Ernst-Waldschmidt-Preis

  • Für wissenschaftlich herausragende Leistungen im Fach Indologie vergibt die Stiftung Ernst Waldschmidt bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz den Ernst-Waldschmidt-Preis. Er ist mit maximal 5.000 Euro dotiert. Der Preis wird seit 1988 ausgelobt und kann alle fünf Jahre vergeben werden.

    Auslobung und Vergabe des Preises

    Der Preis wird für wissenschaftliche Publikationen in den Gebieten Buddhismus, indische und zentralasiatische Archäologie und Kunst vergeben. Er kann auch als Druckkostenbeihilfe eines noch nicht publizierten Werkes verliehen werden, wenn die Arbeit von der zuständigen Fakultät bereits angenommen wurde.

    Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt die Auslobung des Preises bekannt. Sämtliche Fachvertreterinnen und Fachvertreter der Indologie in leitender Stellung können Kandidaten benennen. Darüber hinaus ist eine Selbstbewerbung möglich. Die Altersgrenze für die Einreichung der Bewerbung liegt bei 35 Jahren. Die Vorschläge sind schriftlich an den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu richten. Die Entscheidung über die Verleihung trifft der Vorstand der Stiftung Ernst Waldschmidt.

    Die Stiftung Ernst Waldschmidt

    Die Stiftung Ernst Waldschmidt wurde 1969 in Berlin gegründet. Ihr Ziel ist es, „durch Ausstellung von Gegenständen der indischen Kunst die Volksbildung und durch Ausschüttung von Geldbeträgen die deutsche Indienforschung zu fördern.“ Die Stiftung Ernst Waldschmidt besitzt 26 in den Staatlichen Museen zu Berlin aufbewahrte Kunstobjekte und finanziert die unregelmäßig erscheinenden „Monographien zur Indischen Archäologie, Philologie und Kunst“. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin gehören ihrem Vorstand an.

    Ernst Waldschmidt (1897-1985) war bis 1936 Kustos der indischen Abteilung des Berliner Völkerkundemuseums, dem heutigen Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten dort zählte unter anderem die Erforschung der Sanskrit-Texte aus den Turfansammlungen. Zudem erwarb er auf einer Reise nach Indien und Sri Lanka zahlreiche Objekte für das Museum.

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