Zum Tod von Heinz Berggruen

Pressemitteilung vom 26.02.2007

Heinz Berggruen hat Abschied genommen. Am Abend des 23. Februar ist er im Alter von 93 Jahren in Paris friedlich entschlafen - Herzversagen. Mit Bestürzung und großer Trauer hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Staatlichen Museen zu Berlin die Nachricht von seinem Tod aufgenommen. Das Museum Berggruen mit den großartigen Meisterwerken von Picasso, Klee, Matisse und Giacometti ist im Museumsverbund der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu einem der attraktivsten Kunstorte geworden, der bisher weit über 1,5 Millionen Berliner und Gäste der Stadt in seinen Bann zog. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, erklärt dazu: „Wir sind Heinz Berggruen über alle Maßen zu großem Dank verpflichtet. Seine Sammlung ist für uns ein Vermächtnis und eine lebendige Verpflichtung.“

Die Witwe, Bettina Berggruen, teilte Lehmann den ausdrücklichen Wunsch von Heinz Berggruen mit, in Berlin auf dem Waldfriedhof beerdigt zu werden. Als Ehrenbürger der Stadt wird ihm ein Ehrengrab zuteil. Seit heute 10 Uhr liegt in der Rotunde des Museums Berggruen (Schlossstrasse 1, Berlin-Charlottenburg, geöffnet 10-18 Uhr, Do bis 22 Uhr) ein Kondolenzbuch aus.

Als einer der bedeutendsten Sammler und Mäzene des 20. Jahrhunderts hat Heinz Berggruen mit der großzügigen Übereignung seiner Sammlung an Berlin ein unvergessliches Zeichen der Versöhnung gesetzt. Er hat sich zu seiner Heimatstadt, die er in nationalsozialistischer Zeit verlassen musste, bekannt. In New York und Paris war er ebenso zu Hause wie in Berlin. Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, erinnert sich: „Gespräche mit ihm waren immer von internationalem Weitblick, Berliner Witz und kultivierter Gelassenheit geprägt.“

Bis kurz vor seinem Tod blieb Berggruen leidenschaftlicher Sammler und Mäzen. Noch im Dezember letzten Jahres schenkte er den Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz Giacomettis bedeutende Plastik „Die große Stehende“, die in der Rotunde des Museums Berggruen zu sehen ist.

Mit seiner Sammlung, seit 1996 im Stüler-Bau gegenüber dem Schloss Charlottenburg präsentiert, hat Heinz Berggruen Berlin reich beschenkt - mit einem ganzen Museum voller Meisterwerken des 20. Jahrhunderts: über 160 Schlüsselwerke der Moderne, darunter allein über 80 von Picasso und über 50 von Klee, denen er in den folgenden Jahren weitere hinzugesellte. Berggruen war begeistert von der glanzvollen Entwicklung der Berliner Museen. Er liebte „sein“ Charlottenburg und Wilmersdorf und besonders sein Museum. Er hatte große Freude daran, dass seine Picasso-Sammlung vor einigen Monaten bei einem Gastspiel im Musée Picasso in Paris gewürdigt und gefeiert wurde. Ende des letzten Jahres beschloss er, sich als aktiver Ehrendirektor seines Museums zurückzuziehen. Heiter-ironisch formulierte er: „Es ist nicht mehr so wie mit 90.“

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