Kulturgut in Gefahr: Ethische Richtlinien

News vom 05.12.2014

Die praktische Relevanz bzw. Umsetzungskraft einschlägiger ethischer Grundlagen, z. B. der Berliner Erklärung zu Leihgaben und Neuerwerbungen von archäologischen Objekten durch Museen von 1988, wird eine der zentralen Fragen des Panels „Selbstregulierung und ethische Richtlinien“ sein, das am zweiten Tag von 10.00 bis 11.00 Uhr stattfinden wird.

Logo Tagung Kulturgut in Gefahr: Raubgrabungen und illegaler Handel
© SPK / Gestaltung: Zimmermann Editorial

Das Panel wird moderiert von Markus Hilgert. Es sprechen France Desmarais und Andreas Scholl.

France Desmarais
Direktorin Abteilung Programme und Partnerschaften, ICOM Paris

  • worked and lived in Central Africa and in the Middle East, teaching at the Faculty of Arts at the Lebanese University
  • museum management for over ten years, namely as Head of Strategic Initiatives for an important museum in Montreal, Canada
  • Director of Programmes and Partnerships at International Council of Museums (ICOM) Programmes Department of ICOM manages ICOM’s work on international conventions, and determine the institution’s positions on diverse intangible and tangible heritage related issues, including return and restitution of cultural property
  • 2013 creation of the International Observatory on Illicit Traffic in Cultural Goods (obs-traffic.museum) permanent Secretary of ICOM's Disaster Relief Task Force for Museums and administrator of the International Committee of the Blue Shield (ICBS)

Abstract
ICOM’s Code of Ethics for Museums establishes the basic international ethical guidelines for professional museum practice and conduct. The presentation will highlight the articles of the Codes that relate to acquisitions, their provenance, and will emphasize the importance of proper due diligence for buyers and sellers.
Recognized by the United Nations as the only NGO part of an international expert group on fighting illicit traffic in cultural goods, ICOM, the world’s largest network of museum professionals and institutions, has been developing practical tools to curb illegal trade in art and antiquities for years. The famous Red Lists of Cultural Objects at Risk, such as the Emergency Red List for Syria, as well as ICOM’s International Observatory on Illicit Traffic in Cultural Goods are among those tools and mechanism that help heritage professionals and law enforcement agencies identify, seize, and return objects illicitly traded to their countries of origin.

Andreas Scholl

Direktor Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

  • seit 2004 Direktor der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin
  • Studium der Klassischen Archäologie in Münster und London, 1989 Promotion
  • wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Münster, Köln und Bonn
  • 1998 Habilitation
  • 2000–2004 Kustos der Sammlung antiker Skulpturen der Berliner Antikensammlung
  • korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin

Abstract
Mit Blick auf den trotz schmerzlicher Kriegsverluste immer noch gewaltigen Denkmälerbestand der Berliner Antikensammlung liegt unser Fokus vor allem auf der Restaurierung, Ausstellung und wissenschaftlichen Aufarbeitung.
Wir erwerben keine Antiken, deren Provenienz bzw. Sammlungsgeschichte unklar ist. Um hier ganz auf der sicheren Seite zu sein, akquirieren wir allein Werke durch Kauf oder Schenkung, die aus alten Sammlungen stammen. Als Beispiel sei hier die Schenkung eines hellenistischen Herakles-Kopfes aus dem früheren Besitz Theodor Mommsens durch seinen Urenkel Hans Mommsen im Jahre 2008 genannt. Gleichzeitig wird unsere Sammlung einer Provenienzrecherche unterzogen. Bei illegaler Herkunft sind wir immer zur Rückgabe bereit.

Moderation

Markus Hilgert
Direktor Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

  • Studium der Altorientalistik, Semitistik, Vergleichende Religionswissenschaft und Vorderasiatische Archäologie an den Universitäten Marburg, München und Chicago
  • 1999 Promotion, 2004 Habilitation an der Universität Jena
  • 2007–2014 Professur für Assyriologie an der Universität Heidelberg
  • seit 2009 Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft
  • 2011 Initiator und bis 2013 Sprecher des SFB 933 „Materiale Textkulturen. Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften“ an der Universität Heidelberg
  • seit 1. März 2014 Direktor des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

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