SPK-Magazin

  • Das SPK-Magazin berichtet über die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in ihrer ganzen Vielfalt. Es lässt Menschen zu Wort kommen, die mit Kreativität und persönlichem Einsatz die zahlreichen Aufgaben der Stiftung betreuen, und bezieht auch zu kulturpolitischen Fragen Stellung.

    Jedes Heft setzt einen thematischen Schwerpunkt. Seit seinem Erscheinen im Jahr 2009 hat es zahlreiche renommierte Preise gewonnen, wie zum Beispiel den BCP Award. Sie können das SPK-Magazin kostenfrei abonnieren.

    Editorial der aktuellen Ausgabe

    Liebe Leserinnen und Leser,

    In Julian Barnes fulminantem Roman „Der Lärm der Zeit“ über den Komponisten Dmitri Schostakowitsch gibt es eine Definition des Musikwissenschaftlers, die ein gewisser Professor Nikolajew zum Besten gibt: „Stellt euch vor, wir essen Rühreier, pflegte der Professor zu sagen. Pascha, mein Koch, hat sie zubereitet, und wir alle essen sie. Dann kommt ein Mann daher, der sie nicht zubereitet hat und sie nicht isst, aber er spricht darüber, als wüsste er alles über sie – das ist ein Musikwissenschaftler.“

    Ich bin mir sicher, dass die wunderbaren Kolleginnen und Kollegen des Staatlichen Instituts für Musikforschung, denen diese Ausgabe des SPK-Magazins gewidmet ist, über diesen Scherz durchaus lachen können, denn er geht nur scheinbar auf ihre Kosten. Es ist nämlich ihr Institut, das nun schon seit einhundert Jahren Barnes’ Bonmot Lügen straft. Gegründet 1917 in Bückeburg vom musikbegeisterten Fürst Adolf II. zu Schaumburg-Lippe, zog es 1935 nach Berlin und wurde mit der Sammlung alter Musikinstrumente der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik vereinigt. 

    Seit 1962 gehört das Staatliche Institut für Musikforschung zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und wir sind stolz darauf. Denn auf dieser Forschungsinsel neben der Berliner Philharmonie wird auf moderne Weise erkundet, was und wie wir hören, warum ein Konzertsaal das Gehörte beeinflussen kann, warum der Pianist Josef Hofmann unbedingt wiederzuentdecken ist und Alfred Hitchcocks Vögel berlinisch kreischten.

    Das Staatliche Institut für Musikforschung mit seinem Musikinstrumenten-Museum ist eben kein Elfenbeinturm, sondern die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung für Musikwissenschaft in Deutschland. Wie lebendig und spannend es dort zugeht, erfahren Sie von Autoren wie Julia Spinola, Manuel Brug oder Frederik Hanssen. 

    Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre, hoffe auf Ihren Besuch bei den zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläum des Instituts am 23. und 24. Juni, natürlich auch danach. Dank gilt wie immer dem Kuratorium Preußischer Kulturbesitz für die freundliche Unterstützung.

    Hermann Parzinger
    Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz   

  • Kontakt

    Dr. Kristina Heizmann

    Dr. Kristina Heizmann
    Wissenschaftliche Referentin des Präsidenten
    +49 (0)30 266 411420 E-Mail

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