• „Liegen Ergebnisse vor, muss man auch handeln“

  • News vom 12.02.2018

    Am 12. Februar 2018 stand Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Tagesspiegel zu den Themen Humboldt Forum, Umgang mit Kolonialem Erbe und Provenienzforschung Rede und Antwort.

    Das Humboldt Forum soll Ende 2019 in Berlins Mitte eröffnen und die Sammlungen des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin zeigen. 

    Im Interview betonte Hermann Parzinger die Wichtigkeit der Erforschung der Herkunft der Objekte: „Das Ethnologische Museum hat 500 000 Objekte – zum Teil aber Massenkonvolute wie Hunderte von Pfeilspitzen, die nicht einzeln untersucht werden müssen. Für die Provenienzforschung braucht es erstens nicht Quantität, sondern Qualität, also Experten mit spezifischer Kenntnis in Ethnologie, Kolonialgeschichte und zu den Sammlern. Zweitens muss diese Forschung gemeinsam mit den Herkunftsländern geschehen.“

    In Bezug auf das Humboldt Forum stellte Parzinger fest, dass das Projekt eine Herausforderung für alle Beteiligten sei: „Es zieht nicht einfach nur ein Völkerkundemuseum um. Es muss neue Erzählungen geben. Für uns als Gründungintendanz war wichtig, dass etwa der Zusammenhang von Kultur und Naturraum sichtbarer wird … Das Humboldt Forum ist ein permanenter Prozess, es braucht Flexibilität und Veränderbarkeit, wenn es nicht langweilig werden soll.“ Zu wünschen sei proaktive Forschung und Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

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