanias werfen. Unterschiedliche Perspektiven, Geschichten und Informationen zu den Exponaten bilden dabei ein vielfältiges, kritisches Spektrum der Geschichte ab. Die Gemeinschaftsausstellung wird von einem Team von Kurator*innen des NMT, des EM und der SHF kuratiert.

Der Vertrag konnte dank der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Dar es Salaam abgeschlossen werden. Die Botschaft beteiligt sich auch an weiteren Projekten, die von deutschen Institutionen in Tansania initiiert wurden.

Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien: „Die Auseinandersetzung mit den Folgen des Kolonialismus ist für mich eine Zukunftsfrage. Dazu gehört ganz klar auch die Dekolonisierung von Wissen und Praxis in Kulturinstitutionen. Die Kooperation zwischen dem Humboldt Forum, konkret der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, und dem National Museum of Tanzania leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, den ich sehr begrüße. Ich freue mich auf diese Ausstellung.“

Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „Seit 2016 arbeitet das Ethnologische Museum intensiv mit verschiedenen Partnerinstitutionen aus Tansania im Rahmen der Kooperationsprojekte Tansania-Deutschland: Geteilte Objektgeschichten?, Humboldt Lab Tanzania und Kollaborative Provenienzforschung zu Sammlungen aus Tansania am National Museum und House of Culture in Dar es Salaam und dem Ethnologischen Museum in Berlin zusammen. Ausgangspunkt der Projekte war die Aufarbeitung der Geschichte der Berliner Sammlung tansanischer Objekte in Zusammenarbeit mit tansanischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Akteuren aus den Herkunftsgesellschaften. Wir freuen uns daher sehr, dass diese internationalen Kooperationen nun fortgesetzt werden und in einer großen, gemeinsam kuratierten Ausstellung im Humboldt Forum kulminieren werden. Die Ausstellung soll anschließend in Tansania gezeigt werden.“

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