Highlight des Ethnologischen Museums: „Lienzo Seler II“ im Humboldt Forum angekommen

News vom 10.02.2022

Das im 16. Jahrhundert entstandene mexikanische Baumwolltuch „Lienzo Seler II“ (Coixtlahuaca II) aus der Sammlung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin ist eines der beeindruckendsten Objekte, die zukünftig im Humboldt Forum präsentiert werden.

Sehr große flache Vitrine mit textilem Ausstellungsstück
© SPK/Stefan Müchler

Der Lienzo hing fast 50 Jahre lang unberührt in seiner Glasvitrine in Dahlem – nun ist es, nach umfangreicher Restaurierung, ins Humboldt Forum transportiert und in eine spezialangefertigte Vitrine eingebracht worden.

Mixtekische und Chocho-Autoren stellten das 383 cm x 442 cm (16 m²) große Baumwolltuch im Tal von Coixtlahuaca (Oaxaca, Mexiko) her, um darauf den Ursprung ihrer Herrscher und die Gründung ihrer Siedlungen in dem multiethnischen Tal zu dokumentieren. Sie hielten Ereignisse fest, die eine Periode von mehr als 500 Jahren bis in die frühe spanische Kolonialzeit umfassen und ihren Anspruch auf Macht, Land und Privilegien im Stil der vorspanischen Bilderschrift sichtbar machen. Das Dokument ist nach seinem Sammler Eduard Seler benannt, der es 1897 nach Berlin brachte. 2017 wurde der Lienzo erstmals in allen Details in zahlreichen Abbildungen farbig publiziert und von zehn internationalen Experten umfänglich nach neuesten Erkenntnissen interpretiert.

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