Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergibt verschollen geglaubtes Gemälde an den Berliner Dom

Pressemitteilung vom 14.07.2011

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat vor wenigen Tagen das Gemälde „Nazareth – die Jugendzeit Jesu“ von Albert Hertel an den Berliner Dom als Alteigentümer zurückgegeben. Das Werk befand sich seit Kriegsende 1945 in der Obhut der Alten Nationalgalerie. In deren 2008 veröffentlichtem Katalog des Fremdbesitzes ist es als Werk eines unbekannten Künstlers gelistet. Anhand eines Fotos aus dem Archiv des Berliner Doms konnte das Gemälde zweifelsfrei identifiziert und zugeordnet werden.

Das Gemälde wurde 1904/05 von dem Berliner Künstler Albert Hertel im Rahmen des 13-teiligen Zyklus „Christuslegende“ als Auftragsarbeit für das Kaiserliche Treppenhaus im neu erbauten Dom angefertigt. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges galt es zusammen mit vier weiteren Gemälden aus diesem Zyklus als verschollen.

Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sagte: „Dieser Fall macht deutlich, wie Museen, Archive und Bibliotheken selbst durch eine umfassende und offen zugängliche Dokumentation ihrer Bestände dazu beitragen können, verloren geglaubte Werke wiederzufinden, deren Provenienz zu klären und eine Rückgabe an die Alteigentümer zu ermöglichen.“ Die Staatlichen Museen zu Berlin dokumentieren seit 2002 in den Reihen „Dokumentation der Verluste“ und „Dokumente des Fremdbesitzes“ sowie auf der Internetplattform der Koordinierungsstelle Magdeburg jene Werke aus ihren Beständen, deren Eigentums- und Provenienznachweise fehlen und zu hinterfragen sind.

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