SPK-Stiftungsrat zum Umgang mit Benin-Bronzen

News vom 24.03.2021

Strategie für gemeinsames Vorgehen ethnologischer Museen soll entwickelt werden – Rückgabe von Objekten ist Option

Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat sich in seiner Sitzung am 24. März 2021 u.a. über den Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten ausgetauscht. Dabei ging es auch um die Benin-Bronzen. Der Stiftungsrat begrüßt, dass die Stiftung u.a. in der Benin-Dialogue-Group seit langem Gespräche mit den zuständigen Akteuren in Nigeria und Benin-City führt, um eine Lösung für die Benin-Bronzen in der Sammlung des Ethnologischen Museums zu finden. 

Der Präsident der Stiftung, Hermann Parzinger, wurde von den Stiftungsratsmitgliedern aus Bund und Ländern beauftragt, zusammen mit den Direktorinnen und Direktoren der anderen ethnologischen Museen in Deutschland, die Benin-Bronzen in ihren Sammlungen bewahren, eine Strategie für ein gemeinsames Vorgehen im Umgang mit den Benin-Bronzen zu entwickeln, deren Erwerbungsumstände nach heutiger Bewertung als Unrechtskontexte anzusehen sind. Dies war bereits im Einklang mit den 2019 beschlossenen Ersten Eckpunkten zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im jüngsten kulturpolitischen Spitzengespräch zwischen Staatsministerin Grütters und den Kulturministerinnen und -ministern der Länder am 19. März 2021 vorbesprochen worden. 

Der Stiftungsrat betont, dass die Stiftung Preußischer Kulturbesitz verantwortlich für den Umgang mit und die Präsentation der ethnologischen Sammlungsbestände im Humboldt Forum ist. Dies gilt auch für den Fall von Rückgaben, über die der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu entscheiden hat. Die Länder- und Bundesvertreter*innen im Stiftungsrat sind sich einig, im Falle der Benin-Bronzen zu einer Lösung zu kommen, die auch die Rückgabe von Objekten als Option mitbetrachtet. 

Die Stiftungsratsvorsitzende, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, begrüßt, dass die Verantwortlichen bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz seit Jahren mit der nötigen Sensibilität und mit hoher Sachkompetenz im Interesse größtmöglicher Transparenz in intensivem Dialog auf Augenhöhe mit den Herkunftsgesellschaften stehen. In diesem Sinne ist es ein wichtiger erster Schritt, dass sämtliche in Berlin befindlichen Benin-Bronzen digitalisiert und online zugänglich sind.

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