SPK-Magazin

  • Das SPK-Magazin berichtet über die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in ihrer ganzen Vielfalt. Es lässt Menschen zu Wort kommen, die mit Kreativität und persönlichem Einsatz die zahlreichen Aufgaben der Stiftung betreuen, und bezieht auch zu kulturpolitischen Fragen Stellung.

    Das Magazin erscheint zweimal jährlich. Jedes Heft setzt einen thematischen Schwerpunkt. Die Artikel zum Thema finden Sie auch in einer englischen Übersetzung im Heft. Seit seinem Erscheinen im Jahr 2009 hat es zahlreiche renommierte Preise gewonnen, wie zum Beispiel den BCP Award. Sie können das SPK-Magazin kostenfrei abonnieren.

    Editorial der aktuellen Ausgabe

    Liebe Leserinnen und Leser,

    vor Ihnen liegt ein Heft zur Wiedervereinigung. Nicht zum Jubiläum der staatlichen, dann wären wir in der Tat spät dran. Nein, es geht um unsere Wiedervereinigung, um das Zusammenführen der auf Ost und West verstreuten Sammlungen des Preußischen Kulturbesitzes. Am 1. Januar 1991 kam auch in unseren Archiven, Bibliotheken und Museen wieder zusammen, was seit jeher zusammen gehörte, in einer Stadt beheimatet und doch so unerreichbar fern war. Weil aber nicht nur Bilder, Bücher oder Dokumente vereint wurden, sondern sich auch Menschen aus Ost und West aneinander zu gewöhnen hatten, weil dieser aufregende, nicht immer ganz reibungslose, aber doch  völlig neue Perspektiven eröffnende Prozess die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nach den West-Berliner Jahren grundlegend verändert hat, legen wir dieses Sonderheft des SPK-Magazins vor. 25 Personen erzählen ihre Geschichte, die sie vor einem Vierteljahrhundert erlebt haben, ob in Mitte oder Charlottenburg, Dahlem oder Köpenick. Es sind Geschichten des Umbruchs und der Umzüge, der Verheißung und des Zweifels, der Selbstbehauptung und des Kompromisses. Wir blicken zurück auf hochfliegende Pläne und nüchterne Strategien, auf eine Zeit, in der die gedankliche Architektur der Berliner Kulturlandschaft paraphiert wurde, die bis heute herausfordernd für uns ist.
    Die Geschichte der Stiftung dieser Zeit war  vom Wiederaufbau der Museumsinsel, der Generalsanierung der Staatsbibliothek Unter den Linden oder dem Neubau  der Gemäldegalerie am Kulturforum bestimmt. So weit, so bekannt. Aber es kehrten auch Akten des Geheimen Staatsarchivs aus Merseburg mit dem Güterzug zurück, kämpften Mitarbeiter des Ost-Berliner Kunstgewerbemuseums um ihr Schloss Köpenick oder ließen Wissenschaftler ihren Gefühlen freien Lauf, als sie erstmals den jeweils anderen Teil ihrer Sammlung in Augenschein nehmen konnten. Von all diesen Momenten erzählen unsere Geschichten, die davon berichten, wie wir wurden, was wir sind. Es ist keine offizielle Geschichtsschreibung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die wir hier vorlegen, das lässt sich besser in unseren Jahrbüchern nachlesen. Es sind persönliche Erinnerungen – vom Museumsdirektor bis zur Depotverwalterin. Viele von ihnen haben erstmals über diese Zeit gesprochen. Der Berliner Fotograf Werner Amann hat sie dann für uns porträtiert. Dieses Sonderheft, unterstützt vom Kuratorium Preußischer Kulturbesitz, ist auch eine Möglichkeit, in den Maschinenraum unseres „Tankers“ zu sehen. Was sind das eigentlich für Menschen, die hier Dienst tun, und was treibt sie an? Sie werden einigen Mitarbeitern begegnen, die wir im Ruhestand aufgespürt haben und anderen, die noch mit uns auf großer Fahrt sind. Einen hätten wir noch zu gerne interviewt, weil er wirklich ein ‚Epochenmacher‘ war: Wolf-Dieter Dube. Wir kamen zu spät. Der langjährige Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin starb während unserer Produktion. Ihm ist dieses Heft gewidmet.

    Hermann Parzinger
    Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz   

  • Kontakt

    Dr. Kristina Heizmann

    Dr. Kristina Heizmann
    Wissenschaftliche Referentin des Präsidenten
    +49 (0)30 266 411420 E-Mail