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Künstlerin Karin Sander erinnert an Johanna und Eduard Arnhold sowie die Bewohner des Tiergartenviertels
Pressemitteilung vom 24.06.2026
Die in Berlin lebende Konzeptkünstlerin Karin Sander wird ein künstlerisches Erinnerungsprojekt entwickeln, das mit Originalzitaten, Interviews, Musik und Toncollagen an das herausragende Mäzenatenehepaar Johanna und Eduard Arnhold sowie an weitere Bewohnerinnen und Bewohner des Tiergartenviertels erinnert, deren Namen durch die NS-Diktatur ausgelöscht wurden.
An das berühmte Mäzenatenpaar soll künftig mit einer akustischen Intervention am Kulturforum erinnert werden. Darauf haben sich die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Verein zur Erinnerung an Johanna und Eduard Arnhold e.V. geeinigt und der Künstlerin Karin Sander den Zuschlag erteilt. Bis Ende 2027 soll das Projekt, das aus privaten Mitteln sowie durch die Berliner LOTTO-Stiftung, die Stiftung Berliner Sparkasse und die James Simon Stiftung gefördert wird, realisiert sein.
Die Arnholds haben gemeinsam mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern des Tiergartenviertels das kulturelle Leben Deutschlands vor 1933 geprägt. Sie verkörperten eine Zivilgesellschaft, die sich für das Gemeinwohl engagierte. Neben den Arnholds waren das Persönlichkeiten wie James und Eduard Simon, Walther Rathenau, Oscar Huldschinsky, Hedwig Dohm, Else Lasker-Schüler, Paul Cassirer und Alfred Flechtheim, Tilla Durieux, Julie und Julius Elias oder Theodor Wolff und Hugo Preuß. Die Nationalsozialisten drangsalierten, vertrieben und ermordeten viele dieser Menschen nicht nur, sie tilgten auch ihre Namen aus dem Gedächtnis.
Karin Sander will das nun ändern und wird eine akustische Intervention im öffentlichen Raum entwickeln, die nicht nur das zwischen 1933 und 1945 durch Diktatur und Krieg zerstörte ehemalige Tiergartenviertel – Berlins „Atlantis der Moderne“ – wachrufen wird, sondern durch historische Zitate wie auch aktuelle Stimmen, Gespräche, Musik, Geräusche in zehn Stationen den Blick auf die heutige Stadt und ihre Menschen öffnen.
Karin Sander zählt zu den international renommiertesten Konzeptkünstlerinnen der Gegenwart. In ihren Arbeiten setzt sie sich immer wieder mit Orten, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinander. Ihre Werke werden weltweit ausgestellt und sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten. Mit ihren häufig ortsbezogenen Projekten entwickelt sie neue Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart.
Erinnern heißt hier Vergegenwärtigen. Karin Sanders künstlerisch-kommunikative Intervention im öffentlichen Raum richtet sich auch an ein jüngeres Publikum, das mittels Smartphones und QR-Codes in Deutsch oder Englisch Geschichte und Gegenwart Berlins (und Deutschlands) im Umfeld des Arnhold-Platzes auf eindrucksvoll-kreative Weise neu erfahren kann.
Bilder finden Sie unter: https://www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/presse/pressebilder/detailseite/artikel/2026/06/25/karin-sander-erinnert-an-johanna-und-eduard-arnhold.html
Kontakt


Birgit Jöbstl
Pressesprecherin und Referatsleiterin Medien, Kommunikation und Publikationen
+49 30 266 411445

Andrea Wiethoff
Vorzimmer des Direktors der Abteilung für Medien, Kommunikation und Veranstaltungen

