Staatsbibliothek zu Berlin

Einblicke in die Staatsbibliothek zu Berlin



  • Die Staatsbibliothek zu Berlin ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek in Deutschland. Sie sammelt und bewahrt Handschriftliches, Gedrucktes und Digitales aus allen Wissenschaftsgebieten, Sprachen und Ländern.

    Bestände und Erwerbungen

    Die Staatsbibliothek zu Berlin ist ein Zentrum der nationalen und internationalen Literaturversorgung. Sie bewahrt umfangreiche Bestände zu allen Fachgebieten. Mit mehr als 25 Millionen verschiedenen Medien ist die Staatsbibliothek die größte wissenschaftliche Universalbibliothek in Deutschland. Zu ihren Sammlungen gehören Bücher, Handschriften, Autographe, Karten, Drucke, Bilderalben, Zeitungen, Nachlässe, elektronische Ressourcen und vieles andere mehr. Ein besonderer Schatz ist etwa die Partitur von Beethovens 9. Sinfonie. Sie zählt zum UNESCO-Welterbe. Nachlässe von Gelehrten und Schriftstellern sowie umfangreiche Verlagsarchive werden in der Staatsbibliothek wissenschaftlich erschlossen und ausgewertet. Ihr Bestand - auch an Datenbanken und anderen elektronischen Ressourcen - wächst ständig.

    Bestandserhalt und Digitalisierung

    Eine der zentralen Aufgaben der Bibliothek ist neben dem Sammeln und Erschließen auch das Bewahren der Schriftzeugnisse. Im Bereich der Bestandserhaltung bündelt die Staatsbibliothek zahlreiche Kompetenzen. Sie restauriert eigene Bestände, prüft und entwickelt neue Verfahren der Bestandserhaltung.

    Ihren Nutzerinnen und Nutzern bietet die Staatsbibliothek umfangreiche Dienstleistungen zur Literaturrecherche und -beschaffung. Vor allem unikale Werke werden nach und nach digitalisiert und über das Internet verfügbar gemacht. Hierfür ist das Digitalisierungszentrum der Bibliothek mit umfangreicher moderner Technik ausgestattet.

    Ursprünge und heutige Standorte

    Die Staatsbibliothek wurde 1661 als „Churfürstliche Bibliothek zu Cölln an der Spree“ gegründet. Heute prägen zwei monumentale Gebäude das öffentliche Bild der Staatsbibliothek: Das Haus am Boulevard Unter den Linden ist seit 1914 in Betrieb. In Zeiten der Teilung entstand ein Gebäude an der Potsdamer Straße am Kulturforum. Es wurde 1978 eröffnet. Derzeit finden an beiden Standorten umfangreiche Baumaßnahmen statt.

    Konzept „Eine Bibliothek in zwei Häusern”

    Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde die Bibliothek als eine Institution in zwei Häusern konzipiert. Das Haus Unter den Linden dient demnach als historische Forschungsbibliothek. Dort werden sich nach Vollendung der Bauarbeiten auch die Sonderabteilungen für Handschriften, Kinder- und Jugendbücher, Karten, Musik und Zeitungen befinden. Das Haus an der Potsdamer Straße ist eine Forschungsbibliothek der Moderne. Sie bewahrt zudem die regionalen Sammlungen zu Osteuropa, zum Orient und zu Ostasien.

    Die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin - Barbara Schneider-Kempf

    Barbara Schneider-Kempf studierte in Mainz, Hannover und Aachen Architektur. Nach ihrer bibliothekarischen Ausbildung arbeitete sie in Hannover und Duisburg. Von 1992 bis 2002 war sie Direktorin der Universitätsbibliothek Potsdam. Im Jahr 2002 wechselte sie an die Staatsbibliothek zu Berlin, deren Leitung sie im Jahr 2004 übernahm. Barbara Schneider-Kempf ist u.a. Mitglied im Beirat der Deutschen Nationalbibliothek, stellvertretende Sprecherin der Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten sowie Ko-Sprecherin des Deutsch-Russischen Bibliotheksdialogs.