Staatsbibliothek zu Berlin restituiert drei Handschriften nach Halberstadt
News vom 31.08.2015
Am 4. September 2015 endet mit ihrer Rückgabe an die Stadt Halberstadt die Odyssee dreier Handschriften. Sie waren Ende des Zweiten Weltkrieges von der Roten Armee in die Sowjetunion verbracht worden.
Die Handschriften – zwei mittelalterliche und eine neuzeitliche – gelangten im Rahmen von Rückgaben 1996 bzw. 2012 in die Staatsbibliothek und waren zunächst nicht zuordenbar. Durch einen glücklichen Zufall und mit Unterstützung einer Wissenschaftlerin wurde schließlich ein gemeinsames Merkmal der Handschriften (eine Signatur, die mit dem Großbuchstabe „M“ beginnt) als Hinweis auf die Halberstädter Provenienz identifiziert.
Ab 4. September wird die Handschrift mit der Signatur M 37 mit der Glossa ordinaria zum Hohenlied, geschrieben und illuminiert in England in der Mitte des 12. Jahrhunderts, im Halberstädter Dom in der Ausstellung KULT UND WISSEN zu sehen sein. Am selben Tag werden die beiden anderen Handschriften mit den Signaturen M 68 und M 219 an den Oberbürgermeister der Stadt übergeben.

