Reklamegeschäft und Sammellust: Der Verleger Rudolf Mosse. Jahrbuchbeitrag von Michael Bienert und Elke Linda Buchholz

Rudolf Mosse um 1910
© bpk

Im Jahr 2014 restituierte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz acht Kunstwerke an die Erben von Rudolf Mosse. Das Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz widmete dem jüdischen Verleger und Sammler aus diesem Anlass einen Beitrag. Im frühen 20. Jahrhundert war Mosse einer der reichsten und einflussreichsten Persönlichkeiten in Berlin. Er baute ein Verlagshaus auf, dessen publizistisches Flaggschiff die legendäre liberale Tageszeitung „Berliner Tageblatt“ war. Sein ungeheures Privatvermögen setzte Mosse auch als Förderer, Stifter und Mäzen ein. Außerdem trug er eine umfangreiche Kunstsammlung zusammen, die in dem repräsentativen Stadtpalais der Familie am Leipziger Platz untergebracht war. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden die Erben Rudolf Mosses aus politischen und rassischen Gründen drangsaliert, verfolgt und um ihr Vermögen gebracht. Zahlreiche bedeutende Kunstwerke wurden 1934 versteigert, ohne dass der Erlös der Familie übergeben wurde.

Die Verfasser des Beitrags sind freie Autoren und Kulturjournalisten. Sie beschreiben den Werdegang Rudolf Mosses und den Aufstieg seines Medienimperiums, vermitteln ein Bild von der Kunstsammlung im Mosse-Palais sowie deren Zerschlagung durch die Nationalsozialisten und skizzieren, wie die jetzt restituierten Werke in den Besitz der Staatlichen Museen zu Berlin gelangten.

Printausgabe:
Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz Bd. 50/2014
Hrsg. im Auftrag des Stiftungsrats vom Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger
Gebr. Mann Verlag
Berlin 2015
341 S. mit 135 überwiegend farbigen Abb.

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