„Eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten der russischen Museumswelt“

News vom 02.12.2020

SPK-Präsident Hermann Parzinger zum Tod von Irina Antonova

Frau mit schwarz-weiß gemusterter Jacke
© bpk / Burghard Göres

„Irina Antonova war eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten der russischen Museumswelt. Ihr Lebensweg war geprägt von den Katastrophen des 20. Jahrhunderts: Fließend Deutsch sprechend, weil in den 1930er Jahren als Jugendliche in Berlin aufgewachsen, musste sie den verbrecherischen Angriffskrieg Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion mit all seinen Verheerungen miterleben. Entsprechend klar war ihre Haltung in Bezug auf die Beutekunst. Sie machte keinen Hehl daraus, dass sie es für gerecht hielt, kriegsbedingt verbrachte Kulturgüter aus Deutschland als Entschädigung in Russland zu behalten. Als nach dem Fall des Eisernen Vorhanges intensivere Kooperationen zwischen deutschen und russischen Museen auch zur Beutekunst möglich wurden, war sie jedoch eine verlässliche Partnerin. Dafür danken wir ihr!“

Ирина Антонова была одной из самых впечатляющих личностей русского музейного мира. Ее жизнь формировалась под влиянием катастроф 20-го века: свободно владея немецким языком, поскольку она выросла в Берлине в 1930-е годы, она стала свидетельницей преступной агрессивной войны нацистской Германии против Советского Союза со всеми ее разрушениями. Соответсвенно ясным было ее отношение к проблематике трофейного искусства. Она не скрывала, что считает справедливым нахождение культурных ценностей, изъятых у Германии во время войны, в России в качестве компенсации. В то же время, как только после падения "железного занавеса" стало возможным более интенсивное сотрудничество между немецкими и русскими музеями, в том числе и в области трофейного искусства, она стала надежным партнером для немецких коллег. За одно это Ирине Александовне – наша признательность!

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