Eisenzeit Ausstellung in Russland

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Veröffentlichungsfrist: 31.07.2021

Pressemitteilung „Eisenzeit Eisenzeit – Europa ohne Grenzen“ (10.11.2020)

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Figurine eines Speerwerfers, Bronze, MVF Inv. Nr. IVh 159

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

2126 × 2835, Pixel, jpg, 230 KB
Figurine eines Speerwerfers (Bronze). L. 7,5 cm; B. 7,0 cm; H. 25 cm. Ende 6.-Anfang 5. Jh. v.Chr. Fundort unbekannt, wahrscheinlich Umbrien, Italien. Die männliche Figur trägt einen Helm mit übergroßem Helmbusch und nach oben gestellten wangenklappen. Drei parallele Wülste im Bauch und Beckenbereich deuten eine Panzerung des Oberkörpers an. In der rechten Hand hielt der Krieger ursprünglich einen Speer zum Wurf bereit. Bronzefigurinen wie diese können ursprünglich an Kultstätten aufgestellt worden sein.

Rechteckiges bronzenes Gürtelblech mit getriebener, figürlicher Verzierung

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: K. Goeken

2644 × 1873, Pixel, jpg, 515 KB
Rechteckiges bronzenes Gürtelblech (L. 26 cm, B. 5,1 cm) mit getriebener, figürlicher Verzierung im sogenannten Situlenstil. Ende 6. – Anfang 5. Jh. v.Chr.; Fundort Stična, Slowenien. Die Figurengruppe zeigt eine kultische Prozession. Sie wird von einem Mann angeführt, der seine Hand nach einem vor ihm hockenden, wolfsähnlichen Tier ausstreckt. Das Ende der Männergruppe bildet eine gänzlich anders dargestellte Frau. Unter den Figuren befinden sich auch zwei Raubvögel. Gürtelbleche wie dieses hatten als Luxus- und Prestigeobjekte einen hohen Wert. Die c. 30 km südöstlich von Ljubljana liegende Fundstelle Stična bestand aus einer Siedlungsanlage und rund 125 dazugehörigen Grabhügeln, die bis zu 5 m hoch und 50 m Durchmesser hatten. In der Hallstattzeit wurden im Südostalpenraum Brandbestattungen durch Körperbestattungen unter Grabhübeln ersetzt, die oft über mehrere Generationen genutzt wurden. Zahlreiche Funde aus Stična wurden 1945 kriegsbedingt nach Russland verlagert. Das Gürtelblech wurde im Rahmen einer großen Rückführung 1977-78 an das Museum für Völkerkunde in Leipzig übergeben. Erst nach der Wiedervereinigung kehrte es 1993 in das Museum für Vor- und Frühgeschichte zurück. Die übrigen Objekte aus dem Fundort Stična sind heute verteilt auf das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie (kriegsbedingt) die Staatliche Eremitage St. Petersburg.

Bauchige, dunkelbraune, geglättete Linsenflasche aus Ton

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

2835 × 2126, Pixel, jpg, 550 KB
Bauchige, dunkelbraune, geglättete Linsenflasche aus Ton mit Spuren eines Graphitüberzugs. L. 15,5 cm, B.15,5 cm, H. 15,5 cm, um 600 v. Chr. Fundort Stična, Slowenien. Die c. 30 km südöstlich von Ljubljana liegende Fundstelle Stična bestand aus einer Siedlungsanlage und rund 125 dazugehörigen Grabhügeln, die bis zu 5 m hoch und 50 m Durchmesser hatten. In der Hallstattzeit wurden im Südostalpenraum Brandbestattungen durch Körperbestattungen unter Grabhübeln ersetzt, die oft über mehrere Generationen genutzt wurden. Die zahlreichen Objekte aus dem Fundort Stična sind heute verteilt auf das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie (kriegsbedingt verlagert) die Staatliche Eremitage St. Petersburg.

Bestandteile eines einachsigen Wagens aus einem Grab der Frühlatènezeit, Besseringen, Saarland: Zierbesatz in Form von Doppelbögen, Bronze und Eisen

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

2835 × 2126, Pixel, jpg, 265 KB
Zierbesatz eines Wagens aus der Frühlatènezeit in Form von Doppelbögen (Bronze und Eisen). L. 28,3 cm; B. 1 cm; H. 12,5 cm. Mitte 5. Jh. v. Chr. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarben die Berliner Museen mehrere Beigaben aus einem Fürstengrab der Frühlatènezeit, die in Besseringen im Saarland gefunden worden waren. Im Museum für Vor- und Frühgeschichte befinden sich noch die Beschläge des zeittypischen, einächsigen Prunkwagens. Die bronzene etruskische Schnabelkanne wurde kriegsbedingt verlagert und befindet sich heute in der Eremitage. Der prunkvolle Goldhalsring mit Verzierungen (Knospen, Vögel) ist einzigartig; er wurde ebenfalls kriegsbedingt nach Russland verlagert und befindet sich heute im Puschkin-Museum.

Bestandteile eines einachsigen Wagens aus einem Grab der Frühlatènezeit, Besseringen, Saarland: gegossene Ösenringe, Bronze

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

2835 × 2126, Pixel, jpg, 432 KB
Bestandteile eines Wagens aus der Frühlatènezeit: gegossene Ösenringe (Bronze). Dm 3,1 cm; H. 2 cm. Mitte 5. Jh. v. Chr. Die Ringe mit Ösen auf der Rückseite gehören zu den Doppelbogen-Zierbesätzen. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarben die Berliner Museen mehrere Beigaben aus einem Fürstengrab der Frühlatènezeit, die in Besseringen im Saarland gefunden worden waren. Im Museum für Vor- und Frühgeschichte befinden sich noch die Beschläge des zeittypischen, einächsigen Prunkwagens. Die bronzene etruskische Schnabelkanne wurde kriegsbedingt verlagert und befindet sich heute in der Eremitage. Der prunkvolle Goldhalsring mit Verzierungen (Knospen, Vögel) ist einzigartig; er wurde ebenfalls kriegsbedingt nach Russland verlagert und befindet sich heute im Puschkin-Museum.

Maskengürtelhaken, Bronze

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: C. Plamp

2126 × 2835, Pixel, jpg, 756 KB
Maskengürtelhaken (Bronze); H. 6 cm. 5. Jh. v. Chr. In der frühkeltischen Kunst sind häufig Mischwesen belegt, die anthropomorphe und zoomorphe Elemente auf einem Gesicht vereinen. Meist handelt es sich um menschliche Gesichter, die mit Tierohren versehen sind, so auch bei dem Gürtelhaken aus einem Grabhügel in Kleinmittersdorf, Bayern.

Linsenflasche mit Tierfries

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

2835 × 2126, Pixel, jpg, 527 KB
Linsenflasche mit einzigartigem Tierfries (Keramik). H. 23,8 cm, max. Dm 24 cm. 5. Jh. v. Chr. Die linsenförmige Flasche mit langem, engem Hals wurde auf der Töpferscheibe hergestellt. Auf der Schulter ist ein durch Stempelmuster gerahmter Tierfries, bestehend aus vier Paaren von männlichen und weiblichen Wildtieren: wohl Hirsch und Hirschkuh, Rehbock und Ricke, Eber und Sau, Ganter und Gans. In einer weiteren Szene jagt ein Wolf oder Hund einen Hasen. Das in seiner Art in der frühkeltischen Kunst einzigartige Tierfries ist in seinen Motiven stark von der oberitalisch-ostalpinen Situlenkunst beeinflusst; für einige Details werden aber auch Einflüsse der skythischen Kunst in Erwägung gezogen. Die Flasche stammt aus einem Grabhügel im Wald bei Matzhausen, Bayern.

Stabförmige Idolfigur, Bronze

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

5674 × 9000, Pixel, jpg, 2 MB
Stabförmige Idolfigur (Bronze). H. 6 cm. 4.-3. Jh. v. Chr. Ein eigenwilliger Kunststil entwickelte sich in der Eisenzeit Spaniens. Am Pass von Despeñaperros (Andalusien) wurden bei Ausgrabungen 1916-1918 mehr als 2000 bronzene Figuren aus einem iberischen Heiligtum geborgen, meist stark stilisierte Menschen. Von den ursprünglich 14 Idolfigürchen, die das Museum für Vor- und Frühgeschichte erwarb, sind noch 5 im Museumsbestand erhalten.

Riemendurchzug, Bronze

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

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Riemendurchzug (Bronze), L. 4,6 cm, B. 2,3 cm, H. 5,1 cm. 1. Hälfte 5. Jh. v. Chr., Taman, Gebiet Kuban, Russisches Kaiserreich. Der größte Teil der Objekte des Museums für Vor- und Frühgeschichte zur Archäologie des Schwarzmeerraumes geht auf die Sammlung Massoneau zurück. Zahlreich Objekte wurden 1945 kriegsbedingt in die Museen in St. Petersburg und Moskau verlagert, ein Teil ist immer noch in Berlin. Die Objekte vom Fundort Taman sind überwiegend im skythisch-maiotischen Tierstil gefertigt. Der Riemendurchzug von einem Pferdezaumzeug hat einen gefiederten Körper und einen Vogelkopf mit Hirschgeweih.

Fragment eines durchbrochenen Beschlags (Bronze)

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

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Fragment eines durchbrochenen Beschlags (Bronze). L. 5 cm, B. 1 cm, H. 6 cm. Der Beschlag stammt vermutlich aus der in Ostgeorgien gelegenen Region Kartli. Das Fragment des in Durchbruchstechnik gefertigten Beschlags zeigt eine menschliche Figur. Es ähnelt einem weiteren Beschlag, der sich heute kriegsbedingt verbracht in der Eremitage befindet und vollständig erhalten ist. Die stehende Figur wird von zwei Raubvogelköpfen an den Händen flankiert, die über ihre langen Körper in zwei Löwenköpfen mit geöffneten Mäulern im Bereich der Füße des Menschen enden.

Eiserne Lanzenspitzen

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

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Lanzenspitzen (Eisen) mit langem, schmalem Blatt, Feder und Tülle. L. 20,5-30,2 cm, B. 2,6 – 3,5 cm. 3.-2. Jh. v. Chr. Fundort La Tène, Schweiz. Der Fundort La Tène am Neuenburger See in der Schweiz ist namengebend für die den jüngeren Abschnitt der vorrömischen Eisenzeit. Er wird seit seiner Entdeckung 1856 bis heute archäologisch untersucht. Neben Resten hölzerner Brücken sowie Menschen- und Tierknochen konnten tausende von Metallgegenständen geborgen werden. Möglicherweise handelt es sich um einen keltischen Kultplatz, an dem über einen längeren Zeitraum Opferungen vorgenommen wurden, wie sie aus dem Werk Cäsars über den Gallischen Krieg bekannt sind. Die Funde gelangten in verschiedene Museen in Europa, so auch mehrere hunderte Gegenstände in die Vorgeschichtliche Abteilung des Königlichen Völkerkundemuseums Berlin. Heute ist nur noch ein Teil davon vorhanden; der Rest befindet sich kriegsbedingt verlagert in der Eremitage.

Maskenfibel, Bronze

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Foto: Claudia Klein

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Maskenfibel (Bronze); L. 4 cm, B. 2 cm, H. 6 cm. 5. Jh. v. Chr, Fundort Niederschönhausen, Berlin. Die Fibel ist ein Meisterwerk frühkeltischer Kunst und gelangte aus dem Kerngebiet dieser Kultur weit in den Norden. In jener Zeit kam es im Kunstschaffen zu großen Veränderungen. Darstellungen von Menschen, Masken, Dämonen und Fabelwesen sind Hauptmotive des neuen Stils. An einem Ende der Fibel ist der Kopf eines bärtigen Mannes zu erkennen. Gegenüberliegend ein Widder, der seinen Kopf über einen liegenden Mann mit Bart beugt und als Kraftspender eine mythologische Szene zeigt.

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