Privater Sponsor fördert Digitalisierungsprojekt des Museums für Islamische Kunst im Rahmen des geplanten Portals „Islamic Art Online“

Pressemitteilung vom 30.01.2012

Die Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Kunstförderer Yousef Jameel haben kürzlich einen Vertrag zur Finanzierung der Digitalisierung, Katalogisierung und virtuellen Aufbereitung großer Teile der Sammlungsbestände des Museums für Islamische Kunst unterzeichnet.

Die großzügige Förderung durch Yousef Jameel ermöglicht es dem Museum für Islamische Kunst, für die Projektdauer von fünf Jahren sechs befristete Stellen einzurichten und weitere mit dem Vorhaben verbundene Aufgaben zu finanzieren. Ziel ist es, 11 000 Objekte islamischer Kunst und Kultur aus dem Bestand des Museums zu digitalisieren und über das geplante Portal „Islamic Art Online" einer internationalen Öffentlichkeit virtuell zugänglich zu machen. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, betont: „Dieses Projekt hat wegweisenden Charakter für die SPK bei ihrem Bestreben, in den nächsten Jahren große Teile der Bestände ihrer Museen, Bibliotheken und Archive zu digitalisieren und einer weltweiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch das großzügige Engagement eines privaten Förderers ist beispielhaft, um derartige Digitalisierungsvorhaben umzusetzen". Yousef Jameel sagte hierzu: „Wissen sollte zugänglich sein - für jedermann, zu jeder Zeit und an jedem Ort. „Islamic Art Online" wird ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel sein."

Das Ashmolean Museum of Art and Archaeology in Oxford koordiniert das Projekt. Das Museum verfügt aufgrund der Digitalisierung und virtuellen Aufbereitung seiner Bestände im Portal „Eastern Art Online" seit 2007 über umfassende Kenntnisse eines solch komplexen Digitalisierungsvorhabens. „Eastern Art Online" wird ebenfalls von Yousef Jameel gefördert und soll durch das Einbeziehen der Sammlungen weiterer international renommierter Museen islamischer Kunst und Kultur zu der Plattform „Islamic Art Online" ausgebaut werden. Das Berliner Museum für Islamische Kunst macht hierbei den Anfang; weitere Kooperationen sind geplant. Die Digitalisate aus dem Museum für Islamische Kunst werden auch in die stiftungsübergreifende Datenbank „SPK Digital" eingespeist und stehen anschließend hier sowie in der Deutschen Digitalen Bibliothek zur Verfügung.

Das Museum für Islamische Kunst präsentiert derzeit in seiner ständigen Ausstellung im Südflügel des Pergamonmuseums lediglich circa 430 Objekte seiner umfangreichen Sammlung islamischer Kunst und Kultur vom 8. bis 19. Jahrhundert, darunter so berühmte Objekte wie die Mschatta-Fassade und das Aleppo-Zimmer. Hinzu kommen 60 Objekte der international als „Keir Collection" bekannten Sammlung islamischer Kunst von Edmund de Unger, die als Leihgabe im Museum für Islamische Kunst präsentiert werden. Erst nach dem 2013 beginnenden Umbau des Pergamonmuseums und dem anschließenden Umzug des Museums für Islamische Kunst in den Nordflügel des Pergamonmuseums wird ein größerer Teil der Bestände des Museums für Besucher zugänglich.

Yousef Jameel (Hon. LHD) ist Fellow am Ashmolean Museum of Art and Archaeology in Oxford und erhielt die Ehrendoktorwürde in den Geisteswissenschaften. Er leitet eine Unternehmensgruppe und ist zugleich als privater Förderer von Bildung, Forschung und Kunst aktiv. Seit 2004 hat er bereits über 300 Studenten und Promovierende sowie mehrere Kulturprojekte unterstützt.

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