Staatliches Institut für Musikforschung mit Musikinstrumenten-Museum

Einblick in das Staatliche Institut für Musikforschung



  • Das Staatliche Institut für Musikforschung ist das größte außeruniversitäre Forschungszentrum für die Musikwissenschaft in Deutschland. Es widmet sich der historisch-theoretischen Reflexion über Musik und deren lebendiger Vermittlung.

    Vielfältige Forschungsaktivitäten

    Die Schwerpunkte der Forschung am Staatlichen Institut für Musikforschung (SIM) sind die Interpretationsforschung, die Historische Musiktheorie, die Instrumentenkunde und die Klangforschung. Das Institut erarbeitet und publiziert die „Bibliographie des Musikschrifttums“. Darin wird die in aller Welt erscheinende Literatur über Musik fortlaufend verzeichnet. Als BMS online ist sie im Internet frei verfügbar.

    Sammlung historischer Instrumente

    Das Musikinstrumenten-Museum des Instituts besitzt etwa 3.000 Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Gut 800 dieser Instrumente sind in der Dauerausstellung zu sehen. In ihrer Vielfalt zählt die Sammlung zu den repräsentativsten der Welt. Mit diesem Museum besitzt das Staatliche Institut für Musikforschung das ideale Forum für vielfältige Veranstaltungen: vom wissenschaftlichen Symposium über Gesprächskonzerte mit Alter Musik auf historischen Instrumenten der Sammlungen bis hin zu Klanginstallationen.

    Mehrere Vorgängereinrichtungen des Instituts seit dem späten 19. Jahrhundert

    Die Wurzeln des Staatlichen Instituts für Musikforschung reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. 1888 wurde die Sammlung Alter Musikinstrumente an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik gegründet. 1917 erfolgte die Gründung des Fürstlichen Instituts für Musikwissenschaftliche Forschung in Bückeburg. Diese beiden Einrichtungen wurden 1935 im Staatlichen Institut für deutsche Musikforschung in Berlin zusammengeführt.

    Seit 1962 gehört das Staatliche Institut für Musikforschung zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Es ist mit seinem Musikinstrumenten-Museum seit 1984 am Kulturforum in einem eigens dafür errichteten Gebäude direkt neben der Philharmonie untergebracht.

    Der Direktor des Staatlichen Instituts für Musikforschung - Dr. Thomas Ertelt

    Thomas Ertelt studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin. 1989 promovierte er mit einer Arbeit über Alban Bergs Oper „Lulu". Seine Forschungsschwerpunkte bilden die  Musik der Wiener Schule und die Geschichte der Musiktheorie. Seit 1992 ist Thomas Ertelt Leiter der Historischen Abteilung des Staatlichen Instituts für Musikforschung. 2002 wurde er Direktor des Instituts. Er ist Herausgeber der „Geschichte der Musiktheorie“, der „Briefwechsel der Wiener Schule" und der Reihe „Klang und Begriff".

  • Standort des Staatlichen Instituts für Musikforschung