Tina Brüderlin wird Leiterin des Ethnologischen Museums

News vom 13.10.2021

Das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin mit seinen zwei Standorten im Humboldt Forum und in Dahlem erhält ab Mitte Januar eine neue Leitung

Porträt einer Frau
© Britt Schilling

Die derzeitige Leiterin der Ethnologischen Sammlung des Museums Natur und Mensch in Freiburg Tina Brüderlin wird künftig das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin leiten. Sie folgt in dieser Position auf Jonathan Fine, der seit Anfang Juli Direktor des Weltmuseums Wien ist. Die neue Besetzung geht auf eine Entscheidung des SPK-Stiftungsrats Ende Juni zurück. Frau Brüderlin tritt ihr neues Amt am 15. Januar 2022 an.

Tina Brüderlin, geboren 1977 in Colorado (USA) studierte Ethnologie mit den Nebenfächern Amerikanistik und Kulturgeographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Dartmouth College in New Hampshire (USA). Im Laufe ihrer wissenschaftlichen Karriere spezialisierte sie sich auf die zwei regionalen Schwerpunkte Ostafrika und Nordamerika. Hier insbesondere auf die Region Süd Omo in Äthiopien und der pazifischen Nordwestküste Kanadas und Alaskas (USA), wohin sie auch zahlreiche Forschungsreisen unternahm. Nach dem Studium arbeitete Frau Brüderlin zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem interdisziplinären Sonderforschungsbereich „Kulturelle und Sprachliche Kontakte“ der Universität Mainz. Von 2007 bis 2009 wirkte sie als Sammlungs- und Kuratorische Assistentin am American Museum of Natural History in New York (USA) in den Abteilungen für Nordamerikanische Ethnologie und Afrikanische Ethnologie. Im Anschluss war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundprojekt „Eine Geschichte - Zwei Perspektiven: Kulturspezifische Übersetzungsfunktionen des ‚exotisch Fremden‘ am Beispiel der ‚Terms of Trade‘ an der pazifischen Nordwestküste anhand der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin“. Dabei befasste sie sich mit der Provenienzforschung der Haida und Tlingit der Sammlung des Ethnologischen Museums in enger Zusammenarbeit mit Vertreter*innen aus Herkunftsgesellschaften. Sie ist seither mit dem Berliner Museum gut vertraut.

Seit 2012 ist Tina Brüderlin Leiterin der Ethnologischen Sammlung des Museums Natur und Mensch der Städtischen Museen Freiburg, eine der größten kommunalen ethnologischen Sammlungen in Deutschland. Dort ist sie maßgeblich für die Aufarbeitung und Erschließung der weltweiten Sammlungen und deren Vermittlung, u.a. durch Digitalisierungsprojekte (Ozeaniensammlung; Afrikasammlung aus kolonialen Kontexten), sowie der Vertiefung des Bereichs der Sammlungsforschung und der Konzeption erfolgreicher ethnologischer und interdisziplinärer Ausstellungen verantwortlich. Seit 2012 hält sie zudem regelmäßig Lehrveranstaltungen u.a. an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 2016 bis 2017 leitete Brüderlin als kommissarische Direktion das interdisziplinäre Museum Natur und Mensch mit seinen Sachgebieten Naturkunde und Ethnologische Sammlung.

Tina Brüderlin sagt: „Das Ethnologische Museum Berlin befindet sich in dynamischen und herausfordernden Prozessen. Die in ihm bewahrten Sammlungen gehören zu den bedeutendsten weltweit. Dieses bringt große Verantwortung mit sich. In der wissenschaftlichen Sammlungsaufarbeitung sowie in ihrer öffentlichen Vermittlung. Ich freue mich auf die Mitgestaltung einer zukunftsweisenden Weiterentwicklung des Hauses und auf das Potential der interdisziplinären Zusammenarbeit im Verbund der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und seiner Partnerinstitutionen.“

Hermann Parzinger sagt: „Das Ethnologische Museum steht mehr denn je im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Es braucht eine entschiedene und umsichtige Leitung, die die komplexen Themenfelder gut strukturiert und beim Publikum platziert. Ich freue mich, dass wir für diese Aufgabe eine so kompetente und tatkräftige Ethnologin mit internationaler Erfahrung gewonnen haben.“

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