Rebecca Wolf über ihre Pläne für das Staatliche Institut für Musikforschung

28.05.2021Rebecca Wolf über ihre Pläne für das Staatliche Institut für Musikforschung

Rebecca Wolf wird im Spätsommer ihr Amt als neue Direktorin des Staatlichen Instituts für Musikforschung antreten. 1975 in Gomadingen geboren, studierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur. Ihre Karriere als Musikwissenschaftlerin begann Wolf am Deutschen Museum München und ist aktuell Vertretungsprofessorin an der Universität Regensburg. Hier stellt sie sich ersten Fragen zum neuen Amt in Berlin.

Die Fragen stellte Ingolf Kern

Porträt einer Frau
Wird ab Spätsommer ihr Amt als Direktorin des Staatlichen Instituts für Musikforschung antreten: Rebecca Wolf. © Rebecca Wolf

Was reizt Sie an diesem Amt?

Tatsächlich die Vielfalt der Aufgaben und Möglichkeiten. Die Abteilungen des SIM repräsentieren die Bandbreite der Musikforschung in besonderer Weise. Für die SPK ebenso wie für meine Fachdisziplin, die Musikwissenschaft, ist das SIM der einmalige Ort des Zusammentreffens so unterschiedlicher Bereiche wie Musikästhetik, Objektforschung und Akustik. Das bietet die spannende Möglichkeit, Musik in vermeintlich gegensätzlichen Kontexten wie Kunst und Technik zu diskutieren, diese mit konkreten Ideen zu füllen, weitere Projekte anzuregen sowie vermittelnde Wege nach außen zu suchen.

Was wird von Ihnen zu erwarten sein?

Ich komme ja von der Schnittstelle Forschungsmuseum und Universität und freue mich sehr darauf, die Kolleginnen und Kollegen im SIM mit all ihren Expertisen besser kennen zu lernen. Die Themen- und Methodenbandbreite im Haus möchte ich noch deutlicher aufeinander beziehen und die Nutzung des Museums als Plattform für Austausch und Präsentation des ganzen SIM anregen. Dazu bietet es sich an, gemeinsame Themen und Fragestellungen zu diskutieren sowie weitere Formate zu entwickeln, die Theorie und Praxis in Verbindung bringen. Die Musik als ephemere, aber auch immer wieder als materielle Kunst bietet viele Ansatzpunkte, so verschiedene Bereiche wie Wahrnehmung, Performativität, Restaurierungsforschung, Handwerk und Digitalisierung weiter zu denken und zu vermitteln. Gerade hier lohnt sich der impulsreiche Austausch im Verbund der SPK.

Welche neuen Wege werden Sie beschreiten wollen?

Als eine wichtige Aufgabe für das SIM sehe ich die starke und gut sichtbare Vernetzung, zum einen in Berlin, zum anderen international. Hier bietet es sich natürlich an, auch Themen in diese Richtung weiter zu entwickeln. Das kann ein Blick auf die globale Rezeption europäischer Musik sein ebenso wie die Entwicklung eines zusätzlichen Schwerpunkts auf Musik des 21. Jahrhunderts. Aber da will ich nicht vorgreifen, sondern erst einmal die vielen, bereits entstandenen Ideen und Arbeitsgruppen im SIM und die Kontakte zur SPK besser kennen lernen. Ich freue mich auf Berlin!

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