Partnerschaft von SPK mit Museum in Mumbai

Pressemitteilung vom 14.01.2026

Antikensammlung und Vorderasiatisches Museum an der Ausstellung „Networks of the Past. A Study Gallery of India & the Ancient World“ in Mumbai beteiligt – Leihgaben und co-kuratierte Ausstellung zur Antike

Vor Kurzem eröffnete in Mumbai die erste große archäologische Ausstellung, die von Indien ausgehend die Verbindungen zwischen den antiken Kulturen der Welt aufzeigt. Anhand von 300 ausgewählten archäologischen Objekten werden im Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya (CSMVS) drei Jahre lang spannende Geschichten aus den alten Kulturen Indiens, Ägyptens, Mesopotamiens, Griechenlands, Roms, Persiens und Chinas erzählt. Durch den Perspektivwechsel werden die Leihgaben der Antikensammlung und des Vorderasiatischen Museums in einem neuen Kontext betrachtet. Neben der SPK sind unter anderem das British Museum und das Getty an der Zusammenarbeit beteiligt, die bereits 2023 mit der Ausstellung „Ancient Sculptures“ begann.

Marion Ackermann, Präsidentin der SPK, erklärt: „Die „Study Gallery of India and the Ancient World” ist ein beeindruckendes Beispiel für die internationale Zusammenarbeit zwischen Museen, und den Dialog, den unsere Welt heute mehr denn je braucht. Durch die gemeinsam inszenierte Ausstellung unserer Objekte initiieren wir einen bedeutungsvollen Austausch auf mehreren Ebenen: Zwischen den Schätzen in unseren Sammlungen, zwischen den Objekten und einem neuen Publikum, zwischen unseren Kollegen, die auf verschiedenen Kontinenten arbeiten.“

Das CSMVS hat ein umfassendes Outreach-Programm zu der Ausstellung erarbeitet: Universitäten und Schulen aus ganz Indien sind eingeladen, Geschichte anhand von Objekten zu unterrichten. Außerdem hat das Museum drei Busse mit einer mobilen Ausstellung und Kopien von Exponaten ausgestattet. Damit fahren die Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in die Vororte und zu Schulen auf dem Land. So kommt die Ausstellung auch zu Menschen, die sonst keine Gelegenheit haben, Museen zu besuchen. Es geht dabei nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch ums Mitmachen bei kunsthandwerklichen Techniken.

Die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin beteiligt sich mit 28 Objekten an der Ausstellung; das Vorderasiatische Museum mit weiteren 24 Stücken. Damit ist die SPK nach dem British Museum der zweitgrößte Leihgeber dieses bedeutenden Ausstellungs- und Vermittlungsprojekts.

Anders als in der westlichen Geschichtsschreibung üblich stellt die neue Studiengalerie nicht die antiken Hochkulturen im Mittelmeerraum und Nahen Osten ins Zentrum, sondern betrachtet, wie Indien als Knotenpunkt in die globale Entwicklung eingebunden war, sowohl als gebender wie auch als Einflüsse aufnehmender Akteur. Die beispielhafte Gegenüberstellung der Kulturen und der weite Blick, der Indien und Ostasien einbezieht, ist ein innovatives, bisher einmaliges Konzept.

Thema der Ausstellung sind die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens im Vergleich der antiken Kulturen wie etwa Landwirtschaft und Nahrungsmittelzubereitung, Leben und Tod, der Umgang mit den Göttern oder die Entwicklung der Schrift als eine der Voraussetzungen für Herrschaft und für die Entstehung der antiken Großreiche. Der chronologische Rahmen spannt sich von der Induskultur, die sich vor etwa 5000 Jahren entwickelte, bis zum Gupta-Reich im 6. Jh. n. Chr. Die Ausstellung endet mit den beiden berühmtesten „Universitäten“ der Antike, kosmopolitischen Zentren des Lernens und Wissens: Nalanda in Indien und Alexandria im griechisch-römischen Ägypten.

Berliner Leihgaben

Highlights aus dem Bestand der Antikensammlung in der Ausstellung sind unter anderem die Marmorgruppe eines Pflügers mit seinem Ochsengespann, eine etruskische Alabasterurne, die Grabstatue eines römischen Jungen, sowie mehrere bemalte Vasen mit Darstellungen von Totenritualen, Krieg und Arbeit. Einige Gold- und Edelsteinschmuckstücke belegen unter anderem den Handel mit wertvollen Steinen. Terrakottafiguren und reliefierte Tonlampen zeigen Szenen aus dem täglichen Leben. 

Das Vorderasiatische Museum ergänzte die Ausstellung mit bedeutenden Exponaten: Tontafeln und -figuren, darunter ein Stadtplan und ein zweiachsiger Wagen, ein Spielbrett, Keramikgefäße, Schmuck, Amulette und zwei Rollsiegel. Ein Schwerpunkt ist die Schriftentwicklung ausgehend von Zahlsteinen und frühen Tontafeln aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., über Schülertafeln bis zu einer aramäischen Zauberschale aus dem ersten Jahrtausend n. Chr. Einige Exponate belegen eindrücklich die Verbindungen zwischen Mesopotamien und der Indus-Kultur bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. 

Weitere Informationen zum CSMVS unter: https://csmvs.in/who-are-we/

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