Im Inneren der Häuser

26.06.2017Im Inneren der Häuser: Das kulturelle Kraftfeld

Stadtplanerische Öde hin oder her – Die kulturelle Fülle in den Häusern am Kulturforum sucht ihresgleichen: Moderne Kunst und Literatur, Mode und Musik, Design- und Filmgeschichte, Karten und Weltkulturgeschichte ballen sich hier auf rund 5000 Quadratmetern. Eine Einführung.

Kraftwerk im Kraftfeld: 2015 traten die Elektropioniere mit ihrer 3-D-Konzertreihe "Der Katalog – 1 2 3 4 5 6 7 8" in der Neuen Nationalgalerie am Kulturforum auf
Kraftwerk im Kraftfeld: 2015 traten die Elektropioniere mit ihrer 3-D-Konzertreihe "Der Katalog – 1 2 3 4 5 6 7 8" in der Neuen Nationalgalerie am Kulturforum auf © Peter Boettcher/Kraftwerk/Sprüth Magers

Neue Nationalgalerie: Erzählungen der Moderne

Von Max Beckmann über Ernst Ludwig Kirchner zu Anselm Kiefer und Barnett Newman: Wer in Berlin die Kunst des 20. Jahrhunderts sehen will, geht in die Neue Nationalgalerie. Rund 4.000 Werke der Sammlung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin wurden im vergangenen Jahrhundert geschaffen. Hinzu kommen die Sammlung Marx, die Sammlung Pietzsch sowie Teile der bei den Staatlichen Museen verankerten Sammlung Marzona.  Deutscher Expressionismus, französischer Kubismus, Surrealismus, Farbfeld-Malerei, Kunst der DDR, Kunst nach 1960 sowie Videokunst bilden die Sammlungsschwerpunkte.

Die Sammlungsgeschichte der Neuen Nationalgalerie ist von der politischen Geschichte Deutschlands nicht zu trennen. Kaum ein Museum hat so viele Werke durch die Nationalsozialisten verloren wie die Nationalgalerie: Über 500 Werke der Sammlung wurden in den Jahren 1937 bis 1945 beschlagnahmt, verkauft oder gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. Der Wiederaufbau des Bestandes nach 1945 folgte in beiden deutschen Staaten unterschiedlichen Wegen. Im Westen erwarb der Magistrat von Berlin für die „Galerie des 20. Jahrhunderts“ zahlreiche Werke vor allem der klassischen Moderne, also jener Kunst, die von den Nationalsozialisten besonders beschlagnahmt worden war.

Lászlò Moholy-Nagy: Komposition Z VIII, 1924
Lászlò Moholy-Nagy: Komposition Z VIII, 1924 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie/Jens Ziehe
Michelangelo Merisi Caravaggio, Armor als Sieger
Michelangelo Merisi Caravaggio, Armor als Sieger © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin/Jörg P. Anders
Pieter Bruegel (der Ältere), Zwei angekettete Affen
Pieter Bruegel (der Ältere), Zwei angekettete Affen © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin/Christoph Schmidt
Johannes Vermeer, Junge Dame mit Perlenhalsband
Johannes Vermeer, Junge Dame mit Perlenhalsband © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin/Christoph Schmidt

Gemäldegalerie: Meisterwerke europäischer Malerei auf zwei Kilometern

Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Meisterwerke aus allen Epochen, darunter Gemälde von Jan van Eyck, Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt und Jan Vermeer van Delft sind hier ausgestellt. Ein fast zwei Kilometer langer Rundgang durch 72 Säle und Kabinette führt im Haus am Kulturforum durch einzelne Kunstlandschaften und Epochen. Sammlungsschwerpunkte bilden die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. sowie die niederländische Malerei des 15./16. Jahrhunderts.

Die Gemäldegalerie wurde seit ihrer Gründung im Jahre 1830 nach kunsthistorischen Gesichtspunkten aufgebaut und vervollständigt. Diesem kontinuierlichen Überblick über die europäische Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert verdankt die Sammlung ebenso ihren Weltrang wie den zahlreichen unvergleichlichen Meisterwerken aller kunsthistorischen Epochen, die sie beherbergt. nach dem 2. Weltkrieg wurde der West-Teil der Sammlung in Berlin-Dahlem untergebracht, der Ost-Teil verblieb im Bode-Museum. Nach dieser über fünfzig Jahre währenden Teilung kann die Sammlung seit 1998 am Kulturforum in dem Neubau von Hilmer&Sattler wieder in ihrer ganzen Pracht gezeigt werden. 

Frans Hals, Catharina Hooft mit ihrer Amme
Frans Hals, Catharina Hooft mit ihrer Amme © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin/Jörg P. Anders
Spanischer Meister, Bücherstillleben
Spanischer Meister, Bücherstillleben © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin/Jörg P. Anders

Kunstgewerbemuseum: Inspiration in Sachen Kunst, Mode und Design

Das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin ist das älteste seiner Art in Deutschland. Es beherbergt weltberühmte Zeugnisse des europäischen Kunsthandwerks und Designs vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, darunter prunkvolle Reliquiare aus Gold und Edelstein, kostbare Vasen aus Glas oder Porzellan, fein bestickte Kleider, detailreich intarsierte Möbel bis hin zu Klassikern modernen Industriedesigns.

Besonders berühmt ist das Haus für seine erlesenen Werke sakraler Schatzkunst des Mittelalters: Meisterhafte Goldschmiedearbeiten wie das Bursenreliquiar aus dem Dionysius-Stift in Enger/Herford sowie das Kuppelreliquiar und der Tragaltar des Eilbertus aus dem Welfenschatz haben Weltgeltung erlangt.  

Mit der Umgestaltung des Museums nach dem Motto „größtmöglichste Klarheit“ durch das Architekturbüro Kühn Malvezzi bekommen diese Preziosen seit November 2014 einen gebührenden Auftritt. Vor allem präsentiert das Kunstgewerbemuseum nun eine weitere bedeutende Sammlung: die Mode. 130 Kostüme mit dazugehörigen Accessoires werden in den Tiefen des Kunstgewerbemuseums minimalistisch inszeniert.

Die Neuausrichtung des Kunstgewerbemuseums ist ein wichtiger Schritt, um das Kulturforum als Zentrum der Moderne zu etablieren. Es geht explizit auch darum, die immer neue Blüten schlagende Berliner Mode- und Designszene zu adressieren – und natürlich alle Mode- und Designinteressierten. Als Museum für Kunst, Mode und Design versteht sich das Haus als Schnittstelle zur Kreativwirtschaft, deren wichtigster deutscher Standort Berlin ist. Bewusst wird das Programm in dieser Richtung ausgebaut. So erfüllt das Kunstgewerbemuseum aufs Neue seinen Auftrag, Inspiration in Kunst, Mode und Design in seinen historischen und gegenwärtigen Sammlungen zu bieten.

 Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz
Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz © Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin/Karen Bartsch
Christian Dior, Schwarzes Mantelkleid im Stil des "New Look"
Christian Dior, Schwarzes Mantelkleid im Stil des "New Look" © Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin/Stephan Klonk
Jochim Worm, Großer Gießlöwe aus dem Lüneburger Ratssilber
Jochim Worm, Großer Gießlöwe aus dem Lüneburger Ratssilber © Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin/Karen Bartsch
Thonet Sessel Nr. 14
Thonet Sessel Nr. 14 © Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin/Karen Bartsch
Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe, 1733/1748-49
Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe, 1733/1748-49 © Staatsbibliothek zu Berlin
Illustration aus R. F. Outcaults „Buster Brown Abroad“, London 1905, Exemplar der Kinder- und Jugendbuchabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin
Illustration aus R. F. Outcaults „Buster Brown Abroad“, London 1905, Exemplar der Kinder- und Jugendbuchabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin ©© CC-BY-NC-SA 3.0
Karte von Europa im Jahre 1870 nach einem französischen Holzschnitt, 1914
Karte von Europa im Jahre 1870 nach einem französischen Holzschnitt, 1914 © Staatsbibliothek zu Berlin

Staatsbibliothek zu Berlin: Forschungsbibliothek der Moderne an der Potsdamer Straße

Als größte wissenschaftliche Universalbibliothek Deutschlands ist die Staatsbibliothek zu Berlin mit ihren zwei großen Standorten Unter den Linden und am Kulturforum ein Zentrum der nationalen und internationalen Literaturversorgung. Über 11 Millionen Bände umfasst der Druckschriftenbestand, hinzu kommen alte und seltene Drucke, abendländische und orientalische Handschriften, Musikautographe, Autographe und Nachlässe, Karten, historische Zeitungen und Kinder- und Jugendbücher. Ergänzt werden die Bestände durch Datenbanken, elektronische Volltexte und Digitalisate.

Das Haus an der Potsdamer Straße 33 entwickelt sich zur Forschungsbibliothek der Moderne. Während in den Magazinen der moderne Bestand mit Erscheinungsjahr ab 1946 weiter ausgebaut wird, setzt künftig der Allgemeine Lesesaal thematisch genau dort an, wo die Zuständigkeit des Allgemeinen Lesesaals Unter den Linden endet:  Hier findet sich Literatur mit Bezug auf die Moderne bis zur Gegenwart; ein universaler Referenzbestand zu allen Epochen ergänzt diese Freihandliteratur. Die regionalspezifischen Sonderabteilungen für Literatur und andere Materialien aus Osteuropa, Ostasien und dem Orient bleiben an diesem Standort.

Niẓāmī Ganǧawī, Ilyās Ibn-Yūsuf: Arabische Sammelhandschrift , (15. Jh.)
Niẓāmī Ganǧawī, Ilyās Ibn-Yūsuf: Arabische Sammelhandschrift , (15. Jh.) © Staatsbibliothek zu Berlin

Kupferstichkabinett: Ein Universum der Kunst auf Papier

Das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin gehört als Museum der grafischen Künste zu den vier bedeutendsten Einrichtungen seiner Art weltweit und besitzt die umfangreichsten Kunstsammlungen in Deutschland. Diese umfassen etwa 550.000 druckgrafische Werke und 110.000 Zeichnungen, Aquarelle, Ölskizzen und illustrierte Bücher.

Die Bestände repräsentieren 1.000 Jahre Kunst-, Kultur- und Mediengeschichte mit Meisterwerken von Sandro Botticelli über Albrecht Dürer, Rembrandt, Adolph Menzel und Vincent van Gogh, Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso bis hin zu Andy Warhol und Künstlern der Gegenwart. Mit seinen Schätzen ist das Haus ein zentraler Ort künstlerischer Ideen, Bilder und Ausdrucksformen Europas und der mit Europa verbundenen Weltkulturen.

Schwerpunkte bilden die klassische Moderne etwa mit Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso, die internationale Nachkriegskunst mit Alberto Giacometti, die Pop-Art mit Richard Hamilton, Andy Warhol, Jasper Johns und Frank Stella, die Conceptual Art und die Minimal Art. Einen wichtigen Sammlungsakzent in der Gegenwartskunst setzen international bedeutsame, in Berlin arbeitende Künstler.

Ernst Ludwig Kirchner: Porträt Otto Mueller, Druck, 1915
Ernst Ludwig Kirchner: Porträt Otto Mueller, Druck, 1915 © Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin/Jörg P. Anders
Pau Klee: Mondspiel, Zeichnung, 1923
Pau Klee: Mondspiel, Zeichnung, 1923 © Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin/Jörg P. Anders
Sandro Botticelli: La Divina Commedia, Inferno XVIII. Vergil und Dante im achten Kreis der Hölle (Malebolge), 1. und 2. Bolgia: Bestrafung der Kuppler und Verführer, der Schmeichler und Huren, Bild / Miniatur, ca.1481-1488
Sandro Botticelli: La Divina Commedia, Inferno XVIII. Vergil und Dante im achten Kreis der Hölle (Malebolge), 1. und 2. Bolgia: Bestrafung der Kuppler und Verführer, der Schmeichler und Huren, Bild / Miniatur, ca.1481-1488 © Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Titelseite von „Corto Circuito“ von Florencio B. Chiarello, 1931
Titelseite von „Corto Circuito“ von Florencio B. Chiarello, 1931 © Ibero-Amerikanisches Institut
Titelseite von “Colibri / Suplemento Colibri: páginas para los niños. Suplemento, No8”, 1923
Titelseite von “Colibri / Suplemento Colibri: páginas para los niños. Suplemento, No8”, 1923 © Ibero-Amerikanisches Institut

Ibero-Amerikanisches Institut: información, investigación, cultura

Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) ist eine interdisziplinär orientierte Einrichtung des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches mit Lateinamerika, der Karibik, Spanien und Portugal. Das IAI ist ein Informations-, Forschungs- und Kulturzentrum. Es beherbergt ein Wissensarchiv mit der weltweit zweitgrößten Spezialbibliothek für den ibero-amerikanischen Kulturraum. Die Sondersammlungen des IAI umfassen unter anderem Nachlässe, Landkarten, Tonträger, Fotos, Filme, Plakate oder Grafiken. Die Digitalen Sammlungen ermöglichen den ortsunabhängigen Zugang zu einzigartigen Beständen des IAI.

Das IAI wurde 1930 gegründet. Seit 1962 ist es eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sitz ist der Bau von Hans Scharoun an der Potsdamer Straße, in dem auch die Staatsbibliothek zu Berlin untergebracht ist.

Seite aus „Primitive art. A guide leaflet to collections in the American Museum of Natural History”, 1904 © Ibero-Amerikanisches Institut
Seite aus „Primitive art. A guide leaflet to collections in the American Museum of Natural History”, 1904 © Ibero-Amerikanisches Institut
Walter Lehmann: Archäologische Stätten: Topographische Ansichten, Folklore und Personenaufnahmen aus Mexiko
Walter Lehmann: Archäologische Stätten: Topographische Ansichten, Folklore und Personenaufnahmen aus Mexiko © Ibero-Amerikanisches Institut

Kunstbibliothek: Unerschöpfliche Quelle für die Kunstwissenschaft

Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit einer der weltweit größten Museumsbibliotheken. Hinzu kommen bedeutende Sammlungen zur Geschichte der Architektur, der Fotografie, des Grafikdesign und der Mode. Die Bibliothek und die Museumssammlungen repräsentieren gemeinsam das ganze Quellenspektrum der kunst- und kulturwissenschaftlichen Forschung. 

Die Kernaufgaben der Kunstbibliothek sind die fächerübergreifende Vernetzung und Literaturversorgung der fachwissenschaftlichen Disziplinen in den Staatlichen Museen zu Berlin. Mit ihren Forschungen und Ausstellungen öffnet sie neue Perspektiven auf die Geschichte der Bildmedien, Architektur, Mode sowie auf die gemeinsame Geschichte von abendländischer und außereuropäischer Kunst.

Becker und Maass: Frau in Kleid von Kallmann und Friedländer, Fotografie, um 1920
Becker und Maass: Frau in Kleid von Kallmann und Friedländer, Fotografie, um 1920 © Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin
Plakatgestaltung von Ernst Deutsch „Hochschule für Zuschneidekunst“, 1911
Plakatgestaltung von Ernst Deutsch „Hochschule für Zuschneidekunst“, 1911© Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin/Anna Russ
Buchgestaltung von Ernst Ludwig Kirchner für „Umbra Vitae“ (G. Heym)
Buchgestaltung von Ernst Ludwig Kirchner für „Umbra Vitae“ (G. Heym) © Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin/Thomas Gladisch
Aenne Biermann: Ohne Titel (Stillleben mit Pfeife), Fotografie, um 1929
Aenne Biermann: Ohne Titel (Stillleben mit Pfeife), Fotografie, um 1929 © Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin
Charles Robert Cockerell: Höhenvergleich hauptsächlich gotischer europäischer Gebäude und der Cheopspyramide, Zeichnung, um 1840
Charles Robert Cockerell: Höhenvergleich hauptsächlich gotischer europäischer Gebäude und der Cheopspyramide, Zeichnung, um 1840 © Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin/Dietmar Katz
Naumburger Blasinstrumente
Naumburger Blasinstrumente © Staatliches Institut für Musikforschung
Registerwippen zum Hauptmanual der Mighty Wurlitzer
Registerwippen zum Hauptmanual der Mighty Wurlitzer © Staatliches Institut für Musikforschung
Glasharmonika, unsigniert, um 1810
Glasharmonika, unsigniert, um 1810 © Staatliches Institut für Musikforschung

Staatliches Institut für Musikforschung mit Musikinstrumenten-Museum: Soundlabor, Ausstellungsort, Geheimtipp

Das Staatliche Institut für Musikforschung ist eine musikwissenschaftliche Forschungseinrichtung. Forschungsschwerpunkte sind die Interpretationsforschung, die historische Musiktheorie, die Instrumentenkunde und die Klangforschung. Dabei ist es ebenso ein Ort historisch-theoretischer Reflexion wie deren lebendiger Vermittlung an ein breites musikinteressiertes Publikum. Hierfür besitzt das Institut mit seinem Musikinstrumenten-Museum ein ideales Forum, das für vielfältige Veranstaltungen, vom wissenschaftlichen Symposion über Gesprächskonzerte bis hin zu interaktiven Klanginstallationen, genutzt wird. 

Der Bestand von rund 3.300 Instrumenten des Museums geht auf die Sammlung alter Musikinstrumente der Staatlichen akademischen Hochschule zu Berlin zurück. Dazu gehören neben Traversflöten Friedrichs des Großen und den Naumburger Blasinstrumenten die eindrucksvolle Gray-Orgel aus dem 19. Jahrhundert und die pompöse Mighty Wurlitzer Theaterorgel.

Handschriftliche Grifftabelle für die Querflöte von Johann Joachim Quantz,  mit autographem Besitzvermerk Friedrichs II., datiert 17. Januar 1753
Handschriftliche Grifftabelle für die Querflöte von Johann Joachim Quantz, mit autographem Besitzvermerk Friedrichs II., datiert 17. Januar 1753 © Staatliches Institut für Musikforschung

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