Demokratietag am 7. Juni beim Inselfest: Wem gehört Schwarz-Rot-Gold?
Veranstaltungsdatum: 07.06.2026 - 07.06.2026
Ort der Veranstaltung: James-Simon-Galerie
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Beim Inselfest 2026 wird der Sonntag (7. Juni) im Zeichen der Demokratie stehen. Anlass ist das diesjährige Motto des UNESCO-Welterbetags „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat deshalb deutschlandweit Partnereinrichtungen auf die Museumsinsel Berlin eingeladen, um über das Erbe und die Zukunft der Demokratie, über Werte wie Freiheit, Weltoffenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu diskutieren. Dabei sind die Stiftung Hambacher Schloss, die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, die Stiftung Berliner Mauer, das Schwule Museum, die Bertelsmann-Stiftung, die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, visitBerlin und die Berliner Festspiele mit Gropius Bau.
Zentrum des Demokratietags ist die James-Simon-Galerie
Programm
- 11 Uhr, Auditorium der James-Simon-Galerie: Gespräch von Zeitzeuginnen der Berliner Mauer, die über ihre Kindheit in der geteilten Stadt berichten werden. Eingeladen dazu hat die Stiftung Berliner Mauer.
- 12 Uhr, Auditorium der James-Simon-Galerie: „Jugend debattiert“ darüber, ob die Aussetzung der Wehrpflicht rückgängig gemacht werden soll. Bei diesem Format der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung lernen Schüler*innen aus weiterführenden Schulen, fair, konstruktiv und regelbasiert zu streiten.
- 13 Uhr, Auditorium der James-Simon-Galerie: Der Kampf um Freiheit und Demokratie von 1989 bis heute steht im Mittelpunkt eines von visitBerlin und weiteren Initiatoren der „Berlin Freedom Week“ organisierten Panels, zu dem die iranische Dissidentin Neda Soltani, die aus Belarus stammende Vertreterin des RAZAM e.V., Sophija Savtchouk, und Frank Ebert, der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, erwartet werden.
- 14 und 15.30 Uhr, Auditorium der James-Simon-Galerie: Ob und wie die Museumsinsel auch queer gelesen werden kann, interessiert die Künstlerin gabi garland. Im Auftrag des Schwulen Museums sucht sie auf dem Demokratietag nach queeren Personen, Codes und Symbolen, um sie auf die Bühnenleinwand zu bringen
- 14 bis 17 Uhr, Kolonnadenhof: Die Stiftung Berliner Mauer beschäftigt sich in einem offenen Kunstworkshop mit der Frage, was aus den Zukunftsvisionen der East Side Gallery geworden ist und wie eine demokratische Zukunft heute aussieht. Gemeinsam mit der Künstlerin Shay Tova Govhary können die Gäste des Demokratietages eine mehrere Meter lange Leinwand gestalten.
- 14.30 Uhr, Auditorium der James-Simon-Galerie: Ist Schwarz-Rot-Gold nationalistisch verpönt oder Ausdruck eines stolzen Patriotismus? Wer darf oder soll dieses Nationalsymbol verwenden? Diese und andere Fragen stellt die Stiftung Hambacher Schloss ab 14.30 Uhr und verspricht eine kontroverse Podiumsdiskussion. Zu den Gästen zählen die Journalistin Julia Ruhs, der Historiker und Leiter des Bereichs Neuere Geschichte / Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Paul Nolte, und der Kurator des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig, der britische Historiker Dr. Crawford Matthews.
- 14.30 Uhr, Auditorium der James-Simon-Galerie: „Jugend debattiert“ darüber, ob in Deutschland ein Solidaritätsbeitrag eingeführt werden soll, um das öffentliche kulturelle Leben zu finanzieren.
- 16 Uhr, Kolonnadenhof: Mit dem assoziativen Text „Freiheit“ der Künstlerin Gabriele Stötzer und der darüber reflektierenden Musik entsteht im Kolonnadenhof ein Wort-Klang-Gerüst, das die Gäste des Museumsinselfestes in die Räume ihrer verborgenen Visionen führt.
- 17 Uhr, Open-Air-Bühne: Abschlussdiskussion mit SPK-Vizepräsident Gero Dimter, dem Intendanten der Berliner Festspiele, Matthias Pees, der Geschäftsführerin des Schwulen Museums, Birga Meyer, dem Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, dem Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, Kai-Michael Sprenger, und dem Wissenschaftlichen Geschäftsführer der Stiftung Hambacher Schloss, Kristian Buchna. Moderation: Nadine Heidenreich
Im Löwenfoyer der James-Simon-Galerie können Besucher*innen außerdem bei Mitmachangeboten zentrale Orte und Entwicklungen der deutschen Demokratiegeschichte kennenlernen, historische Schauplätze entdecken und das eigene Wissen spielerisch testen.
Neben den Angeboten des Demokratietages wird es auf der Museumsinsel Berlin am gesamten Wochenende ein umfangreiches Programm für alle Altersgruppen geben. Viele Angebote sind kostenfrei – so mehr als 100 Führungen und zahlreiche Drop-in-Workshops. Verpflegung gibt es im Food-Court vor der James-Simon-Galerie. Mit dem Museumsinselfest-Tagesticket zum Sonderpreis von 16 Euro (erm.: 8 Euro) können alle Museen der Insel sowie die Friedrichswerdersche Kirche und das PETRI Berlin besucht werden, der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist wie immer frei. Wer eine Jahreskarte besitzt (vor Ort erwerbbar), kann eine weitere Person kostenfrei in die Museen mitnehmen.
Weiterführende Links:
Programm des zweitägigen Inselfestes (6. und 7. Juni 2026) mit dem Demokratietag

