Zauber des Anfangs… mit Timo Weißberg

News from 05/07/2019

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Nach Stationen an der Schirn Kunsthalle Frankfurt, der documenta 14, der Berlin Art Week und der Berlinale beschäftigt sich Timo Weißberg seit Anfang März als Referent für Presse und Kommunikation des Standorts Dahlem nicht nur mit einem Umzug nie dagewesener Größenordnung. Timo Weißberg hat uns berichtet, was ihn an den ersten Tagen im preußischen Dienst begeistert hat.

Timo Weißberg
© SPK / Friederike Schmidt

„Meine Aufgaben sind extrem divers und vielfältig und setzen sich aus verschiedenen Bereichen zusammen. Zum einen gibt es am Standort Dahlem das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst. Beide Museen sind momentan nicht mehr für das Publikum geöffnet, da ihre Objekte gerade auf den Umzug ins Humboldt Forum vorbereitet werden. Das heißt, es geht bei meiner Arbeit um die Kommunikation dieser umzugsvorbereitenden Maßnahmen – ganz praktisch also darum, der Öffentlichkeit die Komplexität dieses Unterfangens vor Augen zu führen. Oft stößt die zweijährige Schließzeit der Museen auf Unverständnis. Eine meiner Aufgaben ist also zu zeigen, was während der Schließung alles im Hintergrund passiert und wie komplex dieser Vorgang ist. Dabei geht es aber gleichzeitig jetzt schon darum, auch zu kommunizieren, wie die Museen im Humboldt Forum nach dessen Eröffnung dargestellt werden. Außerdem betreue ich das Museum Europäischer Kulturen kommunikativ, das am Standort Dahlem langfristig geöffnet bleiben wird. Da mache ich in der Hauptsache klassische Pressearbeit und Marketing. Ein weiteres Standbein meiner Tätigkeit ist die kommunikative Begleitung der Weiterentwicklung des Standorts Dahlem. Denn auch nach dem Umzug werden die Depots des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst in Dahlem verbleiben, während die Ausstellungspräsentation der beiden Museen zukünftig im Humboldt Forum geschieht. Die eigentliche Arbeit an den Objekten (die Ausstellung im Museum ist ja immer nur die Spitze des Eisbergs) wird also weiterhin in Dahlem stattfinden: Forschen, Sammeln, Kuratieren – eben die Hauptaufgaben der Museen. Langfristig soll hier ein „Forschungscampus“ entstehen. Mit dem Forschungscampus sollen neben anderen Dingen insbesondere die außereuropäische und die europäische Ethnologie hier in Dahlem stärker miteinander verbunden werden, was im Humboldt Forum so nicht geschieht Ich begleite die Kommunikation der Entwicklung dieses Vorhabens.

Momentan wird sehr viel über die beiden geschlossenen Museen gesprochen, jedoch sehr wenig aus den Museen heraus kommuniziert. Hier ist die Idee – und das hat in kleinerer Form schon stattgefunden –, Medien und Öffentlichkeit stärker mit einzubinden. Ein Umzug in dieser Größenordnung ist weltweit einmalig und auch die Restaurierungsstraße ist eine einmalige Angelegenheit, die es in dieser Form auch nicht mehr so schnell wieder geben wird. Die Restaurierungsstraße mit ihren verschiedenen Stationen – also von der Erfassung der Objekte über die Restaurierung bis hin zur fotografischen Dokumentation, Digitalisierung und Verpackung für den Umzug – diese Dinge in Form einer Kampagne sichtbar zu machen, ist einer der Ansätze, die ich verfolge.

Was hat mich besonders begeistert? Ich habe in den letzten Jahren die Entwicklung rund ums Humboldt Forum und die Museen schon recht intensiv in den Medien verfolgt. Was mich jedoch nun richtig begeistert hat, waren die ersten Gänge in die Depots und auch in die Restaurierungsstraße. Vor diesen Objekten zu stehen und zu sehen, wie sie bearbeitet werden, welche Arbeit es benötigt, mit welchen kleinsten Tools an diesen Objekten mit großer Sorgfalt gearbeitet wird, ist unglaublich spannend. Allein schon der immense Umfang der 500.000 Objekte im Depot des Ethnologischen Museum ist sehr beeindruckend. Man kann hier tatsächlich täglich Neues entdecken.

Deshalb ist es auch schwierig, ein Lieblingsobjekt zu benennen, da es so viel Faszinierendes gibt. Erst kürzlich stand ich vor einem sehr filigran gearbeiteten chinesischen Kaiserthron, der mich sehr beeindruckt hat. Toll sind im Museum für Asiatische Kunst natürlich auch die Wandmalereien der Höhle der Ringtragenden Tauben. Das sind ästhetisch hoch anspruchsvolle, elaborierte Wandzeichnungen, die dort momentan noch aufbereitet und dann verpackt und ins Humboldt Forum transportiert werden. Wenn man davorsteht, geht einem wahrlich das Herz auf.“

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