Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb

Einmal im Jahr verleiht die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen Preis an herausragende Nachwuchsmusiker. Sie vergibt ihn in Zusammenarbeit mit der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und der Universität der Künste Berlin.

Der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb ist einer der bedeutendsten Nachwuchsmusikwettbewerbe Deutschlands. Er wird einmal im Jahr von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Zusammenarbeit mit der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und der Universität der Künste Berlin veranstaltet.

Musikalische Exzellenz hoch zwei

Insgesamt gibt es mit Violine und Klaviertrio, Klavier und Komposition, Violoncello und Orgel sowie Gesang und Streichquartett acht Wettbewerbsfächer. Der Wettbewerb wird jedes Jahr in einer der genannten Kombinationen ausgetragen. Die Fächer wiederholen sich also alle vier Jahre. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von über 20.000 Euro an herausragende Talente vergeben. Außerdem wird der „Preis des Bundespräsidenten“ verliehen, der einzige Geldpreis, den der Bundespräsident im Bereich „Musik“ vergibt. Am letzten Tag des Wettbewerbs präsentieren sich die mit einem Preis ausgezeichneten Teilnehmenden in einem festlichen Abschlusskonzert. Die vorausgehenden Wertungsspiele sind für die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt zugänglich.

Künstlerischer Leiter des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs ist seit 2016 Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Schirmherr ist Andris Nelsons. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Hermann Parzinger, ist Mitglied des Lenkungsausschusses.

Tradition seit 1878

Der älteste Klassikmusikwettbewerb Deutschlands blickt auf eine lange Tradition zurück. 1878 rief der preußische Staat die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung ins Leben, die Stipendien an begabte Nachwuchsmusiker ausschrieb. Vorangegangen war eine Schenkung der Manuskripte des berühmten Komponisten, die sich heute im Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek in Berlin befinden. An diesen Entstehungszusammenhang erinnert auch das aus dem Mendelssohn-Archiv stammende Autograph des Präludiums, Opus 37, Nr. 2 von 1837, das seit 2013 ein Element des Erscheinungsbildes des Wettbewerbs ist.

Der erste Preisträger war 1879 Engelbert Humperdinck. Nach ihm wurden zahlreiche bedeutende Musiker wie Wilhelm Backhaus, Otto Klemperer, Kurt Weill oder Marie Soldat prämiert. Ab 1963 nahm die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die von den Nationalsozialisten unterbrochene Förderung der Nachwuchsmusiker wieder auf und rief den Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis ins Leben. 2013 wurde dieser mit dem Hochschulwettbewerb der deutschen Musikhochschulen zum Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb zusammengeführt.

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