Highlights der SPK-Museen 2027 vorgestellt

News vom 02.09.2026

SPK-Präsidentin Marion Ackermann hat gemeinsam mit Museumsdirektor*innen und Kurator*innen eine Auswahl besonderer Ausstellungshighlights aus dem Programm des kommenden Jahres vorgestellt.

ein Gruppenfoto vor einem Gemälde
Im „Engländer-Raum“ der Gemäldegalerie bot die Programmvorstellung bereits einen Ausblick auf die Sonderausstellung, die dort anlässlich des 300. Geburtstags des Malers Thomas Gainsborough stattfinden wird. Mit dabei waren (v.l.n.r.): Stefan Weber (Direktor Museum für Islamische Kunst), Friederike Seyfried (Direktorin Ägyptisches Museum und Papyrussammlung), Antje Scherner (Direktorin der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst), Jana Wittenzellner (Stellvertretende Direktorin Museum Europäischer Kulturen), Dagmar Korbacher (Direktorin Kupferstichkabinett), Moritz Wullen (Direktor Kunstbibliothek), Marion Ackermann (Präsidentin Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Henrietta Lidchi (Direktorin Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst sowie Direktorin der Sammlungen im Humboldt Forum), Irina Hiebert Grun (Kuratorin Neue Nationalgalerie), Dagmar Hirschfelder (Direktorin der Gemäldegalerie), Sven Beckstette (Kurator Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart) und Anette Hüsch (Direktorin Alte Nationalgalerie). Foto: SPK / Louis Killisch

Von Thomas Gainsborough zum 300. Geburtstag, Ai Weiwei im Bode-Museum, Arnold Böcklin jenseits des Mythos, internationale Abstraktion, Künstlerbücher von Jonathan Meese und Pharaonen zum Ertasten, eine Kinderbiennale als Premiere sowie die Wiedereröffnung des Pergamonmuseums als Krönung: 2027 erwartet die Museumsbesucher*innen in den Häusern der SPK ein diverses Programm.

Auch der Verlauf des bisherigen Ausstellungsjahrs gibt Grund zu Hoffnung. So erklärt SPK-Präsidentin Marion Ackermann: „Die Museen der SPK erleben ein ausgesprochen gutes Ausstellungsjahr. Die Neue Nationalgalerie und der Hamburger Bahnhof, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Neue Museum verzeichnen steigende Besuchszahlen, teilweise im zweistelligen Bereich. Auch bei den Jahreskarten sehen wir ein deutliches Plus von 30 Prozent. Das stimmt optimistisch auch für das Jahr 2027, das nicht nur die Wiedereröffnung des Pergamonmuseums feiern wird, sondern viele Gelegenheiten bietet, Bekanntes neu zu sehen und Neues zu entdecken – von herausragenden Werken der Kunstgeschichte bis zu internationalen Positionen der zeitgenössischen Kunst. Gerade in diesen Zeiten wollen wir Orte schaffen, die Vielfalt zeigen, Verbindungen herstellen und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen. Dafür steht die SPK.“

Highlights aus den Häusern

  • Die Gemäldegalerie zeigt eine Sonderausstellung anlässlich des 300. Geburtstags des Malers Thomas Gainsborough und rund 90 fotografischen Positionen internationaler Fotograf*innen wie Jeff Wall, Candida Höfer, Carrie Mae Weems, Martin Parr im Rahmen der Ausstellung „Die Kunst zu sehen“.
  • Die Alte Nationalgalerie widmet anlässlich seines 200. Geburtstags Arnold Böcklin eine Ausstellung und führt erstmals vier erhaltenen Fassungen seines berühmtesten Motivs, der „Toteninsel“ zusammen, und zelebriert die Neuentdeckung des litauischen Künstlers Čiurlionis.
  • Das Kupferstichkabinett widmet sich in seiner Cranach-Ausstellung Themen der Politisierung und Instrumentalisierung von Kunst im 16. Jahrhundert.
  • Die Kunstbibliothek taucht ein in Jonathan Meeses provokante Bild-, Sprach- und Gedankenwelt und entwickelt gemeinsam mit dem Künstler eine raumgreifende Installation für das Kulturforum. Außerdem: Die Ausstellung „Bizarr“ erzählt die Geschichte dieses Wortes, das erstmals im 14. Jahrhundert in Dantes „Inferno“ auftauchte und seitdem alles bezeichnet, was die Grenzen des Normalen sprengt.
  • Dem US-amerikanischen Künstler James Turrell widmet der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart eine erste umfassende Überblicksausstellung in Berlin.
  • Mit der Ausstellung „Ai Weiwei im Bode-Museum“ (AT) trifft eine der prägenden Stimmen der internationalen Gegenwartskunst auf die Sammlung, die Geschichte und die Architektur des Bode-Museums.
  • Die Neue Nationalgalerie weitet mit der Ausstellung „Große Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945“ den Blick ins Globale. Mit einer ersten Retrospektive in Berlin würdigt die Neue Nationalgalerie außerdem Katharina Sieverding.
  • Ab März lässt sich im Neuen Museum altägyptische Kultur im Wortsinn „(be-)greifen“: Alle Exponate können in Originalgröße ertastet werden. Düfte wie Weihrauch, Myrrhe und Lotos ergänzen die taktile Wahrnehmung.
  • Erstmals findet 2027 in Berlin an mehreren Standorten der SPK eine Kinderbiennale statt. Das international ausgerichtete Ausstellungsformat präsentiert zeitgenössische Kunst und verbindet internationale künstlerische Positionen mit den Perspektiven und Themen einer jungen Generation.
  • Das Ausstellungsprojekt „Atlantis“ des Museums Europäischer Kulturen erkundet Orte, die von der Landkarte verschwunden sind.
  • Das Ethnologische Museum im Humboldt Forum zeigt, wie indigene Gemeinschaften in Costa Rica ihre reiche natürliche Umwelt erleben. Außerdem wird schon ab Ende 2026 die Dauerausstellung des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum um ein Kapitel zu Togo erweitert.
  • Das Musikinstrumenten-Museum erzählt in „Music on Demand“ die erst 150 Jahre andauernde Geschichte der Aufzeichnung und Wiedergabe von Klang.
  • Fragen nach Original und Kopie, Authentizität und kulturellem Gedächtnis stellt die mehrtägige Intervention „Aura“ der Gipsformerei in der historischen Modellhalle in Charlottenburg. In Dahlem präsentiert sich die Gipsformerei außerdem unter dem Titel „Weißes Rauschen“ als offener Resonanzraum aus Formen, Abdrücken und Objektgeschichten.
  • Und am 4. Juni 2027 kehrt auch endlich Berlins internationaler Publikumsmagnet unter den Museen zurück: Das Pergamonmuseum wieder seine Türen!

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