"museum4punkt0": Teilprojekt XD – xplore Digital

Pressemitteilung vom 08.05.2017

Heute startet „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“. Die Staatliche Museen zu Berlin sind mit dem Teilprojekt "XD – xplore Digital" beteiligt.

Die Staatlichen Museen zu Berlin gehören zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Mit ihren Sammlungen und Forschungsinstituten bilden sie ein Universalmuseum zur Bewahrung, Erforschung und Vermittlung der gesamten Menschheitsgeschichte. Sie bewahren etwa fünf Millionen Objekte aus den Bereichen der europäischen und außereuropäischen Kunst, Archäologie und Ethnologie. Ihre 15 Sammlungen zählen zu den bedeutendsten in Europa, gemeinsam genießen sie Weltrang. Zu ihnen gehören auch das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst, die in Zukunft im Humboldt Forum zu sehen sein werden.

Ziel des Teilprojektes ist die Konzeption einer digital erfahrbaren „Visitor Journey“ durch das Universalmuseum – interaktive, partizipative Anwendungen über mehrere Häuser hinweg, die den Museumsbesuch zu einem Gesamterlebnis machen, das virtuell schon vorher beginnt und danach fortgeführt werden kann. Davor steht eine Nutzer- und Rezeptionsforschung im Bereich digitaler Vermittlungsinstrumente. Dadurch können zielgruppenspezifische digitale Angebote rund um den Museumsbesuch entwickelt werden. Um ein möglichst vielfältiges Publikum anzusprechen, soll es einen niedrigschwelligen Einstieg und ein ausdifferenziertes Angebotsspektrum geben. Im Vordergrund stehen die persönliche Begegnung mit den Objekten, das gemeinsame Erleben des Museumsbesuchs auf Basis unterschiedlicher Voraussetzungen und eine nachhaltige Bindung an das Museum.

Im Rahmen von „museum4punkt0“ soll ein digitales System entwickelt werden, das Verknüpfungen, Vergleiche oder Interaktionen über mehrere Sammlungen hinweg ermöglicht und der Verschiedenartigkeit der Objekte in einem Universalmuseum Rechnung trägt. Es unterstützt Besucherinnen und Besucher bei der Orientierung und begleitet das Museumserlebnis indem es z.B. Kontexte liefert und Geschichten erzählt. Gerade im Humboldt Forum werden unterschiedliche Erzählungen über Objekte ineinander fließen. Der Anspruch auf Multiperspektivität und der Aspekt der Partizipation spielen eine wichtige Rolle. Daher sollen am Beispiel des Ausstellungsmoduls zu den Südseebooten exemplarisch digitale Inszenierungsmethoden entwickelt werden, die multiple Szenarien zulassen. Dabei sollen auch die Möglichkeiten der Einbeziehung verschiedener Besuchergruppen genutzt werden, seit es durch thematische Hackathons oder Serious Games.

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