Verantwortung wahrnehmen: Herausforderung NS-Raubkunst

News vom 15.12.2008

Zum zehnten Jahrestag der Washington Principles luden SPK und die Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste zu einem internationalen Symposium. Diskutiert wurden Fragen rund um Provenienzforschung und Restitutionen.

Über dreihundert Teilnehmer aus aller Welt – Vertreter der Fachwelt, der Politik, Anwälte der Erben und Opfervertreter – kamen in Berlin zusammen. Sie zogen eine Bilanz der letzten Jahre und berieten über künftige Wege und Möglichkeiten bei der Behandlung von Restitutionsfragen.Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, lobte das überaus konstruktive Klima der Tagung und die hohe Qualität der Vorträge und Diskussionsbeiträge. Er forderte vielmehr: „Es muss endlich losgehen mit einer Provenienzforschung in angemessenem Umfang. Die Einrichtung der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche / -forschung in diesem Jahr war ein wichtiger Schritt und Ausgangspunkt für eine breit angelegte Forschung. Die Kultureinrichtungen benötigen darüber hinaus jedoch vor allem die dauerhafte Unterstützung von ihren Trägern.“ Mit Blick auf die Washington Principles erachtet Parzinger es als wünschenswert, in Zukunft Vertreter der Opferseite in die entsprechenden Gremien und Kommissionen einzubeziehen, was auch von vielen der Tagungsteilnehmer gefordert wurde.
Im Dezember 1998 hatten sich 44 Staaten und 13 Nicht-Regierungsorganisationen zu den „Principles of the Washington Conference With Respect to Nazi-Confiscated Art“ bekannt. In der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts, insbesondere aus jüdischem Besitz, bekannten sich die Verantwortlichen in Deutschland zur Umsetzung dieser Grundsätze. 

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