• Auf gute Nachbarschaft!

  • News vom 19.06.2017

    Mit den „Neuen Nachbarn“ auf dem Weg zum Humboldt Forum: Auch während des Umzugs bleiben Highlights der Bestände des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin sichtbar – als Vorboten des Humboldt Forums geben sie ein Gastspiel auf der Museumsinsel.

    Vishnu im Alten Museum©SPK/Stefan Müchler

    Alle Augen der antiken Götterstatuen sind auf Vishnu gerichtet, der im Zentrum der Rotunde des Alten Museum ein neues temporäres Zuhause gefunden hat. 25 Objekte des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst werden noch bis zum 24. September 2017 als „Neue Nachbarn“ ein Gastspiel auf der Museumsinsel haben. Die als Interventionen im Alten Museum, Neuen Museum, Bode-Museum und in der Alten Nationalgalerie konzipierten Präsentationen stellen Objekte verschiedenster Epochen, Regionen, Themen und Geschichten auf vielfältige Weise gegenüber. Sie lassen die Besucher erahnen, wie es ab 2019 sein wird: Wenn das einzigartige Zusammenspiel von Museumsinsel und Humboldt Forum Berlins Mitte zu einem multiperspektivischen Ort der Weltkulturen machen.

    Im Alten Museum sind an elf Stationen Objekte aus dem Museum für Asiatische Kunst und aus dem Ethnologischen Museum zu Gast: Meisterwerke sehr unterschiedlicher Herkunft treten in einen Dialog und beleuchten Parallelen und Gegensätze von geografisch weit auseinander liegenden Traditionen. Drei buddhistische Objekte aus dem 2.-3. Jahrhundert nach Christus erzählen auch von überraschenden Vernetzungen zwischen Europa und Asien in der Antike. 

    Objekte aus der Frühgeschichte Mexikos gesellen sich zu den archäologischen Sammlungen, die im Neuen Museum präsentiert werden. Zapotekische und aztekische Artefakte aus dem Ethnologischen Museum zeugen nicht nur von dem Reichtum der Kulturen Mittelamerikas in vorkolonialer Zeit, sondern auch von der weltweiten Faszination des archäologischen Forschens und Sammelns. 

    Das Thema Landschaftsmalerei wird durch die Kunst des japanischen Stellschirms in der Alten Nationalgalerie ganz neu zu entdecken sein. Im Rahmen der Aktion „Neue Nachbarn“ werden die großformatigen Landschaftsbilder aus dem 18. Jahrhundert den Werken Caspar David Friedrichs gegenübergestellt. In neuer Nachbarschaft zu Thomas Theodor Heines „Teufel“ macht die Figur des „Wuzhiqi“, Schutzgeist der Flüsse Huai und Guo, Station im 1. Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie.

    Im Bode-Museum begegnen sich kunstvolle Skulpturen aus Afrika und Europa – ein Vorgeschmack auf die im Herbst stattfindende Ausstellung „Unvergleichlich“: Die Präsentation wird nicht nur untersuchen, was Kunstformen verbindet und trennt, sondern auch, was es im Laufe der Geschichte bedeutet hat, Kunstwerke miteinander zu vergleichen. Als Vorbotin dieses Epochen und Kulturen umspannenden Ausstellungsereignisses ist bereits im Sommer eine Skulptur aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria zu Gast.

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