Schenkungen und Dauerleihgaben

Der Ankaufetat des Haushalts der SPK ist eher bescheiden. Dank Schenkungen und Dauerleihgaben privater Sammler und öffentlicher Einrichtungen können trotzdem über die historischen Sammlungen hinaus weitere Meisterwerke und einzigartige Objekte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Haus Bastian (links) und James-Simon-Galerie (rechts)Haus Bastian (links) am Kupfergraben wurde der Stiftung 2017 von der Familie Bastian geschenkt © SPK / Birgit Jöbstl

Bei einer Schenkung übereignen Sammler Objekte oder Konvolute den Museen oder Bibliotheken. In anderen Fällen entscheiden sich Eigentümer von Kulturgütern, diese der SPK als Leihgaben zur Verfügung zu stellen. Manchmal werden Leihgaben für eine einzelne Ausstellung zur Verfügung gestellt, andere Objekte bleiben über viele Jahrzehnte in der Obhut der Einrichtungen. In beiden Fällen werden wertvolle Kunst- und Kulturgüter einem breiten Publikum zugänglich.

Wichtige Dauerleihgaben sind beispielsweise „Der Watzmann“ von Caspar David Friedrich in der Alten Nationalgalerie oder Joseph Beuys „Das Kapital“, das der Sammler Erich Marx an die Neue Nationalgalerie verliehen hat. 

Bisweilen wird aus einer Leihgabe eine Schenkung, wie im Fall der Sammlung Klaus F. Naumann. Große Teile dieser Kollektion bedeutender Werke traditioneller japanischer Kunst waren bereits vor der Übereignung an das Museum für Asiatische Kunst ausgeliehen. Bibliotheken erhalten öfters auch Nachlässe als Schenkungen, beispielsweise den des Sängers, Dirigenten und Schriftstellers Dietrich Fischer-Dieskau. Den Schenkern geht es insbesondere darum, dass die Konvolute von kompetenter Stelle erschlossen, erforscht, professionell aufbewahrt werden und öffentlich zugänglich erhalten bleiben.

2017 schenkte die Familie Bastian den Chipperfield-Bau „Haus Bastian“ am Kupfergraben der Stiftung. Das Galeriehaus soll künftig von den Staatlichen Museen zu Berlin als Zentrum für kulturelle Bildung genutzt werden.

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