Kulturgut in Gefahr: Illegaler Handel in Griechenland

News vom 04.12.2014

Im Panel „Südosteuropa“, das am ersten Tag zwischen 15.30–16.30 Uhr stattfindet, werden die Maßnahmen vorgestellt, die Griechenland gegen illegalen Handel mit seinen archäologischen Kulturgütern unternimmt. Außerdem werden die rechtlichen Maßnahmen erörtert.

Logo Tagung Kulturgut in Gefahr: Raubgrabungen und illegaler Handel
© SPK / Gestaltung: Zimmermann Editorial

Das Panel wir moderiert von Katharina Cramer-Hadjidimos. Es sprechen Konstantinos Nikolentzos und Ira Kaliampetsos.

Konstantinos Nikolentzos

Hellenic Ministry of Culture and Tourism

  • 1990–1994 Study of Archeology and History of Art  at the University of Athens, 1998 Master degree, 2009 doctoral degree
  • 2009–2011 excavation of the Mycenaean settlement of Kakovatos (Elis - North Triphylia), a collabaration between the German Archaeological Institute and the Hellenic Ministry of Culture
  • Since 2009 Hellenic Ministry of Culture, at the Directorate for the Documentation and for the Protection of Cultural Property, since 2013 Head of the Department for the Protection of Prehistoric and Classical Heritage
  • Since November 2014 Head of the Department  for  the Management of the National Archives of the Monuments and the Archaeological Cadastre at Hellenic Ministry of Culture and Tourism

Abstract
Greece has a rich cultural heritage, throughout the centuries, and is considered to be a country of origin of cultural goods.
Within our brief presentation we will expose the basic ways –“weapons” of combatting the problem of the illicit trafficking of cultural goods and we shall try to explore the impact of the economic crisis in the preservation and safeguarding of the Greek Cultural Heritage, through the juxtaposition of statistical data.
The fight against the smuggling of antiquities is materialized on three levels:

  • the law enforcement  ( through the close cooperation between the police, judicial and archaeological authorities ).
  • the prevention through public awareness and the establishment of international cooperation networks.
  • the strict monitoring of the legal antiquities trade.

Ira Kaliampetsos
Hellenic Society for Law and Archaeology

  • Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum
  • Rechtsanwältin und Mitglied der Rechtsanwaltskammer Athen und Düsseldorf
  • Master-Studiengang in „Kunst und Recht“ an der Karl-Franzens-Universität in Graz
  • 2006 Mitgründerin und Leiterin der „Hellenic Society for Law and Archaeology“. Die Hellenic Society for Law and Archaeology (www.law-archaeology.gr) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich mit den rechtlichen Aspekten der Archäologie befasst, mit dem Schwerpunkt griechisches Recht

Abstract
Die wichtigsten griechischen Gesetze zum Kulturgüterschutz sind das Gesetz Nr. 3028/02 “zum Schutz des archäologischen Kulturgutes und des kulturellen Erbes im Allgemeinen“ und das sechs Jahre später in Kraft getretene Gesetz Nr. 3658/08 “über die Maßnahmen zum Schutz von Kulturgütern”.
Zum Verständnis der Grundzüge des griechischen Rechts ist es wichtig, die Unterscheidung zwischen den Begriffen „Kulturgut“ und „Denkmal“ deutlich zu machen. Archäologisches Kulturgut, dessen Entstehungszeit bis 1453 datiert bzw. das Ergebnis einer Grabung ist, wird als sog. „antikes Denkmal“ am strengsten von allen Kulturgüterkategorien geschützt und gilt als Staatseigentum. Kulturgüter, deren Entstehungszeit zwischen 1453 und 1830 datieren, können sich dagegen in Privateigentum befinden.
Bei der Betrachtung der Regelungen des griechischen Rechts stellt sich auch die Frage der Vereinbarkeit mit europäischen und internationalen Rechtsvorschriften sowie des möglichen Änderungsbedarfs.

Moderation

Katharina Cramer-Hadjidimos
bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

  • Volljuristin und Expertin in Fragen der Bekämpfung des illegalen Kulturgutverkehrs
  • 2010–2014 Regierungsdirektorin für Kulturgüterrückgabe und die Rückführung kriegsbedingt verbrachter Kulturgüter in der Abteilung für Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt
  • Seit August 2014 bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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