Teilsanierung des Hauses Potsdamer Straße am Kulturforum

Das Gebäude der Staatsbibliothek am Kulturforum durchläuft verschiedene Sanierungsmaßnahmen. Zunächst wurden asbesthaltige Materialien entfernt und die raumlufttechnischen Anlagen erneuert. Derzeit erfolgt Sanierung der Außenfassaden.

Das von Hans Scharoun unter maßgeblicher Beteiligung von Edgar Wisniewski errichtete Gebäude mit den weiten Leselandschaften steht auf der Berliner Denkmalliste.
Das von Hans Scharoun unter maßgeblicher Beteiligung von Edgar Wisniewski errichtete Gebäude mit den weiten Leselandschaften steht auf der Berliner Denkmalliste. © Staatsbibliothek zu Berlin / C. Kösser

Asbestsanierung und Erneuerung raumlufttechnischer Anlagen

Das Haus Potsdamer Straße der Staatsbibliothek wurde zwischen 1967 und 1978 nach Plänen von Hans Scharoun mit maßgeblicher Unterstützung von Edgar Wisniewski errichtet. Beim Bau wurden nach damaligem Stand der Technik in den unterschiedlichsten Gebäudebereichen diverse asbesthaltige Materialien verbaut, überwiegend aus Brandschutzgründen. Die Atemluft für Nutzer und Beschäftigte war nicht asbestbelastet. Dennoch müssen die asbesthaltigen Baustoffe entfernt und durch asbestfreie Materialien ersetzt werden.

Parallel dazu werden die zentralen klimatechnischen Anlagen erneuert. Die Lüftungskanäle, Schächte und Anlagen werden von den Resten asbesthaltiger Baustoffe gereinigt. Auch die Fensterfronten der Lesesäle und die Dächer der Staatsbibliothek werden saniert. Die Sanierungsmaßnahme begann 2004 und findet bei laufendem Bibliotheksbetrieb statt. Sie dauert voraussichtlich bis 2014 an.

Baumaßnahmen an der Haustechnik und an den Außenfassaden

Das Magazin und die Großraumbüros der Staatsbibliothek erhalten neue energiesparende Beleuchtungsanlagen. Die Außenabdichtung des Gebäudes zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit wird erneuert und repariert.

Die Natursteinfassade des denkmalgeschützten Bibliotheksgebäudes wird seit 2010 gesichert. Stellenweise hatten sich Platten abgelöst und drohten herunterzufallen. Aluminiumplatten fassen die Fassade des Gebäudes nun vorübergehend ein. Die Farbwahl der Aluminiumplatten erfolgte in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Berlin. Das Provisorium ist für 10 Jahre veranschlagt. Von der Fassadensanierung sind auch die Gebäudeteile betroffen, in denen das Ibero-Amerikanische Institut angesiedelt ist.

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