Podiumsdiskussion „Globale Sammlungen/Museen des 19. Jahrhunderts: Über ein Neu-Denken der Berliner Museumslandschaft“
Veranstaltungsdatum: 05.04.2018
Ort der Veranstaltung: Bode-Museum
EINTRITT FREI

Im Rahmen der Sonderausstellung „Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum“ finden 2018 mehrere begleitende Podiumsdiskussionen statt, die sich mit der Geschichte und Gegenwart der Berliner Sammlungen und insbesondere der ethnologischen Bestände auseinandersetzen. Den Start macht am 5. April 2018 das international besetzte Panel „Globale Sammlungen/Museen des 19. Jahrhunderts: Über ein Neu-Denken der Berliner Museumslandschaft“ mit Alisa LaGamma (The Metropolitan Museum of Art, New York), Nomusa Makhubu (Michaelis School of Fine Art, Cape Town), Ugochukwu-Smooth Nzewi (Cleveland Museum of Art) und Wendy Shaw (Freie Universität Berlin).
Die Berliner Museumslandschaft befindet sich seit der deutschen Wiedervereinigung in einem permanenten Transformationsprozess: Kulturforum, Museumsinsel, der Umzug des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst von Dahlem nach Mitte und das künftige Humboldt Forum veränderten und verändern die Museumslandschaft der deutschen Hauptstadt nachhaltig.
Mit der Ausstellung „Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum“ treten die skulpturalen Traditionen Afrikas und Europas erstmals in einen direkten Dialog und eröffnen die Möglichkeit einer grundsätzlichen Reflexion über die Sammlungsgeschichte und über die Auswirkungen historischer Sammlungspolitik bei der Neuorganisation vieler Berliner Museen. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Skulpturensammlung des Bode-Museums mit seinen europäischen Meisterwerken oftmals als universelle Sammlung verstanden wird, wird durch die Gegenüberstellung mit afrikanischen Werken herausgefordert. Die vermeintlich akademische Einteilung der Werke in Kunst und Ethnologie oder nach geografischen Merkmalen erscheint als ein Relikt des 19. Jahrhunderts.
Wie aber lassen sich die globalen Sammlungen der Berliner Museen zusammendenken? Welches kreative und kuratorische Potenzial, aber auch welche Herausforderungen liegen in neuen, postkolonial informierten Herangehensweisen? Ist es möglich, die kolonialen Wissens- und Ordnungssysteme einer historischen Sammlungspraxis zu dechiffrieren? Diese Fragen werden bei der Veranstaltung im Bode-Museum am 5. April diskutiert.
Die Podiumsdiskussion wird in englischer Sprache geführt.
Zeit und Ort
- 5. April 2018
18:00 Uhr
Gobelinsaal, Bode-Museum
Am Kupfergraben
10117 Berlin

