Konferenz: Auseinandersetzung mit der kolonialen Geschichte

News from 11/17/2021

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In Kooperation mit der SPK und dem Research Center for Material Culture of the National Museum of World Cultures, the Netherlands veranstaltet das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste eine digitale Herbstkonferenz zu Kulturgütern aus kolonialen Kontexten.

Zwei Personen bedecken zwei Schachteln auf einem Tisch mit einem schwarzen Tuch
Übergabezeremonie der Toi moko aus dem Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin nach Neuseeland, 2020 © SPK / photothek.net / Florian Gärtner

Die Debatte um die Rückgabe von Kulturgütern an ehemalige Kolonialgebiete ist hoch aktuell – und zugleich viel älter als den meisten bekannt. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste untersucht in seiner digitalen Herbstkonferenz „The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts“ vom 17. bis 19. November 2021 in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und dem Research Center for Material Culture of the National Museum of World Cultures, the Netherlands die lange Geschichte der Forderungen nach der Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonisierten Ländern.

Die Tagung mit mehr als 500 registrierten Teilnehmer:innen arbeitet systematisch auf, wie einzelne Personen, manchmal auch Gemeinschaften beispielsweise in Namibia, Neuseeland, Äthiopien und Peru bereits seit dem 19. Jahrhundert ihr kulturelles Erbe von europäischen Kolonialmächten zurückverlangten.

Auf der Tagung beleuchten mehr als 40 Wissenschaftler:innen und Expert:innen aus aller Welt Forderungen und Rückgaben bis in die 1970er Jahre. Sie zeichnen oft jahrzehntelange Auseinandersetzungen über Restitutionen nach, spüren verdeckte Hinweise auf Gewalt der ehemaligen Kolonialmächte in den Archiven auf und diskutieren, was die „Heimkehr“ menschlicher Gebeine für Gesellschaften bedeuten kann.

SPK-Präsident Hermann Parzinger: „Museen haben in der Debatte um kolonialzeitlich erworbene Objekte eine besondere Verantwortung über akademische Diskussionen hinaus: Sie müssen als bewahrende Einrichtungen konkrete Lösungen finden – gemeinsam mit Herkunftsländern und Communities. Diese Verantwortung für das uns anvertraute Sammlungsgut nehmen wir in der SPK wahr, wie wir es seit Jahren bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit tun. Dabei ist es essentiell, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen. Deshalb ist diese Konferenz so wichtig!“

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