Deutsch-russische Zusammenarbeit. Ein Jahrbuchschwerpunkt mit Beiträgen von Manfred Nawroth, Julien Chapuis, Neville Rowley und Vasily Rastorguev

Blick in die Ausstellung „Das verschwundene Museum. Die Berliner Skulpturen- und Gemäldesammlungen 70 Jahre nach Kriegsende“ (Bode-Museum, 19.3. – 27.9.2015)
Ausstellung „Das verschwundene Museum. Die Berliner Skulpturen- und Gemäldesammlungen 70 Jahre nach Kriegsende“ © Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt

Der Verbleib der 1945 kriegsbedingt in die Sowjetunion verlagerten Kunst- und Kulturgegenstände, die nicht bis 1958 an die DDR zurückgegeben worden waren, rückte nach der Wiedervereinigung der Staatlichen Museen zu Berlin in den Fokus. Während Rückgabegespräche auf politischer Ebene ohne Erfolg blieben, entwickelte sich auf wissenschaftlicher Ebene in den 1990er Jahren ein neues Vertrauensverhältnis zwischen Museen in Berlin, St. Petersburg und Moskau. Manfred Nawroth, Kustos am Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin und Koordinator für wissenschaftliche Projekte mit Russland und Osteuropa, blickt in seinem Beitrag auf mittlerweile 20 Jahre deutsch-russische Zusammenarbeit zu kriegsbedingt verlagerten Objekten zurück.

Aus der langjährigen Kooperation mit russischen Partnern ist auch ein Forschungsprojekt zu lange verloren geglaubten Skulpturen unter anderem von Donatello hervorgegangen, die sich ehemals im Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bode-Museum) in Berlin befanden. Julien Chapuis und Neville Rowley von der Berliner Skulpturensammlung beschreiben, wie es zu dem Projekt kam und welche Ergebnisse es bislang zeitigte.

Vasily Rastorguev, Kurator am Puschkin Museum, schildert in einem weiteren Beitrag auf der Basis von russischen Quellen, wie die Skulpturen nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Flakturm Friedrichshain ins Moskauer Puschkin Museum gelangten.

Printausgabe:
Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz Bd. 51/2015
Hrsg. im Auftrag des Stiftungsrats vom Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger
Gebr. Mann Verlag
Berlin 2016
472 S. mit 179 überwiegend farbigen Abb.

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