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Amerikanischer Unabhängigkeitstag – Programmschwerpunkt SPK
Pressemitteilung vom 29.06.2026
Presseeinladung: „We the People“ – Programminitiative zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit
Am 4. Juli 2026 jährt sich die Unabhängigkeitserklärung der USA zum 250. Mal. Aus diesem Anlass haben die Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein gemeinsames Programm entwickelt, das das gängige Bild der USA um unterschiedliche Perspektiven und Geschichten erweitern soll. Der Titel „We the People“ erinnert an die ersten Worte der Verfassung der USA.
Ausstellungen, Sonderpräsentationen, Vorträge, Konzerte und Diskussionen greifen unterschiedliche Aspekte der Geschichte und Amerikas auf. Gleichzeitig werden die vielfältigen Bezüge der Sammlungen, Archive und Bibliotheken der SPK zur Geschichte der Amerikas deutlich.
Marion Ackermann, Präsidentin der SPK, betont: „Mit ‚We the People‘ würdigt die SPK das Jubiläum des amerikanischen Unabhängigkeitstages aus unseren Sammlungen heraus und rückt dabei auch aktuelle Bezüge und Themen mit Brisanz in den Fokus. Das Programm zeigt, wie zahlreich unsere Kontaktpunkte sind – ob es die Berlin Beauties sind, Grönland, die Protesthymne gegen Pinochet oder die Pride Flag – es greift Fragen von Demokratie, Identität, Erinnerung und kulturellem Austausch auf und eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Vereinigten Staaten und ihre Beziehungen zur Welt.“
Wir laden herzlich zum Fototermin zur Vorstellung der Programminitiative
am Freitag, 3. Juli 2026, 11 Uhr,
Neue Nationalgalerie,
Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
Wir bitten um Anmeldung bis zum 1.7.2026 unter presse(at)spk-berlin(dot)de
Kurze Statements bei Glenn Ligons Installation „Double America“ (UG):
- Marion Ackermann, Präsidentin der SPK
- Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie
Im Anschluss Bildtermin vor der Neuen Nationalgalerie mit Gilbert Bakers „Rainbow Flag“. Zum Fototermin werden auch Direktorinnen und Direktoren der Einrichtungen anwesend sein, die das Programm gestalten, unter anderem Dagmar Hirschfelder, Direktorin der Gemäldegalerie, Till Fellrath, Direktor des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, und Ulrike Höroldt, Direktorin des Geheimen Staatsarchivs PK.
Gilbert Bakers „Rainbow Flag“ (1978), eine Leihgabe des Museum of Modern Art in New York, ist heute eines der bedeutendsten Symbole der LGBTQ+-Bewegung. Glenn Ligons Installation „Double America“ (2012), die ebenfalls in der Neuen Nationalgalerie präsentiert wird, setzt sich mit Vorstellungen von Zugehörigkeit und Identität in den Vereinigten Staaten auseinander.
Bereits seit 16. Juni zeigt das Kupferstichkabinett eine Sonderpräsentation in der Gemäldegalerie. „Dorothy Iannone: The Berlin Beauties. Im Dialog mit Alejandra Pombo Su“ stellt die Zeichnungs- und Textserie „The Berlin Beauties“ (1977–78) vor, die die US-amerikanische Künstlerin Dorothy Iannone (1933–2022) kurz nach ihrem Umzug nach Berlin schuf und die hier erstmals vollständig präsentiert wird. Ergänzt wird sie durch eine neue zeichnerische Arbeit und eine eigens für die Ausstellung entwickelte Performance von Alejandra Pombo Su am 4. Juli. Ab 29. Juni erinnert das Geheime Staatsarchiv PK in einer Foyerausstellung an den preußischen Offizier und späteren amerikanischen General Friedrich Wilhelm von Steuben, der 1777 an Bord der Fregatte Flamand das revolutionäre Amerika erreichte.
Anhand eines CARE-Pakets wirft das Museum Europäischer Kulturen ab 4. Juli einen Blick auf das deutsch-amerikanische Verhältnis. Das Münzkabinett beleuchtet mit ausgewählten Münzen und Medaillen die wechselvolle Geschichte der USA zwischen Aufbruch, Einwanderung und inneren Konflikten. Auch die Frage, woher der Dollar seinen Namen hat, wird beantwortet. Das Ethnologische Museum und Museum für Asiatische Kunst greift, ebenfalls ab 4. Juli, mit einer Sonderpräsentation Aspekte rund um Grönland und das immaterielle Erbe der Inuit auf, und lädt im Schaumagazin „Amerika. Ebenen und Prärien“ ein, Objekte indigener Gruppen aus der Region der sogenannten Great Plains zu entdecken.
Am 2. Juli würdigt die Gemäldegalerie mit einem Vortragsabend, Empfang und Führungen Walter Farmer, US-Leutnant und einen der berühmten „Monuments Men“, der sich 1945 dem Ansinnen der US-Regierung widersetzte, rund 200 Werke der Gemäldegalerie zu beschlagnahmen.
Am 4. Juli selbst finden zahlreiche Veranstaltungen und Performances statt: Im Cranach-Saal der Gemäldegalerie präsentiert Alejandra Pombo Su die eigens für die Ausstellung „Dorothy Iannone: The Berlin Beauties.“ entwickelte ortsspezifische Voice-Performance „Under Honey“ und erweitert dabei erstmals ihre Solo-Performance um die Zusammenarbeit mit einem Berliner Frauenchor. Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart präsentiert am selben Tag in einem Konzert den monumentalen, etwa 60-minütigen Variationszyklus „The People United Will Never Be Defeated! (1975) von Frederic Rzewski. Das Werk basiert auf dem Lied „El pueblo unido, jamás será vencido“, das Sergio Ortega, ein enger Freund Rzewskis, für die sozialistische Unidad Popular des demokratisch gewählten chilenischen Präsidenten Salvador Allende kurz vor dessen durch die US-Administration beförderten Sturz im September 1973 geschrieben hatte. Der Song wurde schnell zur Hymne des Protests gegen die folgende brutale Diktatur Augusto Pinochets und gegen autoritäre Herrschaft weltweit. Ergänzt wird sie durch ein Gespräch mit der Konzeptkünstlerin Andrea Fraser in der Reihe „In Conversation“ und eine Sonderführung zu den US-amerikanischen Positionen in der Sammlung. Weitere Veranstaltungen am 4. Juli: Eine Kuratorinnenführung durch die Sonderausstellung „The Berlin Beauties“ in der Gemäldegalerie, ein Vortrag der Kunstbibliothek, die den Nachlass des Architekten Erich Mendelsohns bewahrt, zu dessen 1926 veröffentlichtem Werk „Amerika. Bilderbuch eines Architekten, und Führungen in der Alten Nationalgalerie mit einem Schwerpunkt auf Künstler*innen des 19. Jahrhunderts an, die sowohl in den USA als auch Deutschland künstlerisch tätig waren. Das Staatliche Institut für Musikforschung thematisiert am 4. Juli im Musikinstrumenten-Museum in einer Sonderführung und einem Shape Note Workshop Bezüge zu den USA in seinen Sammlungen und stellt Musikinstrumente und -traditionen mit demokratischem Kontext vor. Im Ibero-Amerikanischen Institut findet eine Vortragsreihe statt, die sich mit Verfassungsentwicklungen und Demokratiedebatten in Nord- und Südamerika befasst, wobei es auch darum geht, transnationale Verflechtungen und innerhemisphärische Beziehungen in den Blick zu nehmen.
Gesamtprogramm:
https://www.smb.museum/programminitiative-we-the-people/
Pressekontakt für die Programminitiative: presse(at)spk-berlin(dot)de
Pressekontakte für die einzelnen Programmpunkte:
Neue Nationalgalerie
Markus Farr
presse.nng(at)smb.spk-berlin(dot)de, Tel.: 0151 527 53 886
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Fiona Geuß
presse.hbf(at)smb.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 39783416
Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett, Kunstbibliothek
Mechtild Kronenberg
museumsteam_kufo(at)smb.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 266 42 34 00
Bode-Museum / Münzkabinett / Alte Nationalgalerie
Timo Weißberg
presse.mui(at)smb.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 266 42 68 03
Ethnologisches Museum und Museum Asiatischer Kunst / Museum Europäischer Kulturen
Angela Fischel
presse.dah(at)smb.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 266 42 20 14
Ibero-Amerikanisches Institut
Diana von Römer / Julia Borchert
presse(at)iai.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 266 45 43 11
Staatliches Institut für Musikforschung
Katrin Simon
simon(at)sim.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 254 81 12 9
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Ramon Voges
Ramon.Voges(at)gsta.spk-berlin(dot)de, Tel.: 030 266 44 00 43
Kontakt


Birgit Jöbstl
Pressesprecherin und Referatsleiterin Medien, Kommunikation und Publikationen
+49 30 266 411445

Andrea Wiethoff
Vorzimmer des Direktors der Abteilung für Medien, Kommunikation und Veranstaltungen

