Projekt ZEDIKUM digitalisiert Schätze der Museumsinsel in 3D

News vom 20.05.2016

Das Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM) scannt Objekte aus allen archäologischen Sammlungen der Museumsinsel in 3D ein und stellt sie für ein breites Publikum bereit.

Streifenlichtscanner des Digitalisierungsprojekts ZEDIKUM
© SPK / photothek.net / Thomas Imo

Die durch ZEDIKUM erstellten Objektdaten unterstützen nicht nur die Erfassung von Kulturgütern im Museum, sondern werden auch für die Wissenschaft weltweit zugänglich gemacht. „Es geht uns nicht nur um die 3D-digitale Dokumentation der Objekte, sondern um die Entwicklung von innovativen Instrumenten  der objektbasierten, digitalen Kulturgutforschung“, wie Markus Hilgert, Projektleiter und Direktor des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin, betont. ZEDIKUM ermöglicht zudem erweiterte digitale Angebote und neue Vermittlungsmethoden auf der Museumsinsel.

SPK-Präsident Hermann Parzinger zog eine positive Bilanz der ersten sechs ZEDIKUM-Monate und betonte die Bedeutung für den Kulturgutschutz: „Dieses Zentrum führt die Museumsforschung ins 21. Jahrhundert. Wir sind damit nicht nur in der Lage, Objekte zu erfassen, wir können sie auch viel besser erkennen. In 3D sind beispielsweise Rollsiegel oder Keilschrifttafeln viel besser zu lesen, gleichzeitig kann die Materialität präzise bestimmt werden. Das ist u.a. wichtig für den Umgang mit Objekten, die aus Raubgrabungen oder illegalem Handel stammen könnten. Gleichzeitig ist das Verfahren auch geeignet, in Krisengebieten wie Syrien und dem Irak eingesetzt zu werden, in denen Kulturgüter bedroht sind.“

ZEDIKUM wird aus Mitteln der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien finanziert und ist am Vorderasiatischen Museum angesiedelt.

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