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Newsletter 04/2021
Liebe Leser*innen,

nach fünf Jahren der Sanierung ist es heute so weit: Der Schlüssel zur Neuen Nationalgalerie wird offiziell übergeben, und auch Sie können um 11 Uhr via Live-Stream auf YouTube dabei sein! Mit diesem Sondernewsletter blicken wir auf die Anfänge des Tempels der westlichen Moderne, bieten noch mal eine Chronik des Baugeschehens, wagen einen Blick hinter die Kulissen der Sanierung und schauen auf Mies van der Rohes Meisterstück in neuem alten Glanz.

Ihre SPK-Online-Redaktion

Mehr als Glas und Stahl – Es ist der Blick!

© Foto: BBR / Thomas Bruns

Live-Führung durch die Neue Nationalgalerie am 30.4.

Am Tag nach der offiziellen Schlüsselübergabe nehmen wir Sie mit auf eine Instagram-Live-Tour durch die Neue Nationalgalerie! Joachim Jäger, Leiter der Neuen Nationalgalerie, und Martin Reichert von David Chipperfield Architects führen Sie am 30.4. um 18 Uhr durch das Haus. Kommen Sie mit auf einen Rundgang durch die noch leeren Hallen des modernisierten Gebäudes und entdecken Sie die beeindruckende Architektur Mies van der Rohes. Die Live-Tour findet auf dem Instagram-Kanal der Neuen Nationalgalerie statt und ist interaktiv, die Zuschauer*innen können ihre Fragen live über den Chat stellen. mehr
© SMB, Zentralarchiv / Reinhard Friedrich

Die Ikone West-Berlins: Wie alles begann

In der 1960er Jahren war die frisch eröffnete Neue Nationalgalerie das Thema in Berlin. Historische Fotos und Auszüge aus zeitgenössischen Zeitungsartikeln geben einen Eindruck von den Jugendjahren der – nun frisch sanierten – Architektur-Ikone. mehr

© SMB, Zentralarchiv / Reinhard Friedrich

Braucht es denn wirklich noch einen Teppichboden?

Waren Museen in den 1960er Jahren schon barrierefrei? Wie geht man mit wachsenden Besuchszahlen um? Welche Ausstattung braucht ein Museumsshop? Wie saniert man Vorhänge? Was passiert bei einer Sanierung hinter den Kulissen sonst noch alles? Antworten finden Sie im Blog der Staatlichen Museen zu Berlin. mehr

© SMB / Juliane Eirich

Wie der Mies-Tempel zerlegt wurde: Ein Rückblick ins Jahr 2015

Die Neue Nationalgalerie wurde ab 2015 erstmals seit ihrer Eröffnung grundlegend saniert. Vor den Fachleuten lag eine logistische und bauliche Mammutaufgabe. Ein letzter Blick ins intakte Haus mit dem Leiter Joachim Jäger und dem Architekten Martin Reichert. mehr

© SMB

Eine chirurgische Operation

Mitten im Bauprozess 2017: Der Leiter der Neuen Nationalgalerie Joachim Jäger und die Architekten von David Chipperfield führen ein Filmteam durch das Haus und erklären, wie die denkmalgerechte Sanierung vonstatten geht. mehr

© SMB / Juliane Eirich

Räumen und Reparieren (Teil 1)

Die denkmalgerechte Sanierung der Neuen Nationalgalerie war ein Großprojekt: Seit 2015 wurde Mies van der Rohes Architekturikone entkernt, zehntausende Originalteile vom Lichtschalter bis zu den Garderoben wurden ausgebaut, restauriert und eingelagert. mehr

© BBR / Thomas Bruns

Räumen und Reparieren (Teil 2)

Im Januar 2018 begann die neue Sanierungsphase in der Neuen Nationalgalerie. Dabei ging es einerseits darum, die Gebäudesubstanz zu sanieren, zu modernisieren und um zeitgemäße Infrastruktur zu ergänzen. Andererseits begann die Wiedereinrichtung des Innenraums. mehr

© BBR / Thomas Bruns

Die Hüllen sind gefallen

Ende Dezember 2020 war eine entscheidende Etappe erreicht: Die komplett sanierte obere Halle der Neuen Nationalgalerie mit ihrer kristallinen Gestalt war erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder sichtbar. mehr

©  BBR / Thomas Bruns

Fritz Neumeyers erster Eindruck: Mies ohne Abstriche

Der Architekturtheoretiker und Mies-Experte Fritz Neumeyer hat einen ersten Rundgang durch die sanierte Neue Nationalgalerie gemacht. Im Gespräch mit Ingolf Kern berichtet er von seinem Eindruck des neuen alten Tempels der westlichen Moderne. mehr

Die Neue in Bildern

© Christoph Mack

Der Tempel der westlichen Moderne

Die Neue Nationalgalerie ist zurück. Ein erster Blick in die frisch sanierten Ausstellungsräume eines der schönsten Museen der Welt. mehr

Künstlerische Herausforderungen

© SMB / Nationalgalerie

Wiedergeburt im Skulpturengarten: Die Restaurierung von David Blacks „Sky Piece“

Im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie stand in den 1970er Jahren eine Skulptur des Künstlers David Black. Sie lag ab 1998 im Depot und soll bei der Wiedereröffnung des Hauses an ihren ursprünglichen Platz zurückkehren – doch die Arbeit stellte Restauratorin Hana Streicher und ihr Team vor besondere Herausforderungen. mehr

© SPK / Pierre Adenis

Behind the Scenes: Im Depot der Neuen Nationalgalerie

Hana Streicher wacht über schlafende Schätze: Als Restauratorin der Neuen Nationalgalerie überprüfte sie im Depot regelmäßig den Zustand der Kunstwerke, die während der Sanierung des Hauses hier eingelagert waren. Ein Job zwischen alltäglicher Routine und der Ehrfurcht vor den Ikonen der Moderne. mehr

© Ulrich Schwarz

Künstlerin Veronika Kellndorfer über ihre Erfahrungen in der oberen Halle

Veronika Kellndorfer hat zur Neuen Nationalgalerie gearbeitet. Sie ist „eine Malerin, die mit Fotografie arbeitet“. Ihre fotografische Malerei überträgt sie auf große, oft mehrteilige Glastafeln, die ganz bewusst mit Transparenz und Reflexionen, Spiegelungen und Seh-Störungen spielen. Ein Gespräch über Mies hoch 3, Architektur als Reibungshorizont und die Berührung durch einen Lichtstrahl. mehr

© SPK / Jonas Dehn

Silberahorn muss sein: Ben Wagin pflanzt wieder

Der Aktions-Künstler Ben Wagin hatte 1976 zu Ehren des damaligen Direktors der Nationalgalerie, Dieter Honisch, zwei Schwarzkiefern an der Neuen Nationalgalerie gepflanzt. Die beiden Bäume mussten für die umfangreiche Sanierung des Gebäudes gefällt werden. Nun wurden drei Silberahorn-Bäume in Gegenwart des Künstlers und Kulturstaatsministerin Monika Grütters neu gepflanzt. mehr

Nicht verpassen

Live-Stream zum Festakt heute um 11 Uhr

Am heutigen Donnerstag, 29.4. wird um 11 Uhr die offizielle Schlüsselübergabe der Neuen Nationalgalerie stattfinden. Den Live-Stream mit Festreden, musikalischen Darbietungen und einer feierlichen Schlüsselübergabe gibt es auf YouTube. mehr

Wiedereröffnung mit der Sonderausstellung „Rosa Barba. In a Perpetual Now“

Zur Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie präsentiert die in Berlin lebende Künstlerin Rosa Barba ab 22.8. verschiedene Arbeiten unter dem Titel „In a Perpetual Now“. Neben zentralen Stücken ihres Gesamtwerks der Jahre 2009 bis 2021 wird auch ein neuer Film gezeigt, der anlässlich der Ausstellung entstanden ist. mehr

Wiedereröffnung mit der Sonderausstellung „Alexander Calder. Minimal / Maximal“

Alexander Calder (1898–1976) ist durch sein Hauptwerk „Têtes et Queue“ (1965) seit Jahrzehnten eng mit der Neuen Nationalgalerie verbunden. Die Außenskulptur wurde zur Eröffnung von Mies van der Rohes Architekturikone aufgestellt und kehrt nun mit der Wiedereröffnung am 22.8. auf die Terrasse des Museums zurück. mehr

Publikationen

© SMB / Hantje Cantz Verlag

Neue Nationalgalerie Berlin

Die Neue Nationalgalerie ist mehr als ein Museum oder ein Gebäude. Sie ist ein Meilenstein der Architekturgeschichte, ein Denkmal, eine Ikone. Entworfen vom deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe, wurde der Bau vor allem durch seine große gläserne Halle berühmt. Die von Joachim Jäger herausgegebene Publikation stellt das Gebäude aus heutiger Sicht vor. Einen Schwerpunkt bilden jedoch auch historische Aufnahmen aus der Erbauungszeit, von der Eröffnung 1968 sowie den spektakulären frühen Ausstellungen. mehr
© DOM Publishers

Originalton: Ludwig Mies van der Rohe

Es ist das Vermächtnis eines der größten Architekten des 20. Jahrhunderts. Wenige Wochen vor seinem Tod erzählt Ludwig Mies van der Rohe seinem Enkel Dirk Lohan aus seinem Leben. Die Tonbänder sind im Museum of Modern Art (MoMA) verloren, einzig eine Abschrift hat sich erhalten, die jetzt erschienen ist. Vorzüglich kommentiert von Fritz Neumeyer. mehr
© Mies van der Rohe Haus / form + zweck Verlag

Mies und die Poesie der Architektur

Auf der Suche nach der Poesie in der Architektur gelangt man unweigerlich zu Ludwig Mies van der Rohe. Denn es ging bei Mies nicht um reine Zweckerfüllung, Funktionalität oder Modernität um jeden Preis, sondern um die Kunst des In-die-Welt-Bringens vom Guten, Schönen und Wahren. Der vorliegende Band der Schriftenreihe des Mies van der Rohe-Hauses dokumentiert die Beiträge des Symposiums mit dem Titel „Mies‘ Architekturdenken“ vom Februar 2020. mehr

Glanz und Gloria

Ludwig Mies van der Rohe: Präsentationsmappe für den Bau der Neuen Nationalgalerie, Lageplan. © bpk / Kunstbibliothek, SMB / Dietmar Katz

Pfeif auf Rum!

Die Geschichte, dass die Neue Nationalgalerie eigentlich für Konzernlenker geplant war, die mit Hochprozentigem handeln, ist so alt wie Fidel Castros Bart lang war. Mies hatte den Tempel eigentlich für den Rumproduzenten „Bacardi“ gezeichnet, der seine Flaschen auf Kuba einpacken musste, als die Kommunisten durch die Straßen zogen. Dem in Chicago siedelnden Mies war es zwar nicht schnuppe, dass sein Auftrag flöten ging, allerdings pfiff er zeitlebens auf Rum. Der Meister bevorzugte Whisky. Und zwar Seagram. Passend zu seiner New Yorker Ikone. mehr