Neubau und Generalsanierung des Hauses Unter den Linden

Das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Stammhaus der Staatsbibliothek wurde generalsaniert und durch Neubauten ergänzt. 2013 eröffneten der Allgemeine Lesesaal und der Rara-Lesesaal. Im Herbst 2019 war der denkmalgeschützte Gesamtkomplex baulich fertiggestellt.

Zentrale Erschließungsachse der Staatsbibliothek

Die für das Gebäude charakteristische Erschließungsachse lebt wieder. Hier der Blick aus der zentralen Treppenhalle durch das Vestibül Richtung Neubauteil. © SPK / photothek.net / Thomas Koehler

Generalsanierung nach Plänen von HG Merz

Das in den Jahren 1903 bis 1914 nach Plänen von Ernst von Ihne errichtete Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer schwer beschädigt. In der DDR wurden zwar die dringendsten Raum- und Magazinprobleme gelöst, das Haus aber nicht grundlegend saniert. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz beschloss nach der Wiedervereinigung, das Gebäude wieder zu einer zeitgemäßen Bibliothek umzurüsten. Dazu waren umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen nötig. Diese erfolgen nach Plänen des Architekturbüros HG Merz, das den internationalen Architekturwettbewerb 1999/2000 gewann.

Die technische Ausstattung, die Sicherheits- und Brandschutzanlagen des Altbaus wurden zeitgemäßen Anforderungen angepasst. Als zentralen Neubau entwarf HG Merz einen gläsernen Kubus, in dem sich der neue Allgemeine Lesesaal befindet. Die zentrale Erschließungsachse und die Kuppel über dem Hauptzugang des Gebäudes wurden wiederhergestellt. Darüber hinaus wurden fünf Sonderlesesäle instandgesetzt und ein Bibliotheksmuseum vorgesehen. Nach der Gesamtfertigstellung aller Gebäudeteile wird das Haus rund 650 Benutzerarbeitsplätze bieten.

Ergänzende Neubauten

Wesentlicher Teil der Planungen für das Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek war die Ergänzung durch Neubauten. Dabei handelt es sich um einen neuen Allgemeinen Lesesaal, den Rara-Lesesaal, ein neues Benutzungszentrum, Tresormagazine und das Digitalisierungszentrum.

Zwei Bauabschnitte

Die Baumaßnahme erfolgte in zwei Abschnitten und bei laufendem Betrieb, sodass das Haus für den Bibliotheksbetrieb geöffnet bleiben konnte. Nach 15-jähriger Planungs- und Bauzeit war es soweit: Das gesamte Haus wurde im Herbst 2019 fertig saniert übergeben. Dieser größte historische Baukomplex im Zentrum des historischen Berlins kann ab Februar 2021 wieder seine Tore am Boulevard Unter den Linden öffnen. Dann steht die Bibliothek mit ihren reichen Beständen und ihrem vollen Leistungsspektrum für die Forschenden wieder zur Verfügung.

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