Tag der Restaurierung: Wie Kulturgüter erhalten werden
News vom 02.10.2026
Am 18. Oktober 2026 öffnen Restaurator*innen ihre Ateliers und geben Einblicke in ihre Arbeit. Zum 9. Europäischen Tag der Restaurierung bietet ein vielfältiges Programm Gelegenheit, Kulturgüter und ihren Erhalt aus nächster Nähe kennenzulernen.

Unter dem Motto „Ganz nah dran“ stehen die Menschen und Techniken im Mittelpunkt, die zum Erhalt von Kulturgütern beitragen. Führungen durch Ausstellungen und Restaurierungsateliers eröffnen neue Perspektiven auf die Objekte, ihre Geschichte, Materialien und Herstellung.
„Der Erhalt von Kulturgütern ist eine Kernaufgabe der SPK – unsere Restauratorinnen und Restauratoren tragen hier zentrale Verantwortung“, sagt SPK-Präsidentin Marion Ackermann.
In der Gemäldegalerie berichten Restauratorinnen von den Vorbereitungen für die Sonderausstellung „Porträts!“ und der Restaurierung von Filippo Lippis „Die Anbetung im Walde“. Ein wiederentdeckter historischer Rahmen gibt Einblick in die Rahmenrestaurierung. Im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart führt eine Backstage-Tour zu den besonderen Herausforderungen beim Erhalt zeitgenössischer Kunst – von bröselndem Kunststoff über Leuchtstofflampen bis zu Lebensmitteln und Videobändern.
Das Kupferstichkabinett geht Spuren im Papier nach: Was verraten sie über Herstellung, Alter und Nutzung? Die Staatsbibliothek zu Berlin zeigt unter anderem, wie Kriegsflugblätter aus dem Zweiten Weltkrieg konservatorisch bearbeitet werden.
Im Musikinstrumenten-Museum steht die Arbeit mit mehr als 800 Zupfinstrumenten im Mittelpunkt. Das Vorderasiatische Museum widmet sich Metallobjekten, die Antikensammlung der Keramik. Führungen im Humboldt Forum beleuchten die Restaurierung eines Lackschränkchens aus der Qing-Dynastie, einer Zeremonialpfeife der Omaha (Umoⁿhoⁿ) aus Nebraska und von Wappenpfählen der Nordwestküste Kanadas.

