Zettelkataloge der Stabi bleiben vorerst erhalten

News vom 16.02.2026

Die Staatsbibliothek zu Berlin hatte kürzlich zu einem wissenschaftlichen Fachgespräch „Zettelkataloge. Unantastbares Kulturgut, aktiver Forschungsgegenstand oder substituierbares historisches Arbeitsmittel?“ eingeladen. Das Kolloquium zeigte das wissenschaftliche Interesse an der grundlegenden Erforschung der Geschichte und Bedeutung von Zettelkatalogen.

Fotografie der Staatsbibliothek zu Berlin Haus Unter den Linden
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. © Stabi Berlin, Foto: nilo – Agentur für Fotografie.

Fachlich begleitet sowie mit veranstaltet wurde die Tagung vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin und vom Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Inhaltliches Forschungsinteresse zeigte sich gerade im Hinblick auf jene Berliner Zettelkataloge, die in der DDR-Zeit entstanden.Vor diesem Hintergrund möchte die Staatsbibliothek die Möglichkeit zur weiteren wissenschaftlichen Arbeit mit den Zettelkatalogen eröffnen und wird diese zunächst weiterhin bewahren.

Marion Ackermann, Präsidentin der SPK, sagt dazu: Inwieweit sich die Gesellschaft Archivierungen und Musealisierungen leisten kann, ist immer auch ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess. Ich bin gespannt auf die demnächst zu erwartenden Beiträge und Forschungsfragen.“ Und Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, ergänzt: „Das wissenschaftliche Symposium hat bisher kaum sichtbares, lebhaftes Interesse an der Erforschung historischer Zettelkataloge gezeigt. Um für die gewünschten inhaltlichen und methodischen Erkenntnisprozesse hinreichend Zeit einzuräumen, sollen die bislang fehlenden Flächen innerhalb der Stiftung bis auf Weiteres gewährleistet werden können.“

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