Wie antik ist der Islam? Exzellenzcluster Topoi und Museum für Islamische Kunst konzipieren gemeinsam Ausstellung

News vom 18.10.2016

Das Pergamonmuseum zeigt ab dem 15. November 2016 „Das Erbe der Alten Könige. Ktesiphon und die persischen Quellen islamischer Kunst“. Neben einem historischen Blick verdeutlicht die Schau die gegenwärtige Relevanz von Ktesiphon.

Die Ursprünge der Ausstellung liegen in einem Forschungsprojekt des Exzellenzclusters Topoi. Drei Jahre haben sich Forscher verschiedener Disziplinen im Rahmen der Forschergruppe „Fragments, Ruins and Space: the Perception and Representation of Ancient Spaces in Modern Contexts“ mit den deutschen Grabungen in Ktesiphon in den Jahren 1928/29 sowie 1931/32 beschäftigt. Die Ausstellung ermöglicht jedoch nicht nur einen Blick auf die historische Kulturlandschaft und die Geschichte ihrer Erforschung, sagt Dr. Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst und Mitglied des Exzellenzclusters Topoi, sondern sie zeigt auch die Relevanz von Ktesiphon für uns heute: als geteiltes Kulturerbe zwischen Irak und Iran, als bedrohtes Kulturgut und als Zeugnis der Entstehung islamischer Kultur. „Die Objekte berühren konkrete Gegenwartsfragen. Woher kommt die islamische Kultur? Eine Antwort wird hier deutlich: sie wurzelt in dem Nährboden spätantiker Entwicklungen vom Mittelmeer bis in den Iran – Wurzeln, die auch die unseren sind.“

Das Exzellenzcluster Topoi bündelt die Stärken Berlins in der Erforschung der Antike und ist ein Kooperationsprojekt der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

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